Jule Sammartino zeigt „Do/Don’t“ beim Urban Art Festival
„Mach einfach!“

Im ehemaligen Friseursalon im Siegener Herrengarten zeigt die Siegener Künstlerin Jule Sammartino ihre Installation „Do/Don’t“ – ab Freitagabend, 20 Uhr.
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  • Im ehemaligen Friseursalon im Siegener Herrengarten zeigt die Siegener Künstlerin Jule Sammartino ihre Installation „Do/Don’t“ – ab Freitagabend, 20 Uhr.
  • Foto: Regine Wenzel
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sz/zel Siegen. Mit der Ausstellung „Do/Don’t“, zu sehen ab diesem Freitagabend, 20 Uhr, im Schaufenster des ehemaligen Friseursalons am Herrengarten, nimmt Kultur Siegen gemeinsam mit der Siegener Künstlerin Jule Sammartino die nächste Etappe des Urban Art Festivals „Out And About“ . Es handelt sich um die erste von fünf Schaufensterausstellungen, die im Corona-Modus zu betrachten sind. Das heißt: Das Publikum flaniert an der Ausstellung entlang und betritt den Raum nicht.

Werbesprüche im neuen Umfeld

 „Do Its“ nennt Jule Sammartino englischsprachige Werbesprüche, die sie auf Werbetafeln und in der Presse findet und in verschiedenen künstlerischen Zusammenhängen verwertet. Die Künstlerin sammelt diese Werbebotschaften seit rund 20 Jahren, angefangen hat sie damit in London.
Die Slogans eint, dass sie im Imperativ formuliert sind. Sie haben einen starken Aufforderungs-, ja Befehlscharakter und übermitteln Anweisungen wie „Find New Friends“ (Marlboro), „Live A Little“ (Esprit), „Move Now“ (Volvo), „Make.Believe“ (Sony) oder „Stretch Your Mind“ (Kunstmuseum Liechtenstein). Aus dem Zusammenhang genommen spielt die korrekte Definition im neuen (künstlerischen) Kontext in der Schaufensterausstellung keine Rolle mehr. Die Handlungsanweisungen können isoliert betrachtet und interpretiert werden.
Intention der Künstlerin ist, dass durch die Irritation eine Idee konkreter alltagstauglicher Poesie im Kopf des Betrachters bleibt und als anregender Gedanke – transformiert in eine individuelle Lebensphilosophie – mit nach Hause genommen wird, wie die städtische Kulturabteilung Kultur Siegen mitteilt.
„Just Do It“ (Nike) könne zum Beispiel zu einer Aufforderung werden, sagt Sammartino, jetzt endlich mal Sachen zu tun, die man schon lange vorhatte, aber die noch auf ihre Umsetzung warten: „Mach einfach!“ – gerade jetzt, in diesen Zeiten.

Alter Salon mit neuer Aufgabe

Die Installation in dem leerstehenden, von allen Seiten einsehbaren ehemaligen Friseursalon soll eine „Moving Message“, eine elektronische Werbeaufschrift, enthalten, mit der die Künstlerin die „Do Its“ zwar wieder an den Ursprung (= Werbung) zurückführt, sie aber in einen neuen Kontext überführt. Ein Slogan folgt dem nächsten in rascher Reihenfolge, projiziert auf eine weiße, quer durch den Laden gespannte Fadengardine, die eine leichte Brechung der Schrift hervorruft und den ansonsten leeren Raum atmosphärischer erscheinen lässt.
Im Fenster sollen die Slogans schnell hintereinander auf Laufbändern laufen, die Botschaften auf den weißen Fadenvorhängen sollen etwas länger stehen bleiben, ein, zwei Minuten vielleicht. Die Ausstellung läuft bis zum 19. Juli.
Zeitgleich mit „Do/Don’t“ zu sehen sind an der Fassade des Gebäudes Herrengarten die Installation „Color-Blocking“ und das Wandgemälde „re:form solidarity“ – Projekte, die schon früher im Rahmen des Urban Art Festivals „Out And About“ realisiert wurden (wir berichteten).

Urban Art Festival –Jule Sammartino: „Do/Don’t“. Ab Freitag, 20 Uhr, bis 19. Juli, leerstehender Friseursalon im Gebäudekomplex Herrengarten, Siegen.

Im ehemaligen Friseursalon im Siegener Herrengarten zeigt die Siegener Künstlerin Jule Sammartino ihre Installation „Do/Don’t“ – ab Freitagabend, 20 Uhr.
Die Werbeslogans, die Jule Sammartino sammelt, sollen in neuem Kontext über ihre ursprüngliche Bedeutung hinausweisen.
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Redaktion Kultur

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