SZ

Kirchenmusikalische Andacht in St. Joseph
Klangschönheit im Advent

Alle Akteure bekam man nie gleichzeitig ins Bild, so sehr achtete man auf die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln auch beim wunderschön konzipierten Adventsandachtkonzert in St. Joseph Weidenau.
  • Alle Akteure bekam man nie gleichzeitig ins Bild, so sehr achtete man auf die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln auch beim wunderschön konzipierten Adventsandachtkonzert in St. Joseph Weidenau.
  • Foto: Olaf Neopan Schwanke
  • hochgeladen von Peter Barden (Redakteur)

ne Weidenau. Noch gut eine Woche bis Weihnachten – und eine festliche Stimmung, das schöne, alte Gefühl, will sich nicht so recht einstellen in diesen so still gemachten Tagen? Da nutzten Freundinnen und Freunde kirchenmusikalischen Könnens die gerade rare Gelegenheit und folgten der Einladung des Kammerchores Weidenau, der vergangenen Sonntagnachmittag zu einer musikalischen Andacht mit Kerzenschein einlud. Rund vierzig Interessierte verteilten sich mit großem Abstand in der schlichten Hallenkirche, die festlich warm illuminiert wurde, und freuten sich, dreizehn Sängerinnen und Sänger des über die Region hinaus bekannten Kammerchores Weidenau wiederzusehen, die im ganzen Querschiff verteilt ihrer Einsätze harrten.

ne Weidenau. Noch gut eine Woche bis Weihnachten – und eine festliche Stimmung, das schöne, alte Gefühl, will sich nicht so recht einstellen in diesen so still gemachten Tagen? Da nutzten Freundinnen und Freunde kirchenmusikalischen Könnens die gerade rare Gelegenheit und folgten der Einladung des Kammerchores Weidenau, der vergangenen Sonntagnachmittag zu einer musikalischen Andacht mit Kerzenschein einlud. Rund vierzig Interessierte verteilten sich mit großem Abstand in der schlichten Hallenkirche, die festlich warm illuminiert wurde, und freuten sich, dreizehn Sängerinnen und Sänger des über die Region hinaus bekannten Kammerchores Weidenau wiederzusehen, die im ganzen Querschiff verteilt ihrer Einsätze harrten.

Bravourös dirigiert

Konzertmeisterin Annette Pankratz, Leiterin der musikalisch vielseitigen Camerata Instrumentale und seit 2017 auch des Collegium Musicum, bildete mit drei Kolleg/-innen ein gut aufeinander abgestimmtes Streichquartett, das die Chorpassagen unterstützte, aber auch im Verein mit der Kemper-Mebold-Orgel (Organist: Johannes Grote in seinem ersten öffentlichen Konzerteinsatz) rein instrumentale Stücke zur Aufführung brachte. Zelebrant Pastor Wilfried Loik gliederte die meditative Veranstaltung mit neun Wortbeiträgen zwischen den Musikstücken, die das jeweils gerade Gesagte weiterführten. Kirchenmusikdirektorin Helga Maria Lange leitete die Veranstaltung, dirigierte die so weit verteilte Chor- und Orchesterauswahl bravourös. Singen und Spielen mit reichlich Abstand ist gerade für Musikensembles so schwierig, weil aufeinander hören und miteinander agieren das A und O sind in der Klangkunst.

Auswahl mit romantischer Feinkost

Programmatisch die Auswahl der Stücke, die von Barock über Romantik bis zur Gegenwart reichte: Johann Sebastian Bachs „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ erscholl zu Beginn, ein fröhliches „Machet die Tore weit“ vom eine Generation älteren Andreas Hammerschmidt leitete über zum ersten Gebet, das in Louis Lewandowskis (1821–1894) Vertonung von Psalm 23 eine romantisch-musikalische Fortführung fand. Zeitgenössisches von Malcolm Archer (geb.1952) und Richard Shephard (geb. 1949), jeweils mit Orgel, Streichern und Chor in voller Klangschönheit zelebriert, gefiel ebenso wie romantische Feinkost von Franck, Saint-Saëens und Mendelssohn Bartholdy.
Johannes Grote orchestrierte sein Instrument für  Camille Saint-Saëns’ Prélude zum Weihnachtsoratorium so filigran, dass wunderbare Harmonie entstand mit den feinen Streicherklängen. Und an César Francks „Ave Maria“ kann man sich, ist es so zärtlich gesungen wie von der Kammerchorauswahl, anschmiegen wie an eine alte Freundin.

Musik gehört dazu!

Als sich Pastor Loik bei den Musikern bedankte, bracht spontaner Publikumsbeifall aus, der auch wieder nach dem fulminanten Schlussakkord des „Magnificat“ von Shephard aufbrandete und ausdrückte, wie viel Freude lebendig vorgetragene Musik macht, wie sehr sie dazugehört zu Religion, Kultur und Leben der Menschen, die nicht nur zur Weihnachtszeit diese Harmonie gut gebrauchen können.

Autor:

Olaf Neopan Schwanke (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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