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Peter Autschbach und Ralf Illenberger virtuos im Lÿz
„Ihr seid Giganten!“

Peter Autschbach (r.) und Ralf Illenberger ließen am Freitagabend im Kulturhaus Lÿz ihre Finger über die Gitarrensaiten perlen, um im Rahmen des „Virtuellen Huts“ lokale Künstler zu unterstützen. Per Live-Stream konnten sich die Zuschauer am perfekten Zusammenspiel der Gitarrenvirtuosen erfreuen, die auch Stücke aus ihrem neuen Album „Zero Gravity“ präsentierten.
  • Peter Autschbach (r.) und Ralf Illenberger ließen am Freitagabend im Kulturhaus Lÿz ihre Finger über die Gitarrensaiten perlen, um im Rahmen des „Virtuellen Huts“ lokale Künstler zu unterstützen. Per Live-Stream konnten sich die Zuschauer am perfekten Zusammenspiel der Gitarrenvirtuosen erfreuen, die auch Stücke aus ihrem neuen Album „Zero Gravity“ präsentierten.
  • Foto: Bärbel Althaus
  • hochgeladen von Claudia Irle-Utsch (Redakteurin)

ba Siegen. Wieder einmal hat am Freitagabend der „Virtuelle Hut“ die Runde gemacht, um nach dem Motto „Support Your Local Artists“ Künstlern aus der Region zu helfen. Deshalb war Peter Autschbach erneut ins Kulturhaus Lÿz in Siegen gekommen, um seine Gitarrenkünste in den Dienst der guten Sache zu stellen. Bereits Ende April hatte er als Solist für Begeisterung gesorgt. Dieses Mal durften sich die Zuschauer des Live-Streams gleich doppelt freuen, denn Gitarren-Legende Ralf Illenberger begleitete ihn, um akustisches Gitarrenspiel der Extraklasse zu bieten.
"Zero Gravity" und "One Mind"Kenner der Szene wissen, was das bedeutet, denn das Gitarrenduo Peter Autschbach &

ba Siegen. Wieder einmal hat am Freitagabend der „Virtuelle Hut“ die Runde gemacht, um nach dem Motto „Support Your Local Artists“ Künstlern aus der Region zu helfen. Deshalb war Peter Autschbach erneut ins Kulturhaus Lÿz in Siegen gekommen, um seine Gitarrenkünste in den Dienst der guten Sache zu stellen. Bereits Ende April hatte er als Solist für Begeisterung gesorgt. Dieses Mal durften sich die Zuschauer des Live-Streams gleich doppelt freuen, denn Gitarren-Legende Ralf Illenberger begleitete ihn, um akustisches Gitarrenspiel der Extraklasse zu bieten.

"Zero Gravity" und "One Mind"

Kenner der Szene wissen, was das bedeutet, denn das Gitarrenduo Peter Autschbach & Ralf Illenberger hat bereits drei begeisternde Studioalben zusammen aufgenommen, die die Zuhörer in berauschende Klangwelten entführen. Zuletzt sorgten die beiden mit ihrem Album „Zero Gravity“ für musikalische Schwerelosigkeit, die vom intensiven Dialog dieser Gitarrenvirtuosen lebt. Nun durfte sich das Publikum leider nicht vor Ort, zumindest aber am Bildschirm über eine musikalische Mischung aus allen drei Alben freuen. Mit „Frösche“ von ihrem zweiten Album „One Mind“ aus dem Jahr 2014 hüpfte das Duo direkt in die Herzen der Zuschauer, die es sich offenbar vor dem Bildschirm gemütlich gemacht hatten, wie aus dem Chat zu entnehmen war. Denn auch wenn es „eigentlich“ ein No-Go ist, als Künstler während eines Konzerts das Handy zu checken, ist beim virtuellen Miteinander alles anders. „Ihr dürft uns Nachrichten schicken über den Chat“, forderte Autschbach die Zuschauer auf, die nur auf diese Weise ihr Feedback geben konnten. Und das war durchaus positiv. „Es tut so gut, diese Klänge zu hören“, freute sich eine Zuschauerin, nachdem nicht nur der trübe „November“, sondern auch das alte Kolbe-Illenberger-Stück „Break“ sowie das erste Stück, das Illenberger und Autschbach je zusammen gespielt haben, „Kristallschloss“, die Ohren bezaubert hatten.

Autschbach schenkte ein "Smile"

Zwischendurch kam „der Moment der Solostücke“, der Autschbach vor das Problem stellte, ein Stück zu finden, das er beim letzten Auftritt nicht gespielt hatte. Mit Blick auf die Zeit, in der es wieder möglich sein wird, rauszugehen und Menschen zu umarmen, schenkte er dem Publikum schließlich mit „Smile“ ein warmes Lächeln. „Egal, was passiert, es gibt immer Hoffnung“, versicherte er, bevor Ralf Illenberger mit seinem Stück „Travelling“, das er nach eigenem Bekunden „noch nie live gespielt“ hat, auf eine Leidenschaft verwies, auf die momentan weitestgehend verzichtet werde muss. „Heads Up“ vom neuen Album „Zero Gravity“ war dann die passende musikalische Antwort gegen schlechte Stimmung, wobei Autschbach sich nicht verkneifen konnte, augenzwinkernd klarzustellen, dass dieser Titel „Kopf hoch“ und nicht „Kopf ab“ bedeute.

Illenberger lebt in Arizona

Ihre Ideen für „Zero Gravity“ kommunizierten Illenberger und Autschbach bereits damals kontaktlos „über den großen Teich“, denn der Stuttgarter Illenberger hat sein Domizil in Arizona aufgeschlagen. Trotz räumlicher Distanz verschmilzt das Spiel der Ausnahmegitarristen auf der Bühne zu einer melodischen Einheit, die den Zuhörer in virtuose Klangwelten entführt - ganz gleich, ob die sechssaitigen Gitarren erklingen oder Illenberger seine speziell getunte zwölfsaitige strapaziert. Wie immer durfte auch dieses Mal ein komplett improvisiertes Stück nicht fehlen. „Mal sehen, wo es uns hintreibt“, ließ Autschbach den Ausgang dieses kreativen Versuchs offen, bei dem die Seele gehörig baumeln konnte.

"Balsam für die Seele"

So war es nicht erstaunlich, dass nach der Darbietung von „Veits Tanz“ die Zuschauer im Chat die Gitarrenklänge des Duos als „Balsam für die Seele“ empfanden und euphorisch schrieben: „Ihr seid Giganten!“ „Sind wir nicht, wir sind Gitarristen“, relativierte Autschbach diesen Kommentar, bevor er mit „Hoedown“ und „Rumble“ zum - trotz aller Bescheidenheit - gigantischen Finale ansetzte; in der Hoffnung, dass der virtuelle Hut an diesem Abend kräftig gefüllt worden ist.

Autor:

Bärbel Althaus (Freie Mitarbeiterin) aus Wilnsdorf

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