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TV-Kritik: "Der König von Köln"
Klüngel ist auch nur Korruption

In Köln wird im Karneval Politik gemacht. Eine Hand wäscht die andere, so praktizieren es in der TV-Satire "Der König von Köln" Baudezernent Lothar Stüssgen (Joachim Król, l.) und "der Polier" Josef Asch (Rainer Bock).
  • In Köln wird im Karneval Politik gemacht. Eine Hand wäscht die andere, so praktizieren es in der TV-Satire "Der König von Köln" Baudezernent Lothar Stüssgen (Joachim Król, l.) und "der Polier" Josef Asch (Rainer Bock).
  • Foto: WDR/Frank Dicks
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

zel Köln. „Politik heißt, alles so lange im Ungefähren zu halten, bis es nicht mehr zu ändern ist.“ Mit dieser Weisheit und viel Kölsch ist Baudezernent Stüssgen (Joachim Król) all die Jahre gut gefahren. Als ihn im Puff ein Herzinfarkt außer Gefecht setzt, übernimmt sein eigentlich anständiger Stellvertreter Andrea di Carlo (Serkan Kaya) und lässt ohne Ausschreibung die neue Stadtverwaltung bauen – weil „der Polier“ das so will. Bauunternehmer Asch (Rainer Bock) gibt und lässt sich geben; am „König von Köln“ (Mittwoch, 20.15 Uhr, im Ersten) kommt keiner vorbei.

zel Köln. „Politik heißt, alles so lange im Ungefähren zu halten, bis es nicht mehr zu ändern ist.“ Mit dieser Weisheit und viel Kölsch ist Baudezernent Stüssgen (Joachim Król) all die Jahre gut gefahren. Als ihn im Puff ein Herzinfarkt außer Gefecht setzt, übernimmt sein eigentlich anständiger Stellvertreter Andrea di Carlo (Serkan Kaya) und lässt ohne Ausschreibung die neue Stadtverwaltung bauen – weil „der Polier“ das so will. Bauunternehmer Asch (Rainer Bock) gibt und lässt sich geben; am „König von Köln“ (Mittwoch, 20.15 Uhr, im Ersten) kommt keiner vorbei. Autor Ralf Husmann hat aus dem realen Oppenheim/Esch-Skandal und der realen Acandor-Affäre eine geniale Gesellschaftssatire gemacht – mit vielen treffenden Sätzen zum Merken –, die das Ensemble unter Richard Hubers Regie großartig umsetzte. Das sind alles Ur-Typen, so funktioniert es vermutlich in jeder Stadt. Die junge Staatsanwältin Behrens (Eva Meckbach) hebt den Männerbund am Ende aus: eine Frau und nicht von hier. Karneval ist Brauchtum, Klüngel nicht. Klüngel ist Korruption. Zwischen „Wer soll das bezahlen?“ und „Ich bin ene kölsche Jung“: 90 Minuten hochanständige Unterhaltung!

Autor:

Regine Wenzel (Redakteurin) aus Siegen

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