Christliche Band Amos mit Konzert in Netphen
Im Namen des Propheten

Die Band Amos ist auch nach mehr als 30 Jahren ihres Bestehens mit tiefsinnigen Stücken und kritisch-religiösem Bekenntnis am Zahn der Zeit und zelebrierte ein feinfühliges Konzert in der ev. Martinikirche in Netphen.
  • Die Band Amos ist auch nach mehr als 30 Jahren ihres Bestehens mit tiefsinnigen Stücken und kritisch-religiösem Bekenntnis am Zahn der Zeit und zelebrierte ein feinfühliges Konzert in der ev. Martinikirche in Netphen.
  • Foto: Anna Maria Weber
  • hochgeladen von Peter Barden (Redakteur)

anwe Netphen. Schon seit Jahrzehnten ist Amos, die christliche Band aus dem Netpherland, aus Gottesdiensten und religiösen Veranstaltungen gar nicht wegzudenken, gibt es sie doch bereits seit mehr als 30 Jahren. Trotz vieler Neubesetzungen seit ihrer Gründung 1986, damals noch namenlos, ist dank Carsten Jüngsts unermüdlichem Engagement die Band über die Jahre hinweg immer „lebendig“ geblieben, kann sich sogar mittlerweile der Veröffentlichung zweier CDs – „Stunde um Stunde“ (1999) und „Farben“ (2003) – rühmen. Und ganz nebenbei spielte Amos sogar zum Weltjugendtag 2005 auch schon einmal vor bis zu 20 000 Menschen auf dem Domplatz in Paderborn.

Feinsinniges Konzert

Da lag es für die Organisatoren der Reihe „Treffpunkt Kirche“ nur allzu nahe, sie für ein feinsinniges Konzert auch einmal in die ehrwürdige ev. Martinikirche in Netphen zu holen. In der aktuellen Besetzung wird Carsten Jüngst (Keyboard, Gesang) tatkräftig unterstützt von Carmen Becker (Gesang), Bianca Irle (Gesang, Gitarre), Heinz Rohleder und Sarah Bierbrauer (Querflöte) sowie Adrian Calia (Gitarre). Stefan Krell ist als bewährter Licht- und Ton-Mann bei der Technik am Start.
Die Band ließ die Zuhörer im Kirchenschiff sich von Anfang an mit visuell präsentierten Songtexten ganz dabei fühlen, machte mit vielen religiösen, aber auch so manchen säkularen Stücken nachdenklich. Besonders die von Heinz Rohleder eindrücklich eingeführten, selbst geschriebenen Lieder „Wer kann an die Kirche noch glauben?“, „Herr, du gabst uns die Talente“, „Einheit“, ein Song auf Marius Müller-Westernhagens „Freiheit“, oder auch „Es ist an der Zeit“ ließen deutlich spüren, dass die Band sich sehr wohl kritisch mit der Kirche, insbesondere der katholischen, auseinandersetzt. Rohleder prangerte u. a. an, dass der Papst erst kürzlich wieder eine der großen Chancen der katholischen Kirche verpasst habe, was die Mitwirkung von Frauen anbelangt.

Der Prophet Amos prangerte Ungerechtigkeit an

Damit spannte er auch geradlinig die Brücke zum Bandnamen nach dem Propheten Amos aus dem Alten Testament, da gerade dieser jemand war, der zu seiner Zeit gegen alle Widerstände seine Meinung sagte und Missstände, Ungerechtigkeit und Missbrauch anprangerte, ganz wie aktuell auch die Band Amos.
Auch Stücke bekannter Künstler wie „Nessaja“ aus der Feder von Peter Maffay, „Ich glaube“ von Udo Jürgens oder Gregor Meyles „Du bist das Licht“, wie auch „Give Me A Willing Heart“, ein Werk der einstmals lokalen christlichen Bandgröße Damaris Joy, fanden ihren gebührenden Platz in dem bewegenden Konzert. Besonders Neuzugang Adrian Calia bewies zum Finale mit „The King Will Rise Again“ aus eigener Feder und einer Mischung aus Mike Oldfield, Pink Floyd und Barclay James Harvest, warum Amos gut daran getan haben, ihn mit in ihr Boot zu holen.

Autor:

Anna Maria Weber (Freie Mitarbeiterin) aus Siegen

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