Die Geininger haben sich musikalische Authentizität zum Ziel gesetzt
Oberkrain in Oberberg

Udo Göckel, René Neuser, Rebecca Stracke, Gerd Schmidt, Daniel Vorländer und Steffen Traut (v. l.) sind Die Geininger und mischen bei der Oberkrainer Musik kräftig im Showgeschäft mit.
  • Udo Göckel, René Neuser, Rebecca Stracke, Gerd Schmidt, Daniel Vorländer und Steffen Traut (v. l.) sind Die Geininger und mischen bei der Oberkrainer Musik kräftig im Showgeschäft mit.
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sz - Drei Mitglieder der Formation Die Geininger kommen aus dem Siegerland.
sz Geiningen/Siegen.  Von der Oberkrainer Musik ist Daniel Vorländer seit seiner Kindheit fasziniert. Rauf und runter hörte er damals die Schallplatten und Kassetten von Slavko Avsenik und seinen Original Oberkrainern.

„Ich bin regelrecht infiziert worden,“

erinnert er sich, und daher stand für ihn schon sehr früh fest, dass er genau diese Musik machen wollte. Seine große musikalische Liebe war und ist das Akkordeon. Er entschied sich also für das gleiche Instrument, das sein großes Vorbild, Slavko Avsenik, auch spielte.

2005: Vorländer gründet Die Geininger

2005 gründete er Die Geininger zunächst als Trio, bevor sie 2008 zum Quintett wurden. Später kam noch eine Sängerin dazu. Bei der Auswahl der Besetzung achtet Daniel sehr darauf, dass die Musikanten nicht nur ihre Instrumente beherrschen, sondern auch ein Gefühl für die Oberkrainer Musik haben.
Aus dem Siegerland gesellen sich drei Mitglieder zum heutigen Sextett. Rebecca Stracke folgte im Jahr 2018 auf die unvergessene Yvonne Pflaumbaum (Ivanka), die aufgrund eines Unfalls nicht mehr dabei sein kann. Für sie sprang Rebecca Stracke ein. Sie schaffte einen nahtlosen Übergang in schwieriger Zeit. Die Eschenbacherin eignete sich innerhalb von wenigen Wochen das Repertoire der Geininger an und sprang sofort bei den Auftritten ein. Diese Leichtigkeit, sagt sie selbst, ist kein Zufall. „Mein Opa, der die Melodien von Avsenik liebte und auch selbst auf dem Akkordeon spielte, hat mir die Oberkrainermusik quasi in die Wiege gelegt.“

René Neuser spielt Trompete

Zweiter „Siegerländer Oberkrainer“ ist René Neuser aus Netphen-Salchendorf. Er ist laut Mitteilung der Formation Berufsmusiker und „würdiger Nachfolger“ von Hans-Peter Knoop, der sich Mitte letzten Jahres in den musikalischen Ruhestand verabschiedet hat, aber jederzeit wieder einspränge, wenn „Not am Mann“ wäre.
René Neuser durchlief die Musikfeldwebellaufbahn beim Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr in Hilden und schloss sein Musikstudium 2016 zum Bachelor of Music an der Robert-Schuhmann-Hochschule in Düsseldorf erfolgreich ab. Seit 2020 ist er Trompeter beim Heeresmusikkorps Koblenz, leitet als Dirigent das Orchester des Musikvereins Koblenz-Immendorf und unterrichtet Trompete sowie Klavier. Mit seinen Musikerkollegen der Geininger harmoniert er laut Mitteilung prächtig. Seine Trompetentöne und die klingende Wärme der Klarinette, gespielt vom Gentleman der Gruppe, Udo Göckel, sorgten beim Publikum immer für Begeisterung, hieß es.
 

Steffen Traut ist Gitarrist

Steffen Traut aus Langenholdinghausen ist von Anfang an dabei und spielt die Gitarre. Zusammen mit Andreas Kunze (Kontrabass, Bariton, Posaune) ist er im „Maschinenraum“ der Geininger präsent, denn dort entsteht der unverwechselbare Oberkrainer-Rhythmus. Steffen Traut hat unter anderem beim Siegener Konzertgitarristen und Musikpädagogen Werner Hucks sein klassisches Gitarrenspiel präzisiert und in mehreren Workshops in Slowenien die typische Stilistik der Oberkrainermusik erlernt. Er hat das absolute Gehör und betreibt ein Tonstudio, in dem er die Aufnahmen zur zweiten CD der Geininger „Polkaschwung“ leitete.

Auch Auftritte im Ausland

Neben vielen regionalen und deutschlandweiten Auftritten kamen mit der Zeit auch Veranstaltungen im Ausland hinzu: Österreich, die Niederlande, die Schweiz sowie Slowenien, das Mutterland der Oberkrainermusik. Zu den frühen Highlights der Band-Erfolge zähle ein auftritt beim 4. Oberkrainerfesival in Bernau im Chiemsee, heißt es.

Teilnahme am "Avsenik-Festival"

2017 folgte dann der „Ritterschlag“: Gregor Avsenik, Sohn des 2015 verstorbenen Slavko Avsenik, lud die Geininger zum „Avsenik Festival“ nach Begunje (Slowenien) ein. Wer hier spielt, der hat es geschafft! Daniel Vorländer, der Slavko Avsenik kennenlernen durfte, betrachte gerade diese Teilnahme als Belohnung für die jahrelange, intensive Arbeit mit den Geiningern. Am 25. März 2018 spielten die Geininger in der Siegerlandhalle eine Stunde vor dem Konzert der Egerländer Musikanten – Das Original unter Leitung von Ernst Hutter und wurden begeistert vom Publikum aufgenommen.

TV-Auftritte bei Andy Borg

2020 folgte die Einladung zum „Schlagerspaß mit Andy Borg“. Das TV-Format mit dem Entertainer aus Wien wird zurzeit im Samstagabend-Programm des SWR ausgestrahlt. Auch in diesem Jahr sind die Geininger dort wieder mit dabei, die Aufzeichnung fand bereits am 18. Mai in Baden-Baden statt. Der Sendetermin steht aktuell noch nicht fest.

„Ein Riesen-Kompliment und großes Dankeschön gilt natürlich unseren Fans“,

wird abschließend Daniel Vorländer zitiert. „Was wären wir ohne sie? Sie halten uns nun schon über 15 Jahre die Treue, und wir hoffen, dass wir nach der Pandemie wieder gemeinsam mit ihnen herrliche Stunden verbringen können.“
Am Sonntag, 25. Juli, tritt die Formation um 15 Uhr im Bauernhofmuseum in Eckenhagen auf.

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Redaktion Kultur

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