SZ

Sänger Thomas Rüsche über CD „Heal“ der Siegerlander Band Wishless
„Lieder müssen kommen“

Die Band Wishless hat ihr drittes Album veröffentlicht: „Heal“. Im Bild v. l.: Felix Graf (Drums), Daniel Noriely (Leadgitarre), Thomas Rüsche (Gesang), Daniel Luscher (Keyboard/Piano) und Steffen Jacobs (Rhythmusgitarre).
  • Die Band Wishless hat ihr drittes Album veröffentlicht: „Heal“. Im Bild v. l.: Felix Graf (Drums), Daniel Noriely (Leadgitarre), Thomas Rüsche (Gesang), Daniel Luscher (Keyboard/Piano) und Steffen Jacobs (Rhythmusgitarre).
  • Foto: Band
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

fb Siegen/Burbach. Thomas Rüsche ist die Begeisterung durch den Telefonhörer anzuhören, wenn er über das neue Album seiner Band spricht. Er ist Sänger der Siegerländer Gruppe Wishless, die jetzt mit „Heal“ ihr drittes Studioalbum herausgebracht hat. Die Band wartet auf der Platte mit zehn neuen Songs auf, die von den gewöhnten Rockklängen der Gruppe bis zu eher poppigen Balladen reichen (vgl. CD-Kritik weiter unten).„Es war ziemlich viel Kleinarbeit. Das war intensiv, aber insgesamt super und hat viel Spaß gemacht“, so Thomas Rüsche über die Arbeit an dem Album. Fünf Jahre sind vergangen seit „Isn’t It Enough“, dem zweiten Album.
Produziert und aufgenommen hat die Gruppe ihr drittes Werk in den Burbacher Dola Studios mit dem Musiker und Produzenten Bino Dola.

fb Siegen/Burbach. Thomas Rüsche ist die Begeisterung durch den Telefonhörer anzuhören, wenn er über das neue Album seiner Band spricht. Er ist Sänger der Siegerländer Gruppe Wishless, die jetzt mit „Heal“ ihr drittes Studioalbum herausgebracht hat. Die Band wartet auf der Platte mit zehn neuen Songs auf, die von den gewöhnten Rockklängen der Gruppe bis zu eher poppigen Balladen reichen (vgl. CD-Kritik weiter unten).„Es war ziemlich viel Kleinarbeit. Das war intensiv, aber insgesamt super und hat viel Spaß gemacht“, so Thomas Rüsche über die Arbeit an dem Album. Fünf Jahre sind vergangen seit „Isn’t It Enough“, dem zweiten Album.
Produziert und aufgenommen hat die Gruppe ihr drittes Werk in den Burbacher Dola Studios mit dem Musiker und Produzenten Bino Dola. „Es war großes Glück, dass wir mit Bino bei dem Album zusammenarbeiten konnten“, erklärt Rüsche im Gespräch mit der SZ-Kulturredaktion. „Wir verstehen uns alle sehr gut.“ Besonders schön sei es gewesen, dass es viel gegenseitige Unterstützung gegeben habe: „Wir hatten eine Idee und haben dann vieles ausprobiert.“

Band tüftelt zusammen an den Songs

Die meisten der Stücke stammen aus der Feder des Sängers, doch er freue sich sehr, dass die Band zusammen an den Songs tüftle. So zum Beispiel am zweiten Stück des Albums. „,Rewind‘ ist auch deshalb cool, weil wir eng zusammengearbeitet haben. Jeder hat seinen eigenen Stil. Das hört man dann auch, es hat einen ,bandigeren‘ Klang“, so Thomas Rüsche. „Lieder müssen kommen, finde ich, die schreibt man nicht einfach runter“, sagt er. Ein Beispiel dafür ist Nummer drei des Albums: „As Lovely As Strange“. „Das Lied ist vor über zehn Jahren entstanden, aber es hat immer ein Refrain gefehlt. Der ist dann aufgetaucht und hat gut gepasst. Wobei das schon lange gedauert hat“, sagt Rüsche lachend.
Es scheint, als hätte die Band an alles gedacht – auch das Cover sei eng mit den Liedern verknüpft. Zehn farblich und motivisch gestaltete Streifen sind darauf horizontal übereinander gestapelt. Jeder Abschnitt stehe dabei für einen konkreten Song. Struktur, Farbe und Musik ergäben so ein gemeinsames Bild.
Genauso habe auch jedes Instrument seinen ganz speziellen Platz, erläutert Rüsche am Beispiel des Titels „Rain“. Manchmal funktioniere ein Lied auch gut über die leeren Passagen, sodass jedes Instrument „mehr Luft bekomme“. „Wir ballern das nicht einfach mit Instrumenten zu“, sagt er.
Rüsche selbst wohnt in Bonn, die Band probe aber nach wie vor in Siegen. Es gebe viele musikinteressierte Leute in der Krönchenstadt, daher sei es immer schön, dort aufzutreten. Generell wolle die Band im Sommer und Herbst in Sachen Live-Auftritte „Gas geben“. Geplant sei schon ein Auftritt auf dem Siegener Stadtfest im August. Weitere Informationen zum Album und Konzerten gibt es auf der Website www.wishless.net.

CD-Kritik: Wishless: „Heal“

Von deftigem Rock bis zu sanfteren Balladen: Die Siegener Rockband Wishless hat auf ihrem neuen Album „Heal“ alles dabei. Der Einstieg mit dem kräftigem Rocksong „Tower“ verleitet den Hörer mindestens, rhythmisch mit dem Fuß zu wippen, aber eher schon, den Song in Dauerschleife zu stellen. Der Ohrwurm ist sowieso garantiert. Mit anderen Liedern wie „Break My Love“ oder „Way More Harder“ bleibt die Gruppe ihrem Ruf als Rockband treu, kann aber gleichzeitig mit „Drying Out“ oder „Rain“ Balladen auffahren, die den Zuhörer eher zum sanften Tanz einladen als abzugehen. Während die Mitte des Albums so von eher ruhigeren Rhythmen geprägt ist, bilden die kräftigeren, mit mehr Wucht ausgestatteten Nummern den Rahmen. Nach fünf Jahren präsentieren Wishless zehn neue Titel, die zwar nicht alle so ohrwurmtauglich wie „Tower“ sind, aber zum Mitsingen animieren. Eine Besonderheit ist der letzte Song „For A While“. Geschrieben von Jan Kalter und mit eindeutiger Country-Ausrichtung versehen, überrascht der ungewohnte Sound, führt aber zu einem eindrucksvollem Ende des Albums (danach folgen noch vier ältere remasterte Tracks). Wer auf viel Rock gehofft hatte, wird vielleicht enttäuscht, da ein großer Teil des Albums von eher poppigen Balladen eingenommen wird, die aber in ihrem musikalischem Anspruch den härteren Nummern in nichts nachstehen. Trotzdem wäre mehr Rock, der eindeutig besser funktioniert, schöner gewesen. fb

Autor:

Florian Broda

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