Spielbetrieb im Siegener Theater bis zunächst Ende März eingestellt
Keine Veranstaltungen im Apollo

Regennass, aber dennoch einladend: Wegen des Coronavirus finden allerdings  bis auf Weiteres keine Veranstaltungen im Siegener Apollo-Theater statt.
  • Regennass, aber dennoch einladend: Wegen des Coronavirus finden allerdings bis auf Weiteres keine Veranstaltungen im Siegener Apollo-Theater statt.
  • Foto: Dirk Manderbach
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gmz - Auch das Apollo-Theater Siegen setzt bis Ende März sämtliche Veranstaltungen aus wegen des Coronavirus.
Siegen. Er sei froh, sagt Apollo-Intendant Magnus Reitschuster im SZ-Gespräch, dass Politik und Verwaltung eine klare, gemeinsame Entscheidung getroffen hätten und Veranstaltungen mit mehr als 500 Menschen untersagt haben (nur für die Siegerlandhalle gilt eine „Ausnahmegrenze“ von 800 – wir berichteten, Stand Mittwoch). Diese Entscheidung betrifft natürlich auch das Apollo-Theater, das zunächst bis Ende März alle Veranstaltungen aussetzt. Wie es dann weitergehe, auch mit der Premiere der Eigenproduktion „Frauenfußball“, müsse man sehen.

Das Apollo war vorbereitet

Jetzt sei Zeit für Loyalität, es sei wichtig, zusammenzustehen. Er habe, sagt Reitschuster, sich schon vor einigen Wochen mit dem „schlimmsten Fall“, der jetzt eingetreten sei, beschäftigt und überlegt, „was wäre, wenn?“ und vor allem: „wie?“. Das Apollo-Theater sei also nicht unvorbereitet gewesen. Aber trotzdem habe er Angst ums Theater gehabt: Schließlich, so Reitschuster, sei es die Aufgabe des Theaters, Menschen in einem Raum zu versammeln und zu spielen
Sorge habe er aber auch, weil gerade in Zeiten der Krise einer Gemeinschaft das Theater eine wichtige Funktion im gesellschaftlichen Diskurs habe, als ein Ort des Austauschs und der Vergewisserung, was in einer solchen Situation Bestand hat. Das fällt jetzt momentan weg, aber Theater wirkt ja auch nach … Die „Kraft des Theaters“ werde sich auch in dieser Lage zeigen, ist er sich sicher.

Vielleicht können einige Veranstaltungen in der kommenden Saison gezeigt werden

„Angst ums Theater“ heißt natürlich auch, dass die Planung für die kommende Spielzeit im Augenblick von großen Unwägbarkeiten bestimmt wird: Wie lange ist das Coronavirus bestimmend? Wie lange setzt es den Alltag aus? Was verändert sich? Aber, fügt er an, die Festivalmacher von KulturPur seien davon viel härter betroffen, weil das Festival ja „schon bald“ (gemessen an der Coronawirkung) stattfinde.
Im Apollo will man sich bemühen, dass die Vorstellungen, die im März nicht gezeigt werden, in der kommenden Spielzeit „untergebracht“ werden. Die Karten behalten also ihre Gültigkeit. Das Apollo-Theater, heißt es in einer Pressemitteilung, will die Karteninhaber informieren. Weiter heißt es in der Mitteilung: „Karten für Vorstellungen vom 13. März bis 1. April können gegen einen Gutschein oder gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgegeben werden. Unsere Abonnenten erhalten einen Umtauschbon.“ Man habe sich mit diesem Vorgehen, so Apollo-Pressesprecherin Nadine Höchst, an den Vorgaben der deutschen Theater orientiert.

Autor:

Dr. Gunhild Müller-Zimmermann (Redakteurin) aus Siegen

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