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Kulturelles Leitbild für Kreis Siegen-Wittgenstein diskutiert
KulturPur und Lÿz - quo vadis?

Machten bei KulturPur 2019 Spaß: Les Dodos. Die lustigen Tiere samt Reiter waren Teil des Familienprogramms, mit dem die KulturPur-Macher seit Jahren ein vieltausendköpfiges Publikum anziehen.
  • Machten bei KulturPur 2019 Spaß: Les Dodos. Die lustigen Tiere samt Reiter waren Teil des Familienprogramms, mit dem die KulturPur-Macher seit Jahren ein vieltausendköpfiges Publikum anziehen.
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ciu Siegen. Zurückgestellt hat der Kulturausschuss des Kreises Siegen-Wittgenstein in seiner Sitzung am Montag zunächst eine Empfehlung für ein „Kulturelles Leitbild“.
Kulturbüro als Dreh- und Angelpunkt
Der Grund: Zum einen war offenbar ein wichtiger Passus zur Philharmonie Südwestfalen redaktionell auf der Strecke geblieben, zum anderen vermissten einige Ausschussmitglieder Hinweise auf zukunftsorientierte Maßnahmen (obschon die Politik selbst aktiv in den Entwicklungsprozess eingebunden war), und in der Bestandsaufnahme fehlten die Blechbläser.

ciu Siegen. Zurückgestellt hat der Kulturausschuss des Kreises Siegen-Wittgenstein in seiner Sitzung am Montag zunächst eine Empfehlung für ein „Kulturelles Leitbild“.

Kulturbüro als Dreh- und Angelpunkt

Der Grund: Zum einen war offenbar ein wichtiger Passus zur Philharmonie Südwestfalen redaktionell auf der Strecke geblieben, zum anderen vermissten einige Ausschussmitglieder Hinweise auf zukunftsorientierte Maßnahmen (obschon die Politik selbst aktiv in den Entwicklungsprozess eingebunden war), und in der Bestandsaufnahme fehlten die Blechbläser. Hier soll nun, mit dem Vorschlag von Ausschussvorsitzendem Winfried Schwarz erklärten sich schließlich alle einverstanden, noch einmal nachgebessert werden, um dann im frühen Frühjahr 2020 das Leitbild im Kreistag zur Abstimmung stellen zu können.Inhaltlich diskutierte der Ausschuss, angeregt von einigen zugespitzt formulierten Hinweisen des Christdemokraten Hermann-Josef Droege, zum Teil flankiert vom sachkundigen Bürger Wolfgang Suttner (ehemals Kreiskulturreferent), einige Themen an.

"Die Leute wollen KulturPur!"

Beispiel KulturPur: Hier sei zu beobachten, dass es im Umfeld der Region einige neue große Festivals gebe bzw. geben werde – wie das „Biggesee-Open-Air“ im Juni 2020 (u.a. mit Mark Forster und Silbermond), wie das „Bergbeats“-Festival auf der Hohen Bracht bei Lennestadt, wie das „Bautz-Festival“ im Lüdenscheider Stadion am Nattenberg. Die Frage sei, wo das eigene Festival stehe und wo es hinwolle/-solle. An dieser Stelle hob Holger Glasmachers, Vorsitzender des Kulturrings Siegen-Wittgenstein und Kulturamtsleiter der Stadt Kreuztal, durchaus mahnend den Zeigefinger: Man solle sich hüten, das eigene Festival kaputt zu reden. „Die Leute wollen KulturPur!“ Was Dietmar Harsveldt, im großen Stil agierender Campingplatz-Betreiber aus dem Ruhrgebiet, an der Bigge plane, so Glasmachers, sei schon von der Größenordnung (mit bis zu 20 000 Besuchern) ganz anders als KulturPur, sei ein kommerzielles Event, während KulturPur zu einem großen Teil auch von der öffentlichen Hand getragen werde, damit auf ein viel breiteres Publikum (Stichworte: Familienfreundlichkeit) ziele und, wie Landrat Andreas Müller ergänzte, auch einen anderen inhaltlichen Anspruch habe.

Braucht der Kreis das Lÿz?

Beispiel Lÿz: „Ist es die Aufgabe des Kreises, ein Lÿz zu unterhalten?“, fragte Hermann-Josef Droege an. Es seien doch in der Region „Lücken gefüllt“. Diese Frage, hieß es aus der CDU, müsse man zumindest diskutieren. Eine erste Antwort gab Andreas Müller mit dem Hinweis, dass das Lÿz zwar auch Spielstätte für professionelle (Klein-)Kunst sei, aber doch zu rund 60 Prozent zunächst den lokalen Akteuren eine Plattform, ein professionelles Umfeld biete. Unter einem Dach könnten Produktionen von der Idee bis zur Aufführung entstehen; dass der neue Probenraum bereits rege genutzt wird (u. a. zuletzt auch vom Apollo-Theater), hatte stellv. Kulturbüro-Leiter Patrick Zöller bereits im Bericht der Verwaltung erwähnt.

Absprachen mit Apollo via Kulturring

Beispiel Apollo: Hier, so Droege, sei immer wieder zu hören, dass das Siegener Theater mit seiner Sogwirkung die Arbeit der Kulturgemeinden in den anderen Kommunen erschwere, die Spielplan-Abstimmung nicht immer gelinge. Dem widersprach Kulturring-Vorsitzender Glasmachers zumindest in Teilen. Inzwischen wüssten alle Verantwortlichen, dass das Apollo bereit sei, das jeweilige „Prä“ der Kulturgemeinden zu akzeptieren, nur müssten diese tatsächlich zum verabredeten Zeitpunkt ihre Ansprüche/Wünsche anmelden bzw. dann auch an den Sitzungen des Kulturrings teilnehmen.

Autor:

Claudia Irle-Utsch (Redakteurin) aus Siegen

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