Vor dem DSDS-Halbfinale
Michelle weiß, was sie will

Sonniges Gemüt, sonnige Motive in der Wohnung: Michelle Patz hat sich ihre Wohnung im Ortsteil von Dietzhölztal selbst und sehr eigenwillig eingerichtet – und fühlt sich sichtlich wohl mit diesem Ausdruck ihrer selbst.
  • Sonniges Gemüt, sonnige Motive in der Wohnung: Michelle Patz hat sich ihre Wohnung im Ortsteil von Dietzhölztal selbst und sehr eigenwillig eingerichtet – und fühlt sich sichtlich wohl mit diesem Ausdruck ihrer selbst.
  • Foto: pebe
  • hochgeladen von Daniel Montanus (Redakteur)

pebe Dietzhölztal. Sie sitzt vor einer ganzen Wand voller abgestoßener, gebrauchter Schubladen: eine eigenwillige Tapete in in einer eigenwilligen Wohnung. Ob das all die Schubladen sind, in die sie nicht gesteckt werden will? Michelle stutzt einen Moment, dann lacht sie. „Das stimmt“, nickt sie. In Schubladen gesteckt, zu schnell festgelegt zu werden, mag sie nicht, auch wenn sie weiß, dass das immer wieder passiert – und desto mehr, je höher sie auf der Karriereleiter steigen sollte. An diesem Samstag könnte sie gleich einige Sprossen nehmen. Ihre Challenge: das Halbfinale der 18. Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“, das um 20.15 Uhr Uhr bei RTL live aus Duisburg ausgestrahlt wird. Die SZ sprach mit der 26-jährigen Dietzhölztalerin über sie selbst, ihre Wünsche und Vorlieben und ihren Alltag.

„Mein Alltag?“ wiederholt sie die entsprechende Frage: „Der ist im Lockdown ziemlich langweilig.“ Vorher sei sie noch mit zwei Bands unterwegs gewesen, aber das falle jetzt weg. Zurzeit arbeite sie als Bürokauffrau – „der Job zum Überleben“ –, mittlerweile auch im Homeoffice. Aber „wirklich spannend ist da nix“, grinst sie. Dazu kommt, dass sie sich bewusst einigelt, denn eine Infektion „könnte auch die Karriere kosten“. So sei sie viel mit ihren drei Katzen allein, „aber die halten mich auf Trab“.
Eigentlich hänge ihr Herz an der Kunst – und am sozialen Arbeiten. So habe sie schon in der Demenzbetreuung gearbeitet und in der Familienbetreuung, beides „unheimlich wichtig und gut“. Sie würde gern „in der Kunst bleiben und die am liebsten mit Sozialem verbinden“. Aber noch weit wichtiger wäre ihr, mit der Musik weiterzumachen, ergänzt die ausgebildete Schauspielerin, „wenn ich Musik machen könnte, dann wäre das alles für mich!“

Das Schauspielstudium hat „mir viel gebracht, weil es ein Charakterstudium war“, überlegt sie. Weil sie im Persönlichkeitstraining viel über sich gelernt habe, „ist mir so gut wie nichts peinlich“, und das zahle sich beim Singen und Bewegen vor der Kamera aus – auch wenn es „aufregend ist, weil ich da als ich selbst stehe und nicht in einer Rolle“.

Hat sie Hobbys? Michelle nippt an ihrem Kaffee („Ich liebe Kaffee!“) und nickt: Musik, Natur und – „du wirst es nicht glauben – Pflanzen vermehren“. Sie habe ein Herz für Pflanzen und freue sich über deren Kraft, leben zu wollen. Und: „Ich kann zwar nicht zeichnen, aber ich male gern.“ Was auch schon mal ins Handwerkliche übergeht, denn „Handwerkeln kann ich gut, wenn auch nicht professionell“. Damit zeigt sie stolz auf verschiedene Möbelstücke ihrer Wohnung, denen sie einen shabby chic „verpasst“ hat. „Ich muss mich nützlich fühlen, ich kann einfach nicht still sitzen.“ Das bezieht sich auch auf den Sport. Da ist die junge Frau ehrgeizig: Sie mache regelmäßig Pilates und besitze mittlerweile einen Yoga-Schein für Faszien-Yoga.

Hat sie viele Freunde? „Mein Freundeskreis ist überschaubar“, meint sie ernsthaft, „den habe ich mir selbst ausgesucht.“ Mit diesen Menschen könne sie schwach sein, brauche sie sich nicht zu verstellen, dürfe sie sich zumuten. Eine „beste Freundin“ allerdings habe sie nicht, „weil jede Freundschaft für mich anders ist“.

Und dann gibt es da noch ihren Freund, der ist knapp drei Jahre jünger als sie und lässt sie strahlen, wenn sie von ihm erzählt: „Wir sind zwar sehr unterschiedlich, aber er ist mein Ruhepol.“ Er mache auch Musik, spiele Gitarre, und wenn sie zusammen seien, „dann machen wir immer wieder Musik miteinander. Deshalb findest du auch viele Musikinstrumente hier im Haushalt.“ Überhaupt, ohne Musik geht gar nichts. „Ich höre viel unbekannte Musik“, erklärt Michelle, „viele Indie-Sachen, ältere Stücke, aber gern auch schon mal Rock und Metal.“ Und seit sie im Auslandsrecall die Musik von Singer-Songwriterin LEA kennengelernt hat, „bin ich ein Fan von ihr“.

In den Auslandsrecall-Folgen bewies sie mit ihrem Outfit einen durchaus ausgefallenen Geschmack. Wieviel schert sie sich um Mode? Sie habe ihren ganz eigenen Geschmack, lacht sie, „ich mag Secondhand-Sachen“, am liebsten aus den 80er- und 90er-Jahren, und „ich steh’ total auf Schlaghosen“. Trotzdem versuche sie, von allem nicht mehr als fünf Teile zu haben, „wegen der ganzen Verschwendung und des Konsumverhaltens“.

Zur Mode gehören übrigens auch die Mini-Tattoos: Eines hat sie am Handgelenk, das Zeichen für das Element Erde, und auf der Seite eines Zeigefingers ist eine kleine Note zu sehen. Für sie sei das Tattoo eine Möglichkeit, die Erinnerung an wichtige Schritte im Leben geradezu „körperlich zu machen“. Auch ihre eigene Form von Spiritualität hat einen Platz bei Michelle: „Ich glaube, da ist jemand, der aus Liebe besteht. Und es ist wichtig, gut zu allen fühlenden Wesen zu sein.“

Wenn sie sich heute in den zusammengeschnittenen DSDS-Folgen sehe, dann sei es „sehr ungewohnt, mich selbst da zu sehen, ich beobachte, welche Gesichter ich gemacht habe“. Auf den Live-Auftritt freut sie sich. Denn: Weiterkommen wäre die bessere Alternative, lacht sie.
Zum Schluss noch eine Grübel-Frage: Was ist ihr wirklich wichtig im Leben? Nach wenig Grübeln die schnelle Antwort: „Die Familie!“ Zu ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder habe sie guten Kontakt, die Oma wohnt nur ein paar Häuser weiter.

Autor:

Peter Barden (Redakteur) aus Siegen

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