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Philharmonie Südwestfalen beglückt mit Weihnachtskonzerten (Video)
Mit Nabil Shehata im Apollo-Theater

Die Blumen des Dirigenten und viel Applaus gab es im Weihnachtskonzert der Philharmonie Südwestfalen am Samstagabend im Apollo-Theater Siegen für Konzertmeisterin Evgenia Gelen – und viel Beifall natürlich auch fürs ganze Orchester!
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  • Die Blumen des Dirigenten und viel Applaus gab es im Weihnachtskonzert der Philharmonie Südwestfalen am Samstagabend im Apollo-Theater Siegen für Konzertmeisterin Evgenia Gelen – und viel Beifall natürlich auch fürs ganze Orchester!
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ciu Siegen. Wie das klingt! Wunderschön in den Hornpassagen, warm und weich bei den Holzbläsern, rund und satt bei den Streichern, mitunter bombastisch mit Schlagwerk und Blech, dazu im Detail filigran und in den dynamischen Nuancierungen klar. Wer die Philharmonie Südwestfalen augenblicklich im Konzert erlebt, zumal unter der Leitung des neuen Chefdirigenten, wird beschenkt. Denn Nabil Shehata macht das Orchester der Region zu einer echten Neu-Entdeckung, arbeitet auf einer profunden Basis besondere Stärken heraus, formt aus dem Können der einzelnen Musikerinnen und Musiker ein grandioses Ganzes, poliert den „Sound“ nach seinen Vorstellungen und wirkt dabei zuallererst einladend, als einer, der vorgibt und sich an dem freuen kann, was zurückkommt – aus dem Orchester und aus dem Publikum.

ciu Siegen. Wie das klingt! Wunderschön in den Hornpassagen, warm und weich bei den Holzbläsern, rund und satt bei den Streichern, mitunter bombastisch mit Schlagwerk und Blech, dazu im Detail filigran und in den dynamischen Nuancierungen klar. Wer die Philharmonie Südwestfalen augenblicklich im Konzert erlebt, zumal unter der Leitung des neuen Chefdirigenten, wird beschenkt. Denn Nabil Shehata macht das Orchester der Region zu einer echten Neu-Entdeckung, arbeitet auf einer profunden Basis besondere Stärken heraus, formt aus dem Können der einzelnen Musikerinnen und Musiker ein grandioses Ganzes, poliert den „Sound“ nach seinen Vorstellungen und wirkt dabei zuallererst einladend, als einer, der vorgibt und sich an dem freuen kann, was zurückkommt – aus dem Orchester und aus dem Publikum. Und das war beim Besuch des Weihnachtskonzerts der Philharmonie im Apollo-Theater Siegen (drei standen am Wochenende an) hingerissen, mitgerissen, verzaubert, beglückt.

Klassiker von Humperdinck zu Beginn

Es war freilich auch schöne Musik, die da geboten wurde: Engelbert Humperdincks (1854–1921) zauberhafte Ouvertüre zur Märchenoper „Hänsel und Gretel“, Nikolai Rimski-Korsakows (1844–1908) Suite aus der Oper „Schneeflöckchen“ und Peter I. Tschaikowskys (1840–1893) Suite aus dem Ballett „Schwanensee“ – allesamt Werke, in deren traumseligen Melodien sich schwelgen lässt, in denen sich Spannung aufbaut (besonders intensiv in der "Introduction" zu „Schneeflöckchen“) und wieder löst, die „man“ zumindest zum Teil kennt und gerne auch hört. Das Orchester agierte mit Lust am eigenen Tun, belebt und lebendig, kostete sowohl die heitere Leichtigkeit als auch das mitunter Wuchtige (etwa „Danse de bouffons“ bei Rimski-Korsakow) aus und bezauberte zudem in den solistischen Passagen. Glanzlichter waren das Solo von Oboist Luciano Cruz in der „Schwanensee“-"Scene" und die sehr stillen Momente in der Tschaikowsky-Suite mit den Soli von Harfe (Martina Fleischer) und Geige (Konzertmeisterin Evgenia Gelen). Chapeau!

Michael Rische stellt Carl Philipp Emanuel Bach vor

Mit Michael Rische stellte das Orchester im Weihnachtskonzert-Rahmen einen Pianisten vor, der sich intensiv mit dem Werk von Carl Philipp Emanuel Bach (1714–1788), zweitältester Sohn des großen Johann Sebastian Bach, beschäftigt, wissenschaftlich und künstlerisch, und damit einen Schatz hebt, aus dem Vergessen holt. Gemeinsam mit einem Streicherensemble der Philharmonie präsentierte er in Siegen das Concerto d-Moll Wq23 H. 427 für Klavier und Orchester, das 1748 in Berlin entstanden ist und damit fünf Jahre vor der Veröffentlichung des Bach’schen Lehrbuchs „Versuch über die wahre Art, das Clavier zu spielen“. Wohltuend zu erleben war beim Vortrag des Concertos, wie das (hier) kleine Orchester mit dem Pianisten agierte, ihn aufnahm und freigab, Risches eher introvertiertem Spiel eine Plattform bot, hoch konzentriert diese musikalische Perle glänzen ließ. Ein eher stilles Intermezzo.

Dank an Orchesterwart Sturmius Trachternach

Eine Zäsur sowohl im Konzert am Samstagabend (hier war die Siegener Zeitung vor Ort) als auch im Orchesterleben war die Verabschiedung des langjährigen Orchesterwarts Sturmius Trachternach. Er sei 28 Jahre lang „die gute Seele“ der Philharmonie gewesen, sagte Trompeter Thomas Kiess, dem es zukam, Trachternach vor Publikum zu würdigen. Bei all den Befindlichkeiten, die Musikerinnen und Musiker im Orchester durchaus emotional äußern könnten, habe er „nicht einen Tag erlebt, an dem der Orchesterwart emotional zurückreagiert“ habe. Auch dafür gelte diesem ganz viel Dank – den das Publikum mit seinem Applaus unterstrich.

Viel, viel Beifall gab es am Ende des Konzerts, bei dem es nach dem offiziellen Teil mit gleich mehreren Zugaben und angeleitet von Nabil Shehata so richtig weihnachtlich zuging. Auf den „Trepak“ aus Tschaikowskys „Nussknacker“ folgten zwei Weihnachtsklassiker: „Oh du fröhliche“ und „Stille Nacht“, zum Mitsingen oder einfach nur zum Genießen.

Autor:

Claudia Irle-Utsch (Redakteurin) aus Siegen

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