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Benefizkonzert für „Sternenkinder“ mit Carpe Sonum
Musik zu den Sternen

Zu einem klangschönen Konzertabend zugunsten der „Sternenkinder Westerwald“ lud Carpe Sonum, der Hilchenbacher Kammerchor unter der Leitung von Jens Schreiber in die evangelische Kirche am historischen Marktplatz ein.
  • Zu einem klangschönen Konzertabend zugunsten der „Sternenkinder Westerwald“ lud Carpe Sonum, der Hilchenbacher Kammerchor unter der Leitung von Jens Schreiber in die evangelische Kirche am historischen Marktplatz ein.
  • Foto: Olaf n. Schwanke
  • hochgeladen von Peter Barden (Redakteur)

ne Hilchenbach. Zu Zeiten abnehmenden Lichtes symbolisieren entzündete Kerzen Hoffnung, Wärme, Behagen. Von ungezählten Kerzen illuminiert, bot vergangenen Sonntag die ev. Kirche Hilchenbach den festlichen Raum für ein Benefizkonzert, das die musikinteressierten Besucherinnen und Besucher lange im Herz behalten werden, sammelte man zum Konzertabschluss doch für „Sternenkinder“, jene Babys, die vor, während oder kurz nach der Geburt sterben, unsere Welt nur einen Augenblick bewohnten, das Leben ihrer Eltern nur wie eine Sternschnuppe kurz erhellten, dann verglühten.
Kompositionen und lyrische Texte zum TrostEin nicht nur für Angehörigen traumatischer Einschnitt ins Leben.

ne Hilchenbach. Zu Zeiten abnehmenden Lichtes symbolisieren entzündete Kerzen Hoffnung, Wärme, Behagen. Von ungezählten Kerzen illuminiert, bot vergangenen Sonntag die ev. Kirche Hilchenbach den festlichen Raum für ein Benefizkonzert, das die musikinteressierten Besucherinnen und Besucher lange im Herz behalten werden, sammelte man zum Konzertabschluss doch für „Sternenkinder“, jene Babys, die vor, während oder kurz nach der Geburt sterben, unsere Welt nur einen Augenblick bewohnten, das Leben ihrer Eltern nur wie eine Sternschnuppe kurz erhellten, dann verglühten.

Kompositionen und lyrische Texte zum Trost

Ein nicht nur für Angehörigen traumatischer Einschnitt ins Leben. Den benachbarten evangelischen Kirchenkreis Altenkirchen und sein Projekt „Sternenkinder Westerwald“ wollte man gerne unterstützen. Das Konzertprogramm des Hilchenbacher Kammerchors Carpe Sonum unter der Leitung von Organist und Kantor Jens Schreiber trug dem Thema Rechnung und zauberte Kompositionen und lyrische Texte zu Trost, neu gewonnenem Lebensmut und Hoffnung, eröffnete mit einem diffizil chromatischen, zeitgenössischen „Ubi caritas“ von Ola Gjeilo, bevor Christine Uhl das Auditorium begrüßte und auch die gelegentlichen Moderationen des Abends übernahm.

Vorzügliche elastische Dynamik

Simon Loos und Thomas Kiess ließen dann von der Orgelempore aus ihre Trompeten erklingen, gemeinsam mit Organist Schreiber ertönte Georg Friedrich Händels Ouvertüre und Aria aus der Suite D-Dur, aus der gegen Konzertende noch das Allegro und die Bourrée aufgeführt wurden, eine vorweihnachtliche Festlichkeit. Der Kammerchor (14 Frauenstimmen, sieben Männerstimmen) spielte bei Bruckners „Locus iste“ seine vorzüglich elastischen Dynamiken aus, Jens Schreiber gefiel durch präzises wie emphatisches Dirigat, dem die Stimmen gerne folgten, so auch die filigranen Soprane von Sandra Janetzki und Melissa Ortius-Prins in der Bachmotette „Zion hört die Wächter singen“.
Alle Anwesende wurden mit gemeinsamen Liedern zu einer Gemeinde geformt, und sicher summte der ein oder die andere auch beim schön vorgetragenen Chorvortrag von Matthias Claudius’ romantischem Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“ mit, hier in der für gemischten Chor gesetzten Fassung von Max Reger.

Stürmischer Schlussapplaus

Zwischen die Musikvorträge setzte Renate Setzer Texte zum Innehalten und Nachdenken, zu Trost und Hoffnung und Leiderfahrung von Andrea Schwarz, Mascha Kaleko, Hans Dieter Hüsch oder Hugo Ganslmeyer – letzeren Text auch als Meditation mit leiser Orgelimprovisation unterlegt von Jens Schreiber. „Komm, Trost der Welt“ intonierte Carpe Sonum dann mit Inbrunst, und schlug eine Brücke zum Adventsgeschehen. Da passte das abschließende gemeinsame Lied „Mach hoch die Tür“, bei dem es so manchen zumindest ein wenig weihnachtlich zumute wurde. „Herr, bleib bei uns“, den Wunsch des Abendliedes von Josef-Gabriel Rheinberger, nahm ein beseeltes Konzertpublikum nach stürmischem Abschlussapplaus für alle beteiligten Musikerinnen und Musiker mit nach Hause in den nasskalten Alltag, den jetzt, Sonntag für Sonntag, immer mehr Kerzen erhellen, mit Behagen, Wärme und Hoffnung.

Autor:

Olaf Neopan Schwanke (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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