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Rasanter „Mixtape“ mit Westfälischem Landestheater und Gästen zu Silvester im Apollo
Musik einer Generation

In der Cover-Show „Mixtape“ des Westfälischen Landestheaters am Silvesterabend im Apollo-Theater durfte eine nicht fehlten: Tina Turner ( Jessica Maletzky) mit „Private Dancer“.
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  • In der Cover-Show „Mixtape“ des Westfälischen Landestheaters am Silvesterabend im Apollo-Theater durfte eine nicht fehlten: Tina Turner ( Jessica Maletzky) mit „Private Dancer“.
  • Foto: Jörg Langendorf
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la Siegen. Da wackelten die Bärte von ZZ Top bei „Gimme All Your Lovin’“, und der Zuschauerboden bebte bei „For Those About To Rock“ von AC/DC. Zwei Stunden heizten am Dienstagabend das Ensemble und Gäste des Westfälischen Landestheaters den Zuschauern gleich in zwei Vorstellungen (19 und 22 Uhr) im Apollo-Theater mit einem musikalischen Liebesbrief an die verrückten 80er unter dem Titel „Mixtape“ ein. Und die Bombenstimmung in der ersten Vorstellung begeisterte selbst den musikalischen Leiter Tankred Schleinschock, der nicht zum ersten Mal mit einer Revue den Start in ein neues Theater-Jahr gab.
Ausverkauftes Apollo-Theater„Bombiges Publikum im ausverkauften Haus“, so der Frontmann des Lippe-Saiten-Orchesters nach der ersten Vorstellung. „Da können wir jetzt noch einen draufsetzen.

la Siegen. Da wackelten die Bärte von ZZ Top bei „Gimme All Your Lovin’“, und der Zuschauerboden bebte bei „For Those About To Rock“ von AC/DC. Zwei Stunden heizten am Dienstagabend das Ensemble und Gäste des Westfälischen Landestheaters den Zuschauern gleich in zwei Vorstellungen (19 und 22 Uhr) im Apollo-Theater mit einem musikalischen Liebesbrief an die verrückten 80er unter dem Titel „Mixtape“ ein. Und die Bombenstimmung in der ersten Vorstellung begeisterte selbst den musikalischen Leiter Tankred Schleinschock, der nicht zum ersten Mal mit einer Revue den Start in ein neues Theater-Jahr gab.

Ausverkauftes Apollo-Theater

„Bombiges Publikum im ausverkauften Haus“, so der Frontmann des Lippe-Saiten-Orchesters nach der ersten Vorstellung. „Da können wir jetzt noch einen draufsetzen.“ Sprach er zur SZ hinter der Bühne und marschierte durch das Foyer, in dem die einen zum Ausgang strebten und noch die letzten Zeilen der Zugabe „Skandal im Sperrbezirk“ in den Ohren hatten, und die anderen schon zielstrebig zur Bar marschierten zum Vorglühen. Und noch einer strahlte, wenn auch ein wenig erschöpft vom zweistündigen Schlagzeug-Spiel: der Siegener Marco Bussi, der jetzt mit der Familie in Bonn wohnt und seit 2018 der Organisator der Siegener Veranstaltungsreihe „World Music Nights“ ist. Bussi: „Das war ein ziemlich bewegtes Jahrzehnt, und das Publikum ist toll mitgegangen.“
Und was sind seine ganz persönlichen Favoriten in der Erinnerung an den legendären „Beat-Club“, der im September 1965 erstmals auf Sendung ging? „Let’s Dance“ von David Bowie oder „Da da da“ von Trio stehen ganz vorne auf seiner Top-Liste. Da kann auch das Publikum zustimmen. Dass die Cover-Show die Zuschauer im wabernden Bühnennebel zum guten Schluss von den Sitzen riss, ist sicherlich auch dem Ensemble mit Franziska Ferrari, Mike Kühne, Jessica Maletzky, Stuart Summer, Hannes Staffler und Maximilian von Ulardt zu verdanken. Da hieß es zwei Stunden Kostümwechsel im Minutentakt, voller Einsatz am Mikro, und schon war man mal Tina Turner und umgarnte die Männer in „Private Dancer“, dann wieder Madonna mit „Like A Prayer“ oder röhrte als Bruce Springsteen das legendäre „Born In The USA“. Selbst Nena ließ noch einmal die „99 Luftballons“ steigen und Sting den Mond aufgehen in „Moon Over Bourbon Street“.

Nostalgisch eingestimmte Zuschauer

Es war diese Mischung aus bekannten und unbekannten Songs, die Tankred Schleinschock ausgesucht hatte, dem man die Begeisterung für die Musik in der Show immer wieder anmerkte. Es war aber auch die große Stunde seiner Musiker: Neben Marco Bussi (Schlagzeug, auch für Sounddesign, Sampling und Sequencing zuständig) Claus Michael Siodmok an der Gitarre, Matthias Fleige an der Gitarre und Klaus Dapper am Sopran- und Tenorsaxophon.
Dass die Cover-Show so leichtfüßig daher kommt, hat auch etwas damit zu tun, dass man sich auf die Live-Musik konzentrierte und nicht zu viel optischer Schnick-Schnack eingebaut wurde. Ein paar Pyro-Effekte zum guten Schluss, ein zurückhaltendes Bühnenbild (Elke König), der Zeit angepasste Kostüme (Maud Herrlein), gelegentliche Animation zum Mitklatschen und ein paar witzige optische Effekte der Choreographie (Barbara Manegold), und das war es, um die nostalgisch eingestimmten Zuschauer zu begeistern. Und der Großteil des Publikums am Dienstagabend dürfte sich erinnern an die musikalischen Liebesbriefe, die man in den 80er verschickte. Zu denen man nur einen Kassetten-Recorder und eine noch unbespielte Musikkassette brauchte. Darauf überspielte man Songs, die man vorher vom Radio- oder TV-Mitschnitt hatte, und schickte sie dann an die Angebetete in der Hoffnung, dass sie die Botschaft verstand.

Autor:

Jörg Langendorf aus Siegen

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