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Philharmonie Südwestfalen bekommt vor Gericht Recht
Nachspiel zu einer Konzertreise in die Niederlande

Aus dem Leben eines Intendanten: Michael Nassauer und die Philharmonie Südwestfalen verlangten vor Gericht Vertragserfüllung von einem niederländischen Konzertveranstalter. Bei dem Verfahren ging es um ein nicht gespieltes Konzert 2019 in Hilversum.
  • Aus dem Leben eines Intendanten: Michael Nassauer und die Philharmonie Südwestfalen verlangten vor Gericht Vertragserfüllung von einem niederländischen Konzertveranstalter. Bei dem Verfahren ging es um ein nicht gespieltes Konzert 2019 in Hilversum.
  • Foto: Philharmonie
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

gmz Hilchenbach/Siegen. Zum Glück ist ein solches Verfahren kein alltägliches für den Intendanten der Philharmonie Südwestfalen, obwohl der Vorgang, um den es in der schriftlich vor dem Landgericht Siegen verhandelten Sache ging, ein alltäglicher war. Es ging um eine Forderung der Philharmonie in Höhe von ca. 10000 Euro gegenüber einem niederländischen Konzertveranstalter.
Konzert in Hilversum 2019 abgesagtMit dem hatte die Philharmonie im Herbst 2019 eine Konzerttournee in den Niederlanden vereinbart. Das ursprünglich für den 19. November 2019 in Hilversum geplante Konzert – eine Aufführung von Verdis Requiem – wurde jedoch vom niederländischen Veranstalter vier Tage vor dem Termin abgesagt, so Intendant Michael Nassauer, da zu wenig Karten verkauft worden seien.

gmz Hilchenbach/Siegen. Zum Glück ist ein solches Verfahren kein alltägliches für den Intendanten der Philharmonie Südwestfalen, obwohl der Vorgang, um den es in der schriftlich vor dem Landgericht Siegen verhandelten Sache ging, ein alltäglicher war. Es ging um eine Forderung der Philharmonie in Höhe von ca. 10000 Euro gegenüber einem niederländischen Konzertveranstalter.

Konzert in Hilversum 2019 abgesagt

Mit dem hatte die Philharmonie im Herbst 2019 eine Konzerttournee in den Niederlanden vereinbart. Das ursprünglich für den 19. November 2019 in Hilversum geplante Konzert – eine Aufführung von Verdis Requiem – wurde jedoch vom niederländischen Veranstalter vier Tage vor dem Termin abgesagt, so Intendant Michael Nassauer, da zu wenig Karten verkauft worden seien. In dem Vertrag zwischen Philharmonie und Veranstalter war vereinbart, dass die Philharmonie Südwestfalen die Kosten für Unterbringung und Verpflegung übernimmt. Eine kostenlose Stornierung der Hotelbuchung war wegen der Kürze der Zeit nicht mehr möglich, sagte Michael Nassauer im Gespräch mit der Siegener Zeitung, sodass die Philharmonie Südwestfalen die vertraglich vereinbarte Ausfallgage vom Veranstalter einforderte.

Einigung mit Veranstalter nicht möglich

Eine Einigung mit dem niederländischen Veranstalter war allerdings nicht möglich: Er wollte nicht zahlen. Er bezeichnet das (angesagte) Gastspiel in Hilversum als „Versuchskonzert“ („try-out-concert“), beschwerte sich in Mails, die er einem großen Verteilerkreis zukommen ließ, über das Verhalten und musikalische Können der Philharmonie (nach den anderen Konzerten, die ja stattgefunden haben, „hörte sich das noch anders an“, so Nassauer) und des Intendanten im Speziellen.

"Mit Steuergeldern verantwortlich umgehen"

Die Philharmonie reichte Klage ein und verlangte die Vertragserfüllung. Michael Nassauer dazu: „Mit den Steuergeldern muss die Philharmonie ja verantwortlich umgehen!“ Heißt: Sie kann keine Steuergelder dafür einsetzen, dass Gelder, die vertraglich eingeplant waren, nicht gezahlt werden.
Das Gericht hat jetzt eine Entscheidung pro Philharmonie gefällt: Die Rechtmäßigkeit ihres Anspruchs auf das Ausfallhonorar wurde bestätigt. – Der niederländische Veranstalter kann in Berufung gehen.

Autor:

Dr. Gunhild Müller-Zimmermann (Redakteurin) aus Siegen

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