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"Dialog" in der Fußgängerzone
Multimediale Performance

Narzisstische Spiegeltänze umeinander, mit Masken und Spiegeln vor dem eigenen Blick, wie Tablets oder andere smarte Displays, die stets nur den eigenen Körper, die eigene Egozentrik in den Fokus nehmen: Das sind die Dimensionen des Dialogs zur Zeit. Mit Musik und Stehbier, genossen von Kunstinteressierten am Samstag in Siegens Fußgängerzone.
  • Narzisstische Spiegeltänze umeinander, mit Masken und Spiegeln vor dem eigenen Blick, wie Tablets oder andere smarte Displays, die stets nur den eigenen Körper, die eigene Egozentrik in den Fokus nehmen: Das sind die Dimensionen des Dialogs zur Zeit. Mit Musik und Stehbier, genossen von Kunstinteressierten am Samstag in Siegens Fußgängerzone.
  • Foto: Olaf n. Schwanke
  • hochgeladen von Redaktion Kultur

ne Siegen. Um in einer Gegenwart der eingeschränkten Möglichkeiten miteinander leibhaftig ins Gespräch zu kommen, muss nicht bloß die Kunst kreativ sein, sondern auch die Rechtfertigung, die es braucht, um solches Erleben möglich zu machen. Da gerade bloß Veranstaltungen politischer Art, also Kundgebungen und Demonstrationen, genehmigungsfähig sind, rief die Kunststudentin und Kuratorin Lena Hugger mit einer „Kundgebung zur Erhaltung des kulturellen Lebens“ auf, zu der sie ein Team Kreativer am vergangenen Samstagnachmittag in die Kölner Straße eingeladen hatte, sich zu den „Dimensionen des Dialogs“ multimediale Gedanken zu machen.

ne Siegen. Um in einer Gegenwart der eingeschränkten Möglichkeiten miteinander leibhaftig ins Gespräch zu kommen, muss nicht bloß die Kunst kreativ sein, sondern auch die Rechtfertigung, die es braucht, um solches Erleben möglich zu machen. Da gerade bloß Veranstaltungen politischer Art, also Kundgebungen und Demonstrationen, genehmigungsfähig sind, rief die Kunststudentin und Kuratorin Lena Hugger mit einer „Kundgebung zur Erhaltung des kulturellen Lebens“ auf, zu der sie ein Team Kreativer am vergangenen Samstagnachmittag in die Kölner Straße eingeladen hatte, sich zu den „Dimensionen des Dialogs“ multimediale Gedanken zu machen.

"Drei-Komponenten-Happening"

Ein „Happening aus drei Komponenten“ versprach die Manege, eine vornehmlich studentische Initiative aktueller Kunstpräsentationsstrategien, die mit Aktionen und städtischen Standortbesetzungen Gegenwartskunst präsent halten wollen (die SZ berichtete mehrfach).
Die Aktion, die zwischen 17 und 20 Uhr zeitweise mehr als 60 Interessierte in den öffentlichen Raum zwischen Karstadt und ehemaliger Hees Bürowelt lockte, bestand aus einer Performance der in Siegen Kunst studierenden Johanna Dörr und Jana Velasquez Zuñiga. Musikalisch untermalt wurde das Geschehen im leerstehenden Ladenlokal durch einen Sounddialog von Marzannadrowning und Taktell, die – dem Publikum stets ihre Kehrseite präsentierend – das elegische und algorithmusgesteuerte Umeinander zweier mit drei Spiegeln geharnischten Personen mit einer mitunter schweratmigen Soundscape grundierten.

"Sie tun es mit Spiegeln"

Dem Laden gegenüber wurde die übermannshohe Quadrophonie-Lautsprecherbox der Gastkünstler Fabian Laute (Köln) und Hagen Keller (Düsseldorf) mit ihrer Installation, dem „Lautsprecher“, aufgestellt, die leider bloß leise und nicht immer verständlich Redebeiträge enthielt, die sich u. a. mit der aktuell prekären Lage Kunstschaffender auseinandersetzten. „Die Fragestellung dieses Happenings dreht sich um das Dialogische und dessen Inszenierung", welche " im Rahmen öffentlicher geschlossener Kundgebungen meist wenig beachtet wird“, erläuterte Lena Hugger im Gespräch mit der SZ das Konzept.
Und ergänzte: „Hinzu kommt natürlich auch die politische Organisation der Kulturschaffenden in unserer Gegenwart“. Natürlich.

Autor:

Olaf Neopan Schwanke (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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