Apollo-Theater: Platzreduzierung aufwendig
Meist mit Verständnis reagiert

Durch die coronabedingte Reduzierung der Besucherzahlen muss das Siegener Apollo-Theater auf neue Herausforderungen in Sachen Platzbelegung reagieren.
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  • Foto: Alexander W. Weiß
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

pebe/sz Siegen. Die aktuelle Entwicklung im Kreis Siegen-Wittgenstein macht auch vor dem Apollo-Theater nicht halt. Die erste Konsequenz nach den verschärften Regeln des Kreises war, wie berichtet, die Reduzierung der Zuschauerplätze von gut 350 auf 100 für die laufenden Vorstellungen mit Dieter Hallervorden in „Gottes Lebenslauf“.
Aufgrund der Erfahrungen mit der Premiere am Mittwochabend (s. gesonderten Artikel) teilt dazu das Apollo mit: „Die Premiere von ,Gottes Lebenslauf’ war an der Kasse ausverkauft, jedoch blieben einige Plätze leer, weil die Karteninhaber nicht gekommen sind. Kurzentschlossene, die abends noch ihr Glück versuchen, haben also eine gute Chance, im Nacheinlass doch noch in die Aufführung zu kommen. Für Darsteller und Besucher ist es aber wesentlich angenehmer, wenn wenigstens die 100 offenen Plätze wirklich besetzt sind.“

Zusatztermine am Ende der Spielzeit

Zur Nachfrage der SZ, wie denn die „Auswahl“ der Karteninhaber zu bewerkstelligen sei, teilte Pressesprecherin Adele von Bünau mit, theaterseitig habe man im Vorfeld kurzfristig versucht, die Abonnenten, aber auch die Kunden, die im Freiverkauf Karten reserviert und dazu ihre Kontaktdaten angegeben hätten, per Telefon, E-Mail oder Brief zu erreichen und zu informieren. Die Reduzierung des bereits eingegrenzten Platzangebots im Saal habe sich durch „Auszählen“ aufgrund der Abstandsvorgaben bewerkstelligen lassen. Diejenigen, die wegen der Platzbeschränkung jetzt nicht zum Theaterbesuch kommen dürften, könnten die Karten bei den geplanten Nachholaufführungen von Hallervorden am Ende der Spielzeit nutzen.

Große Verunsicherung unter den Besuchern

Bei der Hallervorden-Premiere habe dies gut funktioniert. Dennoch sei die Verunsicherung unter den Besuchern groß. Wer eine Karte habe, die diese Woche zum Theaterbesuch berechtigt, müsse sie nutzen, oder sie verfalle, so von Bünau weiter. Bis zwei Tage vor Veranstaltungsbeginn könne eine Karte an der Kasse gegen einen „Umtauschbon“ eingetauscht werden. Der sei für andere Veranstaltungen einsetzbar. Die meisten Besucher hätten mit Verständnis reagiert, sagte die Pressesprecherin. Alte Karten, die aus der alten Spielzeit übrig seien und wegen Ausfalls im Lockdown nicht genutzt werden konnten, seien übrigens als Gutscheine im Frühjahr einsetzbar.

Neue Bestimmen waren „ein worst case“

Schon im Frühjahr hätten auch etliche Besucher aus ihren Karten eine Spende (gegen Spendenbescheinigung) gemacht, ergänzte Apollo-Intendant Magnus Reitschuster auf Nachfrage. Er meinte, die neuen Bestimmungen des Kreises aufgrund des überschrittenen Sieben-Tage-Inzidenzwertes von 35 zwei Tage vor der Premiere seien „schon ein worst case“ gewesen. Aber man habe versucht, angemessen zu reagieren. Er dankte dem Publikum für sein Verständnis und betonte, das Theater werde zumindest versuchen, dass nach Möglichkeit keine Vorstellung ersatzlos ausfallen müsse.

Autor:

Peter Barden (Redakteur) aus Siegen

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