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Spiel mit der Zeit im Bruchwerk-Theater
Liederabend 1.0

Das Körber-Staubach-Süß-Trio setzte im Multimedialen Musiktheater Zeit, Flüchtigkeit und Nähe in Szene.
  • Das Körber-Staubach-Süß-Trio setzte im Multimedialen Musiktheater Zeit, Flüchtigkeit und Nähe in Szene.
  • Foto: Bruchwerk-Theater
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ess Siegen. Kontaktbeschränkungen und Ausgehverbote sind nicht gerade förderlich für das Entstehen neuer Freundschaften. Trotz dieser erschwerenden Umstände hat das musikalisch-künstlerische Trio bestehend aus Sophia Körber (Gesang), Franziska Staubach (Klavier) und Lara Süß (Performance) inmitten der Coronapandemie zueinander gefunden.
Sie seien zwar in ihrer künstlerischen Entfaltung gebremst worden, beklagte Körber, die Stilllegung der Kunst- und Kulturszene habe aber auch Vorteile bieten können. So konnte das Trio unbeirrt von Fristen und Stichtagen über Monate hinweg an seinem multimedialen Liederabend tüfteln, der am Samstag auf der Bühne des Bruchwerk-Theaters Premiere hatte.
Wie erlebt man Zeit?Der „Liederabend 1.

ess Siegen. Kontaktbeschränkungen und Ausgehverbote sind nicht gerade förderlich für das Entstehen neuer Freundschaften. Trotz dieser erschwerenden Umstände hat das musikalisch-künstlerische Trio bestehend aus Sophia Körber (Gesang), Franziska Staubach (Klavier) und Lara Süß (Performance) inmitten der Coronapandemie zueinander gefunden.
Sie seien zwar in ihrer künstlerischen Entfaltung gebremst worden, beklagte Körber, die Stilllegung der Kunst- und Kulturszene habe aber auch Vorteile bieten können. So konnte das Trio unbeirrt von Fristen und Stichtagen über Monate hinweg an seinem multimedialen Liederabend tüfteln, der am Samstag auf der Bühne des Bruchwerk-Theaters Premiere hatte.

Wie erlebt man Zeit?

Der „Liederabend 1.0“ nahm sich den Zyklus  der Zeit vor, mit dem Schwerpunkt auf Altern, Vergänglichkeit, Tod. Motive, die sich als omnipräsente Themen durch die  Musikgeschichte ziehen und von Künstlern der Vergangenheit und Gegenwart gleichermaßen bearbeitet wurden. Denn das, was in Gesprächen tabuisiert ist, wird zum Nährboden künstlerischer Impulse.

Musik wirft Zeit- und Lebensfragen auf

Mit ihrer musikalischen Performance pflanzten die drei Damen schwierige Fragestellungen in die Köpfe der Anwesenden: Existiert Zeit außerhalb der menschlichen Wahrnehmungen, gibt es ein Leben nach dem Tod, können wir noch mal ins Gestern zurück? Musikalische Antworten (oder weitere Fragen) fanden die Musikerinnen performend bei Schubert oder auch bei modernen Künstlern wie Moritz Eggert.
Es schwirren unheilvolle, düstere Töne durch den Veranstaltungssaal, bevor Sophia Körbers glasklare Stimme mit Mozarts „Abendempfindung“ die Stille durchbricht. Auf der Bühne stehen umgekippte Stühle, Lara Süß rauft sich die Haare, das Metronom als Takt der Zeit erklingt unheimlich, und auf eine Leinwand werden Bilder von Menschen projiziert, die sich in unterschiedlichen Stadien ihres Lebens befinden.

Zeit- und Raumerfahrung plastisch vor Augen geführt

Der Abend schien in viele heterogene Fragmente zu zerfallen; die Künstlerinnen befanden sich entgegen tradierter Sehgewohnheiten an unterschiedlichen Stellen im Raum. Und trotzdem war die Vertrautheit der drei Frauen spürbar. Erst durch das räumliche Getrenntsein werde man nämlich empfänglich für die zwischenmenschliche Verbundenheit, die sich  nicht nur in der physischen Nähe manifestiere, so das einhellige Fazit der Künstlerinnen beim anschließenden Gespräch.

Multimedialer Liederabend 2.0 folgt

Das Trio habe in der Experimentierphase die Grenzen des gemeinsamen Musizierens ausgetestet und in unterschiedlichen Räumen geprobt. Aufgeführt wurde in einem. – Der Liederabend war Teil einer zweiteiligen Serie im Bruchwerk-Theater. Am Donnerstag, 24. Juni, steht das Körber-Staubach-Süß-Trio erneut auf der Bühne und setzt sich mit dem Verlauf von Biographien auseinander. – Im Stream ist dieser Abend übrigens nicht verfügbar. Die Performance war, wie auch das Leben, von flüchtiger Dauer.
Emma Svea Schmidt

Autor:

Redaktion Kultur

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