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Der Kunstsommer 2021 im Kreisgebiet will dem Corona-Virus trotzen
Nach draußen und auf allen Kanälen

Auf in den Kunstsommer: Jennifer Cierlitza (Geschäftsführerin des Kunstvereins Siegen, l.), Arne Fries (Stadtrat, r.), Jens von Heyden (Leiter des Kreis-Kulturbüros) und Susanne Thomas (Servicebüro der Kulturregion Südwestfalen) wissen, was läuft.
  • Auf in den Kunstsommer: Jennifer Cierlitza (Geschäftsführerin des Kunstvereins Siegen, l.), Arne Fries (Stadtrat, r.), Jens von Heyden (Leiter des Kreis-Kulturbüros) und Susanne Thomas (Servicebüro der Kulturregion Südwestfalen) wissen, was läuft.
  • Foto: Bärbel Althaus
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

ba Siegen. Der Sommer steht vor der Tür und mit ihm voraussichtlich jede Menge Kunst. Denn trotz aller Rückschläge, die die Kultur aufgrund der Corona-Pandemie hinnehmen musste, blickt der Kunstverein Siegen unter der Leitung seiner Geschäftsführerin und Kuratorin Jennifer Cierlitza optimistisch in den Kunstsommer 2021. Schließlich wird seit 23 Jahren von Mai bis September die bunte Kulturpalette in der Region einer breiten Öffentlichkeit gezeigt. Und das soll, auch wenn es Corona-bedingt Ausfälle und Verschiebungen gab, grundsätzlich so bleiben.
Offene Ateliers, Performances, Workshops...Bis Ende März konnten sich deshalb interessierte regionale, aber auch überregionale Kulturschaffende mit ganz unterschiedlichen Projekten bewerben.

ba Siegen. Der Sommer steht vor der Tür und mit ihm voraussichtlich jede Menge Kunst. Denn trotz aller Rückschläge, die die Kultur aufgrund der Corona-Pandemie hinnehmen musste, blickt der Kunstverein Siegen unter der Leitung seiner Geschäftsführerin und Kuratorin Jennifer Cierlitza optimistisch in den Kunstsommer 2021. Schließlich wird seit 23 Jahren von Mai bis September die bunte Kulturpalette in der Region einer breiten Öffentlichkeit gezeigt. Und das soll, auch wenn es Corona-bedingt Ausfälle und Verschiebungen gab, grundsätzlich so bleiben.

Offene Ateliers, Performances, Workshops...

Bis Ende März konnten sich deshalb interessierte regionale, aber auch überregionale Kulturschaffende mit ganz unterschiedlichen Projekten bewerben. Dabei war es unerheblich, ob eine Kunstausstellung, die Präsentation des eigenen Ateliers, praktische Kunstworkshops, Performances oder partizipative Projekte geplant waren. Hauptsache, die Vielfalt an Kunst, Theater, Musik, Lesungen, Design und Architektur konnte die Jury begeistern. Die Qual der Auswahl hatten in diesem Jahr Prof. Dr. Joseph Imorde (Professor für Kunstgeschichte an der Universität Siegen), Ines Rüttinger (Kuratorin am Museum für Gegenwartskunst Siegen), Kai Gieseler (Künstlerin), Gabi Esser (Kunstpädagogin) sowie Clemens Natusch von der Arbeitsgruppe Kunstverein Siegen. Sie wählten 19 Bewerbungen aus, die gemeinsam mit dem gesetzten Siegener Kunsttag, der am 9. Mai stattfand (wir berichteten), 20 geplante Kunst-Highlights ergeben.

Leerstehende Ladenlokale nutzen

Der Fokus lag dieses Mal aufgrund der Einschränkungen auf Veranstaltungen im öffentlichen Raum, an der frischen Luft oder auf Darstellungen, die zumindest von außen eingesehen werden können. Um weitere Anreize für Künstler zu schaffen, können in Kooperation mit der Stadt Siegen leerstehende Ladenlokale im Stadtzentrum genutzt werden: ein Bonbon für all diejenigen, die über kein eigenes Atelier verfügen oder ihre Kreativität in ungewohntem Ambiente umsetzen wollten.
So planen Jule Sammartino und die Galerie Fiebach & Minninger, dieses Angebot in Anspruch zu nehmen. Die genauen Zeiträume und -orte der jeweiligen Ausstellungen werden noch bekanntgegeben.

