MGK und Kunstverein Siegen erhalten Förderung
„Neustart Kultur“ mit je 30000 Euro

Das Museum für Gegenwartskunst erhält 30 000 Euro aus dem Hilfsprogramm "Neustart Kultur" der Stiftung Kunstfonds. Mit dem Kunstverein wird ein weiterer Anbieter aus Siegen gefördert.
  • Das Museum für Gegenwartskunst erhält 30 000 Euro aus dem Hilfsprogramm "Neustart Kultur" der Stiftung Kunstfonds. Mit dem Kunstverein wird ein weiterer Anbieter aus Siegen gefördert.
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sz/pebe/zel Siegen/Bonn. Über warmen Geldregen können sich der Kunstverein Siegen und das Museum für Gegenwartskunst in Siegen freuen. Beide Institutionen erhalten je 30000 Euro von der in Bonn ansässigen Stiftung Kunstfonds im Rahmen des Hilfsprogramms „Neustart Kultur“. Das Museum für Gegenwartskunst bekommt das Geld für sein Projekt „Museum als Serie. Kunstwerke in 180 Sekunden“, der Kunstverein Siegen für „Open Space – raumlabor/Siegener KunstSommer 2021“.

Stiftung Kunstfonds fördert 174 Projekte

Corona stelle die Kunstvermittlung vor große Herausforderungen: Wie kann man Menschen Kunst nahebringen, wenn kunstvermittelnde Angebote vor Ort gar nicht oder nur in einem sehr begrenzten Rahmen stattfinden können? Wie kann man Kunsterlebnisse schaffen, obwohl viele Häuser geschlossen sind? Vor diesem Hintergrund und im Rahmen des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien initiierten Hilfspakets „Neustart Kultur“ fördere die Stiftung insgesamt 174 Projekte von kunstvermittelnden Akteuren mit insgesamt 3,1 Millionen Euro, heißt es in einer Pressemitteilung. 1202 Anträge seien eingereicht worden, die niedrigste Fördersumme liege bei 2000 Euro, die höchste bei 50000 Euro.

Kunst in Videos von "180 Sekunden" 

Für das Museum für Gegenwartskunst freute sich dessen Leiter, Thomas Thiel, sehr über diese Förderung. Hinter „Museum als Serie. Kunstwerke in 180 Sekunden“ verberge sich „die Entwicklung eines neuen Videoclip-Formats zur Vermittlung von Kunstwerken aus unserer Sammlung“, sagte Thiel auf SZ-Nachfrage. In „180 Sekunden“ solle es darum gehen, sowohl die Werke als auch die Museumsarbeit und die Verbindung von beidem vorzustellen.Diese Form des digitalen Zugangs richte sich besonders an Kinder und Jugendliche, solle aber auch in die gesamte Museumskommunikation eingebunden werden.

Thomas Thiel: "Verfolgen digitale Strategie"

 „Wir verfolgen eine digitale Strategie“, so Thiel weiter. Es gehe dabei um die Frage der Vermittelbarkeit ebenso wie um den Kontakt mit Künstlern und Filmemachern. Denn gerade die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie hätten gezeigt, dass die deutlich gestärkte Digitalität sehr positive Aspekte habe: So erzeugten die digitalen Formate ganz andere Reichweiten, und es mische sich das Publikum. Geplant ist der digitale dreiminütige Museumslockstoff, der Lust auf die Kunst und auf ihre Präsentation machen soll, für das kommende Jahr, die Videoproduktionen seien aufwendig, zehn Clips seien zunächst geplant.

"KunstSommer" soll neu formuliert werden

Der Kunstverein Siegen will die Institution „KunstSommer“ neu formulieren, wie Geschäftsführerin Jennifer Cierlitza erklärte. Es soll Aktionen im öffentlichen Raum geben (Stichwort „Stadtbesetzung“). Möglich sei auch ein eigener Raum für den „KunstSommer“, entweder in einem leerstehenden oder einem neu zu errichtenden Gebäude aus recycelten Materialien. Hier kann sich Cierlitza eine Kooperation mit der Architektur vorstellen. Der „KunstSommer“ soll weiterhin von lokalen Künstlern bestritten werden, sich aber auch öffnen für solche von weiter weg. Eine digitale Plattform ist ebenfalls geplant: „Wir freuen uns sehr.“

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Redaktion Kultur

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