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Philharmonie Südwestfalen: Bauvoranfrage für "Haus der Musik" (aktualisiert)
Langzeitprojekt mit hoher Priorität

Der einstige Spielplatz verwaist, das ehemalige Kita-Gebäude geräumt – das Areal an der Oranienstraße harrt der Dinge, die da kommen sollen: des Baus eines neuen Probenhauses für die Philharmonie Südwestfalen.
  • Der einstige Spielplatz verwaist, das ehemalige Kita-Gebäude geräumt – das Areal an der Oranienstraße harrt der Dinge, die da kommen sollen: des Baus eines neuen Probenhauses für die Philharmonie Südwestfalen.
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ciu Siegen. Gut’ Ding braucht Weile – doch nun scheint Eile geboten. In der ersten März-Woche soll der Stiftungsrat der Philharmonie Südwestfalen tagen, um das Langzeitprojekt „Haus der Musik“ in Siegen sehr konkret auf den Weg zu bringen. Eine entsprechende Bauvoranfrage liegt der städtischen Bauaufsicht vor und soll in den nächsten Wochen offenbar mit hoher Priorität bearbeitet werden.
Probenhaus für Philharmonie SüdwestfalenZur Erinnerung: Die als Bauherrin fungierende Stiftung Philharmonie Südwestfalen möchte an der Oranienstraße in Siegen ein Probenhaus für das noch in Hilchenbach ansässige Orchester errichten.

ciu Siegen. Gut’ Ding braucht Weile – doch nun scheint Eile geboten. In der ersten März-Woche soll der Stiftungsrat der Philharmonie Südwestfalen tagen, um das Langzeitprojekt „Haus der Musik“ in Siegen sehr konkret auf den Weg zu bringen. Eine entsprechende Bauvoranfrage liegt der städtischen Bauaufsicht vor und soll in den nächsten Wochen offenbar mit hoher Priorität bearbeitet werden.

Probenhaus für Philharmonie Südwestfalen

Zur Erinnerung: Die als Bauherrin fungierende Stiftung Philharmonie Südwestfalen möchte an der Oranienstraße in Siegen ein Probenhaus für das noch in Hilchenbach ansässige Orchester errichten. Zunächst geplant neben der Kindertagesstätte (Kita) des Christofferwerks, nun – da ein akustisches Gutachten den Bedarf eines gesteigerten Bauvolumens formulierte und die Stadt Siegen auf dem Rolandgelände am Lohgraben eine Ausweichstätte für die Kinder-Einrichtung gefunden hat – auf dem gesamten Areal zwischen Löhrtor-Gymnasium und dem Komplex aus Eigentumswohnungen zur anderen Seite. Mit größeren Abstandsflächen lässt sich das Philharmonie-Zuhause auch höher bauen, und es gibt auch Platz für notwendige Parkflächen. Zur Weiß hin könne das Haus recht weit reichen, freilich mit einem Sicherheitsstreifen aus Hochwasserschutzgründen, heißt es aus dem Rathaus.

Grundstückshandel wird vorbereitet

Wird die Bauvoranfrage positiv beschieden, kann auch der Grundstücks(ver)kauf erfolgen. Solches, sagte Siegens Bürgermeister Steffen Mues auf SZ-Anfrage, plane die Stadt im Paket – sie verkauft das Gelände an der Oranienstraße an die Philharmonie-Stiftung und erwirbt oder pachtet am Lohgraben Grund und Boden für die neue Kindertagesstätte. Dort ist das Areal im Besitz eines Unternehmens der Quast-Gruppe. Beim Bau des Philharmonie-Hauses agiert eine Arge der heimischen Unternehmen Runkel, Hundhausen und Quast Fertigbau.

Finanzierung ist gesichert

Gesichert ist, das ließ Wilfried Groos, Vorstandsvorsitzender der Philharmonie-Stiftung, bereits im September in einer Pressemitteilung verlauten, die Finanzierung des „Hauses der Musik“ – 15 Mill. Euro, die sich aus Mitteln der Stiftung (5 Mill. Euro) und weiteren Zustiftungen und Spenden (rund 10 Mill. Euro) ergeben. Die städtischen Pläne, auf dem Rolandgelände zusätzlich ein Wohnheim für Studierende zu bauen, sind vom Tisch – spätestens seit klar ist, dass dort, wie bereits ausführlich berichtet, die Freie christliche Schule eine weitere, zweizügige Grundschule bauen möchte.

Bombenlast im Erdreich?

Im Zuge der Bauvorhabens „Haus der Musik“ prüft die Stadt standardmäßig auch, ob auf dem Gelände an der Oranienstraße Altlasten (hier ist die Umweltabteilung zuständig) und Kampfmittel zu finden sind. Eine Überprüfung auf eine vermutete Bombenlast, so die Stadt Siegen, sei aktuell nicht angeordnet. Im Baugenehmigungsverfahren sei der Grundstückeigentümer dann selbstverständlich gehalten, mit dem Ordnungsamt in Kontakt zu treten und einen Antrag auf Luftbild-Überprüfung zu stellen, "sofern dies noch nicht erfolgt ist". Sollten diese Bilder nicht aussagekräftig sein bzw. einen Verdacht auf Kampfmittel im Boden nicht ausräumen, werde die Ordnungsverwaltung weitere Schritte zur Überprüfung anordnen.

Autor:

Claudia Irle-Utsch (Redakteurin) aus Siegen

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