Infos auf Plakaten und neuer Website

Dazu heißt es: Augen auf! Denn großformatige Plakate mit QR-Codes, über die Informationen abgerufen werden können, werben im Kreis Siegen-Wittgenstein für die entsprechenden Veranstaltungen.
Ergänzend gibt es eine weitere Neuerung: Denn der Kunstsommer plant, sich nun auch digital auf einer neuen Website zu präsentieren. Unter www.Kunstsommer-si.de kann dann nach aktuellen News und Tipps geschaut werden, um sich auf den aktuellen Stand zu bringen. Denn eines hat die Corona-Pandemie in aller Deutlichkeit gezeigt: Pläne können sich rasant ändern. Um auch über die Grenzen Siegen-Wittgensteins dem Kunstsommer 2021 eine Plattform zu bieten, komplettieren Social-Media-Kanäle wie Instagram und Facebook den Internetauftritt.

Rahmenprogramm mit Führungen

Auf diese Weise wird es den Teilnehmenden leichter gemacht, ihre Arbeiten zu präsentieren und sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen. Gespannt sein dürfen Kunstinteressierte künftig auch auf das Rahmenprogramm, das mit Führungen und anregenden Begleitveranstaltungen zusätzlich Lust auf Kunst machen soll.

Arne Fries: "Cancel Culture" hat nicht gesiegt

Stadtrat Arne Fries äußerte sich lobend über so viel Engagement und freute sich, dass beim Kunstsommer nicht die „Cancel Culture“ gesiegt hat: „Ich finde es klasse, dass der Kulturverein nicht gesagt hat: Dann lassen wir es eben sein!“ Ähnlich sieht es Jens von Heyden, der Leiter des Kulturbüros des Kreises Siegen-Wittgenstein, der – auch aufgrund der Tatsache, dass man sich den digitalen Medien nicht verschlossen habe – den Kultursommer als „weiter gefasst, ein wenig verjüngt und vielversprechend“ beschreibt.

Susanne Thomas: Projekte verändern sich

Wie wichtig es sei, dass „Projekte sich weiterentwickeln und die Kraft haben, sich zu verändern“, betont ebenfalls Susanne Thomas vom Servicebüro der Kulturregion Südwestfalen. Auch um ein jüngeres Publikum anzusprechen, sei es gut, ein Rahmenprogramm zu entwickeln, das über die übliche Vernissage und Finissage hinausgehe. Pläne und Ideen gibt es also viele für einen Kultursommer, der als Förderprojekt der Regionalen Kulturpolitik Südwestfalen u. a. vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Kulturbüro des Kreises Siegen-Wittgenstein sowie Kultur-Siegen unterstützt wird.

"Window Shopping" läuft schon

Auf einen blühenden Kultursommer hoffen lässt zumindest, dass es im renovierten Haus Seel bereits Kunst zu bewundern gibt. Denn derzeit findet, nachdem sie zweimal verschoben werden musste, unter dem Titel „Window Shopping“ eine vom Kunstverein Siegen organisierte Ausstellung der beiden Künstlerinnen Eva Berendes und Alexandra Leykauf statt, die bis 17. Juli zu sehen ist (die SZ berichtete). Ohne Anmeldung, ohne Test, allerdings mit Maske!
Am Kunstsommer nehmen u. a. teil: Arno Dirlewanger (ab 9. Juli), Vera Becker (17. Juli), die ASK (22. Juli), Paul Neiner (1. August), Teresa Pešl (7. August), Mirjam Elburn (7. August), Sabine Ulrich und Thomas Greiner (8. August), Silke Krah und Stephanie Wiebusch (22. August), Dorothea Jasper und Rudolf Bieler (22. August), Schumann, Steiner und Weinert (26. August), Dago Koblenzer (28. August), Felipe Giménez (19. September) und Ani Schulze (23. September). Jule Sammartino und die Kölner Galerie Fiebach & Minninger sind für ihre Projekte derzeit noch auf der Suche nach einem geeigneten Ladenlokal: Ort und Termin werden bekanntgegeben.
Daten und Orte mögen Interessierte bitte auf der Homepage kunstsommer-si.de prüfen! Wegen Corona und evtl. Auflagen können sich Termine verschieben, schlimmstenfalls ausfallen, oder Orte ändern sich.

Autor:

Bärbel Althaus (Freie Mitarbeiterin) aus Wilnsdorf

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