TV-Kritik "Tatort : Die Guten und die Bösen"
Menschliche Abgründe

Hannelore Elsner spielte die pensionierte Ermittlerin Elsa Bronski im Frankfurter "Tatort"  - eine ihrer letzten Rollen.
  • Hannelore Elsner spielte die pensionierte Ermittlerin Elsa Bronski im Frankfurter "Tatort" - eine ihrer letzten Rollen.
  • Foto: HR/Degeto
  • hochgeladen von Peter Barden (Redakteur)

dee Frankfurt/Main. Es war kein Krimi der klassisch-spannenden Sorte, der in diesem Tatort („Die Guten und die Bösen“, Sonntagabend im Ersten) erzählt wurde. Statt dessen gab es eine Auseinandersetzung mit Recht und Gerechtigkeit in Zeiten, in denen Gut und Böse nicht immer eindeutig sind, die Ziele verschwimmen und die Orientierung fehlt. Klar ist für die beiden Frankfurter Ermittler, die sich zu Anfang kollektiv einen hinter die Binde kippen, dass sie eigentlich zu den Guten gehören. Das sollte auch für den Kollegen Matzerath gelten, der ihnen einen Mord gestand an jenem Mann, der seine Frau vor Jahren vergewaltigt hatte. Seine Tat schien den Beamten nachvollziehbar, und sie bauten ihm gar Brücken für eine geringe Strafe.

Zweifelnde Ermittler

In den endlosen Korridoren eines baufälligen Frankfurter Bürokomplexes, Sinnbild für den maroden Polizeiapparat, war die Handlung angesiedelt, wo Hannelore Elsner ihre letzte Rolle spielen sollte. Sie verkörperte charismatisch die melancholische Kommissarin, die hier die Stellung hielt. Regisseurin Petra Wagner inszenierte mit vielen Pausen die nachdenkliche Geschichte um zweifelnde Ermittler, ohne viele Höhepunkte oder Überraschungen. Ausführliche Charaktere sorgten dabei am ehesten für Spannung, allen voran die der verstorbenen Frankfurterin Hannelore Elsner. Kein Krimi mit Spannung, dafür mit vielen menschlichen Abgründen und starken Darstellern.

Autor:

Redaktion Kultur

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