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Kartoffelfreuden im Nebelland nachgeholt:
Kultige Weihnachtsshow im Mai

Als Weihnachtsbaum in Weihnachtsstimmung: Kabarettist Guido Fliege führt durch den nachgeholten Abend im Lÿz.
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  • Als Weihnachtsbaum in Weihnachtsstimmung: Kabarettist Guido Fliege führt durch den nachgeholten Abend im Lÿz.
  • Foto: Timo Kalbitzer
  • hochgeladen von Peter Barden (Redakteur)

tik Siegen. „Die Bühne verstaubte, der Vorhang schwieg.“ So fasste der Kabarettist und Erfinder der Show, Guido Fliege, die letzten beiden Jahre zusammen. Die Corona-Pandemie hat auch die Kulturbranche hart getroffen. Somit war „Kartoffelfreuden im Nebelland“ auch eine Art Befreiungsschlag für die teilnehmenden Künstler/-innen. Ein Gefühl, das Guido Fliege schon in den ersten Minuten der Show zum Ausdruck brachte: „Mein Gott, es fühlt sich so gut an.“
Aufblasbarer SchneemannEigentlich sollte die Show im Dezember 2021 stattfinden. Aber wegen des Lockdowns musste die kultige Weihnachtsshow verschoben werden. Doch was könnte besser zu dem schrägen und wundervoll albernen Charakter der Veranstaltung passen als ein Nachholtermin im Mai?

tik Siegen. „Die Bühne verstaubte, der Vorhang schwieg.“ So fasste der Kabarettist und Erfinder der Show, Guido Fliege, die letzten beiden Jahre zusammen. Die Corona-Pandemie hat auch die Kulturbranche hart getroffen. Somit war „Kartoffelfreuden im Nebelland“ auch eine Art Befreiungsschlag für die teilnehmenden Künstler/-innen. Ein Gefühl, das Guido Fliege schon in den ersten Minuten der Show zum Ausdruck brachte: „Mein Gott, es fühlt sich so gut an.“

Aufblasbarer Schneemann

Eigentlich sollte die Show im Dezember 2021 stattfinden. Aber wegen des Lockdowns musste die kultige Weihnachtsshow verschoben werden. Doch was könnte besser zu dem schrägen und wundervoll albernen Charakter der Veranstaltung passen als ein Nachholtermin im Mai? Wer am Anfang vielleicht noch skeptisch war, ob bei den jetzigen frühsommerlichen Temperaturen Weihnachtsstimmung aufkommen könne, der begegnete beim Bühnendekor einem riesigen, aufblasbaren Schneemann.
Und selbst die hartnäckigsten Zweifler dürften durch die Kostümauswahl von Guido Fliege überzeugt worden sein: Er trat unter anderem als Engel und Tannenbaum auf.

Irrwitziges Gedankenexperiment

Dass Weihnachten auch über den Kreis Siegen-Wittgenstein hinaus bekannt ist, bewies Radio-Moderator und Poetry-Slammer Tobias Beitzel. Einige Seitenhiebe und Querelen über Siegen beziehungsweise Wittgenstein zwischen Beitzel und Moderator Fliege durften natürlich nicht fehlen. In seinem Text analysierte Beitzel die wesentlichen Beweggründe, die eine Dorfgemeinschaft dazu bewegen könnten, einen Weihnachtsmarkt zu veranstalten. Seine These: der Genuss alkoholischer Getränke spielt eine Rolle. Sein zweiter Text begann mit weihnachtlichen Traditionen und entwickelte sich – wie könnte es anders sein? – zu einem irrwitzigen Gedankenexperiment darüber, wie er mit der Frau des ehemaligen Skispringers Roar Ljøkelsøy eine Beziehung eingehe.

Weihnachtliche Stimmung

Auch weihnachtliche Musik durfte an diesem Abend im Kulturhaus Lÿz nicht fehlen. Die Sängerin Lena Plata brachte den buchstäblichen Rock in das Lied „Schneeflöckchen, Weißröckchen“, indem sie es zu der ikonischen Melodie von „Whats-up“ von den 4 Non Blondes performte.
Ganz klassisch, aber ungemein gefühlvoll sang Kristina Wilmes den Song „The Rose“ von Bette Midler. Doch sie war nicht allein. Wundervoll ergänzt wurde sie von Kabarettist Sebastian Burbach am Klavier und den Stimmen des Männergesangsvereins Einigkeit Herzhausen.
Noch mehr vor- vor- vorweihnachtliche Stimmung brachten die Tanzeinlagen der ATG Alchen und der Gruppe Les Femmes Fatales. Das vielseitige Programm bot aber auch denen etwas, denen das Christkind noch nicht den Sinn für Lametta und Tannenbaum eingehaucht hatte.

Unterhaltung und ein guter Zweck

Robin Husch trat als „Phantom der Oper“ auf und hatte neben Wortwitzen auch Zauberkunst zu bieten. Florian Simbeck, bekannt geworden durch das Comedy Duo „Erkan und Stefan“, sprach über die Freuden und die Unfreuden des Familienvater- und Hundebesitzerseins. Sein Tipp: sich häufiger mal an seinen Kindern rächen. Zum Beispiel die Nutella-Brote in Hundekotbeutel einpacken.
Auch musikalisch gab es nicht-weihnachtsbezogene Highlights. So brachte Sänger Joi Dreisbach, zusammen mit Steven Hild am Klavier, mit Musik aus dem Musical-Film „The Commitments“ Soul zum Mitklatschen und -stampfen auf die Bühne.
Der nachweihnachtliche und fast schon wieder vorweihnachtliche Abend spendete nicht nur Unterhaltung, er diente auch einem guten Zweck. Alle Einnahmen gehen an die Aktion Lichtblicke, die Kindern und Familien in Not hilft.

Autor:

Redaktion Kultur

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