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Philharmonie Südwestfalen zwischen Weihnachten und Sommerfrische
„Nussknacker“ statt Nogger - bei 30 Grad

Fröhliche Weihnachten wünscht Ihre Philharmonie Südwestfalen! Das Orchester und sein Chefdirigent Nabil Shehata wollen wieder einen klingenden Adventskalender anbieten und haben schon mal was vorbereitet – bei sommerlichen Temperaturen im Apollo.
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  • Fröhliche Weihnachten wünscht Ihre Philharmonie Südwestfalen! Das Orchester und sein Chefdirigent Nabil Shehata wollen wieder einen klingenden Adventskalender anbieten und haben schon mal was vorbereitet – bei sommerlichen Temperaturen im Apollo.
  • Foto: Philharmonie/Daniel Ibañez García
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

zel Siegen. Mariah Carey hat es vermutlich getan. Robbie Williams. Bing Crosby. Elvis. Silje Neergard, Chilly Gonzales, Andreas Gabalier und alle anderen, die im spätestens Anfang November ein Weihnachtsalbum am Start haben möchten. Und wahrscheinlich steht Nils Landgren exakt heute mit seiner roten Posaune und musikalischen Freunden im Studio, um – alle Jahre wieder – die soundsovielte Ausgabe des Albums „Christmas with my Friends“ einzuspielen. Weihnachtslaune bei 30 Grad – da kommt Freude auf. Aber Profis sind eben Profis, die lassen im Sommer die Glöckchen klingeln und den Schnee leise rieseln, kein Problem. Auch die Philharmonie Südwestfalen war soeben festlich gestimmt.

zel Siegen. Mariah Carey hat es vermutlich getan. Robbie Williams. Bing Crosby. Elvis. Silje Neergard, Chilly Gonzales, Andreas Gabalier und alle anderen, die im spätestens Anfang November ein Weihnachtsalbum am Start haben möchten. Und wahrscheinlich steht Nils Landgren exakt heute mit seiner roten Posaune und musikalischen Freunden im Studio, um – alle Jahre wieder – die soundsovielte Ausgabe des Albums „Christmas with my Friends“ einzuspielen. Weihnachtslaune bei 30 Grad – da kommt Freude auf. Aber Profis sind eben Profis, die lassen im Sommer die Glöckchen klingeln und den Schnee leise rieseln, kein Problem. Auch die Philharmonie Südwestfalen war soeben festlich gestimmt.

Projekt digitaler Adventskalender geht weiter

Das Orchester will wieder einen digitalen Adventskalender anbieten, der im vergangenen Jahr das Warten aufs Christkind verkürzte – in Ermangelung von Weihnachtskonzerten, die Corona-bedingt nicht stattfinden konnten. Das Angebot kam 2020 gut an und soll daher 2021 fortgeführt werden, wie Intendant Michael Nassauer informiert. Ihm erschien es „recht clever“, die Zeit jetzt zu nutzen, bevor es live und vor Publikum wieder richtig losgeht – so wie kürzlich schon in Lüdenscheid. Mit rund 30 Musikerinnen und Musikern im nötigen Abstand. Nach sieben Monaten Abstinenz.

Mit Nabil Shehata unterm Sternenhimmel

Also dann: Weihnachtsstimmung ins Apollo-Theater gezaubert und Tschaikowskys „Nussknacker“ ausgepackt. Aufgenommen wurden Stücke für sechs Türchen, die sich ab dem 1. Dezember auf philsw.de öffnen sollen. Angetreten waren vor einer Woche rund 40 Orchester-Mitglieder samt Chefdirigent Nabil Shehata. Das Apollo-Theater zaubert im Hintergrund tausende Lichtlein mit einem tollen Vorhang, der sogar verschiedene Stimmungen erzeugen kann.

Förderverein finanziert prächtige Plastik-Bäume

Und ohne – oh – Tannenbaum geht es natürlich nicht. Die Philharmonie hatte für den Adventskalender des vergangenen Jahres vier Plaste-Prachtexemplare angeschafft, die jetzt wieder zum Einsatz kommen. Am Bühnenrand stehen stehen zwei kleinere, etwa 2,40 Meter hoch, hinten zwei stattliche Exemplare, die ca. 3,80 Meter messen. Der Förderverein der Philharmonie hat die Anschaffung dieser wirklich echt immergrünen Nadelbäume ermöglicht.

