Art-Galerie zeigt Siegerländer Künstler
Mit Kunst gegen Corona

Marc Baruth (l. ) und Ingo Schultze-Schnabl (r.) mit selbst entworfenen ASK-„MundArt“-Masken flankieren das Künstler-Galeristin-Ehepaar Helga und Thomas Kellner vor zwei typischen Triptychons Schultze-Schnabls.
  • Marc Baruth (l. ) und Ingo Schultze-Schnabl (r.) mit selbst entworfenen ASK-„MundArt“-Masken flankieren das Künstler-Galeristin-Ehepaar Helga und Thomas Kellner vor zwei typischen Triptychons Schultze-Schnabls.
  • Foto: Olaf Neopan Schwanke
  • hochgeladen von Claudia Irle-Utsch (Redakteurin)

ne Siegen. Ohne Vernissage-Rede,süßen Sekt und Häppchen geht es auch: Pure Kunst blüht seit Sonntag und noch bis zum 4. September an den Wänden
der Art-Galerie von Helga Kellner an der Fürst-Johann-Moritz-Straße, vis-à-vis der enormen Baustelle des zukünftigen Siegener Quartiers gleichen Fürstennamens. Eine auch in Zeiten der Pandemie-Präventionsmaßnahmen gut besuchte Repräsentationsschau heimischer Künstlerinnen und Künstler der Galerie kann also über den Sommer bestaunt, betrachtet und diskutiert werden: bekannte Namen, Wiedererkennbarkeiten in Stil, Motiv und Techniken, Vertrautes.

Werke von Besgen, Martpers, Königs

Die sicheren Nummern: Annette Besgen beispielsweise ist unter den Ausstellenden, mit kleinen Arbeiten aus dem Jahr 1998, aber auch mit großformatigen von 2012; ihre neueste Arbeit ist klein und von letztem Jahr, steht im Schaufenster und titelt „Lost Places“. Martpers zeigt detailreich-filigrane Siegauen-Dschungel, Heidemarie Königs ihre unnachahmlichen Aquarelle lichtverspielter Alltagsbeobachtungen mit Mitmenschen, Kathrin Rabenort experimentelle Nähmaschinenzeichnungen von 2019 mit Faden und Tinte auf Papier.

15 Kreative, 47 Arbeiten

„It was strange – the leeks tried to grow upside down“ („Es war seltsam – der Lauch versuchte, kopfüber zu wachsen“) titelt der 1000 Euro kostbare Pigmentdruck auf Hahnemühle-Büttenpapier von Karin Hillmer, eine surreale Collage mit Gesichtern aus Renaissance- und Barockgemälden auf Lauchstangen, unter Thomas Kellners Multiple „72#15s Siegen, Nikolaikirche“ von 2013 in 100er Auflage klebten schon drei Stunden nach Ausstellungseröffnung 14 rote Punkte. Von unter 100 bis knapp unter 6000 Euro reichen die Preisspannen der 47 ausgestellten Arbeiten, 15 Kreative zeigen ihr künstlerisches Gesicht unter den Corona-Masken der Zeit. Deshalb ist die Schau so schön, so vielseitig, so unaufgeregt individuell. Für jede/n ist sicher etwas dabei, möchte man herumfloskeln – und die Schau nicht als unverbindliches Sammelsurium sehen, denn gerade Diversität unter Beweis zu stellen, war sicher eine Motivation zur Kuratierung der „Corona Benefit“ überschriebenen Ausstellung. Regionaler Kunst ein Forum zu bieten, sich zu solidarisieren, einen Marktplatz bereiten in Zeiten verordneter realer Unsichtbarkeit sind die möglichen anderen Beweggründe. Vielleicht soll auch gezeigt werden, was künstlerisch gerade geht, denn die ASK-Künstler Ingo Schultze-Schnabl und Bruno Obermann zeigen Arbeiten von 2020, aktuellste Ausblicke auf ihre Befindlichkeiten also, junge Farbgesten zur Lage.

Auch Ulrich Langenbach vertreten

Von Haimo Hieronymus sind ebenfalls nagelneue und noch nie gezeigteArbeiten zu sehen, auch im Schaufenster der Galerie, zum Vorbeischlendern und Neugierigmachen für die Kunstwelten in der ersten Etage, in der Beispielhaftes von Marc Baruth, Christoph Knapp, Ulrich Langenbach, Jürgen Königs und Eberhard Stroot zu sehen ist, zur freundlichen Unterstützung der hiesigen Kunstszene – und zum farbenfrohen Beweis, dass Kunst in der Region trotz Corona weiterhin in heller Vielfalt blüht.

„Corona Benefit“ – Arbeiten Siegerländer
Künstlerinnen und Künstler.
Bis 4. September 2020, Art-Galerie, Siegen,
Fürst-Johann-Moritz-Str. 1,
Mo. bis Fr. 10 bis 19 Uhr, Sa. 10 bis 16 Uhr.

Autor:

Olaf Neopan Schwanke (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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