Auf Flügeln des Gesanges
Kammerchor Weidenau „reiste“ bei Konzert quer durch Europa

Zu einer musikalischen Reise quer durch Europa lud der Kammerchor Weidenau in die St.-Joseph-Kirche ein.
  • Zu einer musikalischen Reise quer durch Europa lud der Kammerchor Weidenau in die St.-Joseph-Kirche ein.
  • Foto: Chor
  • hochgeladen von Peter Barden (Redakteur)

lip Weidenau. Wer sich am Sonntagabend zur „Musikalischen Sommerreise“ in die Weidenauer St.-Joseph-Kirche aufmachte, entging zwar nicht der Hitze, denn die hohe Hallenkirche hatte sich ziemlich aufgeheizt, aber er konnte sich hörend auf eine wunderbare Reise begeben. In Italien begann der Reigen der Kompositionen und führte bis hinauf nach Norwegen und Schweden. Das ausführliche Programmheft enthielt neben den Komponistennamen und Stücken auch den kompletten, übersetzten Text. Tanja Wagener gab ausführliche Erläuterungen zu den Komponisten und deren Werken.

Erste Station Italien

Puccini und Rossini waren die italienischen Tondichter der ersten zwei Stücke: Zur Orgelbegleitung (Maryam Haiawi) sang der Kammerchor Weidenau unter der Leitung von Helga Maria Langedie harmonisch anspruchsvollen Sätze „Sanctus“ (Messa di Gloria) und das „Ave Maria“. Das „Gloria“ aus der „Messe solennelle“ des Franzosen Louis Vierne sangen alle Stimmen klangschön und – trotz der virtuosen und weitschweifenden Orgelbegleitung - zumeist sicher und klar. Maryam Haiawi glänzte darauf mit zwei fantasievoll registrierten Sätzen aus Viernes Orgel-Symphonie op. 14, die zu den bekanntesten Werken des Impressionisten und Organisten (Notre Dame!) gehört.  Albert de Klerks sehr sanft a cappella gesungenes „Pater Noster“ führte die Zuhörer in die Niederlande. Mit John Rutters „This Is The Day“ konnte man sich an die Hochzeit von William und Kate in der Londoner Westminster Abbey erinnern, für die dieses Stück komponiert wurde. Leuchtende Sopranhöhenflüge und sonore Bässe gaben den Rahmen für das eingängig schöne Chorwerk. Fröhlich und  romantisch erklang „Oh Be Joyful In The Lord“ des Irländers Charles Villiers Stanford, gefolgt von „Verleih uns Frieden gnädiglich“ von Felix Mendelssohn Bartholdy.

In die schwedische Mittsommernacht

Nach dieser schlichten, zum Teil einstimmig gesungenen Choralkantate verweilte man mit Robert Schumanns Orgelstücken noch ein wenig in Deutschland. Diese für einen Pedalflügel komponierten Studien ließ Maryam Haiawi lieblich und gefühlvoll („Innig“), dann mit eindrucksvollen Rouladen und Staccati („Nicht zu schnell“) erklingen. Der Komponist Morten Lauridsen (der sich komponierend auf eine einsame Insel zurückgezogen hat) hat mit seinem psalmodierenden Chorsatz eine leuchtende Sommernacht beschrieben, vom Chor etwas zaghaft und teils unrhythmisch intoniert. Mit „Fecit Potentiam“ aus dem „Magnificat“ des Norwegers Kim André Arnesen schwang sich der Chor zu eindrucksvoll temperamentvollem Höhenflug auf, von Orgel-Dissonanzen poppig begleitet. In die schwedische helle Mittsommernacht entführte das letzte Stück: Waldemar Åhléns volkslied-schlichter „Sommarpsalm“. Für dessen schwedisch gesungene Darbietung gab es langen Applaus, der Helga Maria Lange, dem Kammerchor Weidenau und der Organistin Maryam Haiawi für die stimmungsvolle musikalische Sommerreise dankte.

Autor:

Redaktion Kultur aus Siegen

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