Die Zeit clever genutzt: Bevor es mit den Konzerten vor Publikum wieder richtig losgeht, hat die Philharmonie schon mal im Apollo-Theater sechs Türchen des digitalen Adventskalenders 2021 befüllt.
  • Die Zeit clever genutzt: Bevor es mit den Konzerten vor Publikum wieder richtig losgeht, hat die Philharmonie schon mal im Apollo-Theater sechs Türchen des digitalen Adventskalenders 2021 befüllt.
  • Foto: Philharmonie/Daniel Ibañez García
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Aus den Flip-Flops in die Lackschuhe

Dann mussten nur noch Shorts und Flip-Flops gegen Frack und Lackschuh getauscht werden, und los! Frö-hö-liche Weihnacht überall! Manch einer oder eine hätte sich bestimmt gern einen genoggert, eiskalt. Was außer dem „Nussknacker“, ohne den es einfach nicht geht, noch zu hören sein wird, bleibt geheim – sonst brächte der tägliche Klick auf den Adventskalender ja nur halb so viel Vorfreude auf das Fest der Feste. Die weiteren Türchen werden vermutlich, wie im vergangenen Jahr, am Dienstsitz der Philharmonie in der Schützenhalle in Hilchenbach aufgenommen. Ein Streichquartett würde auf der großen Apollo-Bühne ja auch ein wenig verloren wirken. Nach blinkenden Elch-Ohren oder roten Rudolph-Nasen habe übrigens niemand verlangt, verlautete aus der Philharmonie.

Schulkonzert "Sommerfrische" für DVD

Diese schnellen Jahreszeiten- und Stimmungswechsel sind echt nur was für echte Profis. Die Woche vor den Weihnachtsaufnahmen, die sich temperaturmäßig irgendwie australisch anfühlten, hatte das Orchester genutzt, um an drei Tagen das sommerfrische Schulkonzert 2021 aufzuzeichnen. Die waren bis auf ganz wenige 2020 wegen Corona live ja ausgefallen, und damit nicht noch ein Grundschuljahrgang in Siegen-Wittgenstein, Olpe, Altenkirchen und Teilen des Lahn-Dill-Kreises ohne das tolle Konzerterlebnis bleiben muss, haben sich die Philharmonie und die beteiligten Kreise und Schulämter entschieden, das diesjährige Schulkonzert auf DVD aufzunehmen. Das Konzept stammt wie in den vergangenen Jahren von Claudia Runde. Die Musikpädagogin aus Münster hatte sich – nach dem kaum gehörten Beethoven-Programm 2020 – für das Thema „Sommerfrische“ entschieden. Klar, dass da die Hummel fliegt!

Claudia Runde moderiert im ganzen Apollo

Wie bisher haben zunächst Lehrerfortbildungen stattgefunden – diesmal digital, damit das Musikprogramm und die Mitmachanteile gut vorbereitet werden können (etwa bei Steve Reichs „Clapping Music“). Die Aufnahmen – die Philharmonie unter der Leitung des erfahrenenen niederländischen Dirigenten Gerard Oskamp – fanden an drei Tagen Ende Mai, Anfang Juni statt. Werner Hahn, im Siegener Theater zuständig für das Junge Apollo (JAp), hat Regie geführt, und so tritt Moderatorin Claudia Runde im geblümten Sommerkleid nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Zuschauersaal und im Foyer auf. So kann das junge Publikum auch etwas vom Siegener Theater sehen.
Die Aufnahmen werden dieser Tage bearbeitet und sollen, mit etwas Glück, Anfang nächster Woche bei den Grundschulen eintreffen und dann im Musikunterricht zum Einsatz kommen. Die DVD verbleibe in den Schulen und könne auch weiterhin genutzt werden, so Nassauer. Da hat das Landesorchester also auch noch für Unterrichtsmaterialien gesorgt.

In der „Sommerfrische“: Musikpädagogin Claudia Runde aus Münster hat sich das Konzept des Schulkonzerts 2021 ausgedacht und moderiert im Sommerkleid – hier im Zuschauerraum des Apollo.
  • In der „Sommerfrische“: Musikpädagogin Claudia Runde aus Münster hat sich das Konzept des Schulkonzerts 2021 ausgedacht und moderiert im Sommerkleid – hier im Zuschauerraum des Apollo.
  • Foto: Philharmonie/Christoph Haupt
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

"In the Summertime" wird mit Bartók getanzt

Solche Aufnahmen seien immer teuer, sagt der Intendant. Deshalb hat die Philharmonie gleich Nägel mit Köpfen gemacht – wo die Technik schon mal im Haus war. Eingespielt wurden zwei Programme: zum einen die Geschichte „Paddington Bärs erstes Konzert“ von Herbert Chappell und zum anderen das Schulkonzert-Programm. Darin wird u. a. mit Béla Bartók rumänisch getanzt, etwas cooler wird es mit der „One Note Samba“ von Antônio Carlos Jobim im Arrangement der PhilSW-Schlagzeuger, und von der Band Mungo Jerry kommt der Klassiker „In the Summertime“ vor. Tja, und damit sich der Reigen schließt: Auch Tschaikowsky ist mit dabei – in der Sommerfrische aber ohne „Nussknacker“, sondern mit einer luftigen Streicherserenade. Dazu hätten dann wieder Shorts und Flip-Flops gepasst.

Autor:

Regine Wenzel (Redakteurin) aus Siegen

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