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Ausstellung und Performance in der „Manege“
Kunst muss einfach da sein!

Die Arbeiten von Mirjam Elburn und Veronika Simmering sind in der „Manege“ (Sandstraße 20, Siegen) noch bis Ende Dezember zu sehen.
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  • Die Arbeiten von Mirjam Elburn und Veronika Simmering sind in der „Manege“ (Sandstraße 20, Siegen) noch bis Ende Dezember zu sehen.
  • Foto: Emma Svea Schmidt
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ess - Demonstration, Ausstellung, Performance: Kunst macht menschlich, Kunst ist menschlich.
ess Siegen.  „Dies ist eine Demonstration. Wir demonstrieren, dass Kunst möglich ist.“ So begann Künstlerin und Aktivistin Lisa Tschorn ihre Kundgebung am Freitagabend am ehemaligen Möbelhaus Wonnemann an der Siegener Sandstraße. Kunst müsse nicht immer Sinn ergeben, sondern manchmal einfach nur da sein; doch Kunst an den Mann und an die Frau zu bringen, ist zu Corona-Zeiten gar nicht so einfach.
Experimentelles Kunst-Schaufenser "Manege"Corona zum Trotz startete vor einigen Monaten das experimentelle Schaufenster „Manege“ an der Sandstraße in Siegen, das jungen Künstlern und Künstlerinnen die Möglichkeit gibt, ihre Kunst auch unter Pandemiebedingungen der Öffentlichkeit zu präsentieren.

ess - Demonstration, Ausstellung, Performance: Kunst macht menschlich, Kunst ist menschlich.
ess Siegen.  „Dies ist eine Demonstration. Wir demonstrieren, dass Kunst möglich ist.“ So begann Künstlerin und Aktivistin Lisa Tschorn ihre Kundgebung am Freitagabend am ehemaligen Möbelhaus Wonnemann an der Siegener Sandstraße. Kunst müsse nicht immer Sinn ergeben, sondern manchmal einfach nur da sein; doch Kunst an den Mann und an die Frau zu bringen, ist zu Corona-Zeiten gar nicht so einfach.

Experimentelles Kunst-Schaufenser "Manege"

Corona zum Trotz startete vor einigen Monaten das experimentelle Schaufenster „Manege“ an der Sandstraße in Siegen, das jungen Künstlern und Künstlerinnen die Möglichkeit gibt, ihre Kunst auch unter Pandemiebedingungen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Am Freitagabend eröffnete die Ausstellung „How To Feel Human“ von Mirjam Elburn und Veronika Simmering, welche spielerisch die Schnittstelle von Körper und Objekt zu greifen versucht.
Die vier Leinwände zeigen absonderliche Konstrukte, die sich weder der einen noch der anderen Kategorie zuordnen lassen, weder Körper noch Objekt sind, und skurril und doch vertraut wirken: Körperlose Finger, die anmutig nach dem Besucher greifen, haarige Luftballons und eine rasselförmig Gestalt, aus deren Augen Tränen in Wurstform tröpfeln.

Einsamkeit performtiv dargestellt

Neben der theatralisch inszenierten Kundgebung von Lisa Tschorn fand außerdem eine künstlerische Performance im hinteren Schaufenster statt. Johanna Dörr und Jana Velasquez Zuñiga sind sich nah und doch so fern. Die beiden Künstlerinnen wandeln umher in einem Labyrinth aus Leinentüchern und Leuchten, das für einen Abend ihre Bühne sein wird. Sie interagieren nicht miteinander, jede erkundet mit schnellen Schritten immer und immer wieder die selbe Route. Und falls sie sich doch mal begegnen, kommen sie kurz ins Stocken und treten dann den Rückzug an.
Kommentiert wird das Ganze nicht, doch es liegt nah, dass die Performance der beiden Kunststudentinnen das zum Ausdruck bringt, was momentan alle fühlen, jedoch angesichts scheinbar wichtigerer Probleme zu verdrängen versuchen: „Wir fühlen uns einsam.“ Die beste Freundin umarmen, das erste Date im Restaurant; diese alltäglichen Dinge sind plötzlich zu etwas Illegalem, Gefährlichem mutiert. Wird es bald besser werden?
Die beiden Künstlerinnen geben einen eher pessimistischen Ausblick. Die Lampen im Labyrinth werden ausgeknipst und die Leinentücher   wehen wie Geister im Nichts …
Die Ausstellung „How To Feel Human” kann noch bis Ende Dezember auf der Sandstraße 20 in Siegen vom Gehweg aus „besichtigt“ werden. Ein kurzes Vorbeischauen lohnt sich, denn trotz der räumlichen Brevität regen die Bilder und Videos zum Denken an.
Emma Svea Schmidt

Die Arbeiten von Mirjam Elburn und Veronika Simmering sind in der „Manege“ (Sandstraße 20, Siegen) noch bis Ende Dezember zu sehen.
„How To Feel Human“: Oder macht die „kunstlose“ Corona-Zeit uns zu „Schatten unserer selbst“? In einer Performance thematisierten das Johanna Dörr und Jana Velasquez Zuñiga am Freitagabend.
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Redaktion Kultur

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