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Geburtstagsschau 30. Brauhaus-Fotografie
Ohne Menschen Bilder

Vor der Arbeit Katarina Dincics schauen Uschi Huber, Luisa Schmidt, Hannah Roth, Hanna Höchst, Sabrina Barbara Diehl, Katarina Dincic, Karolin Guhlke, Charlotte Braun, Ranja Assalhi und Jessica Leidel (v.l.) in die Kamera. Nicht dabei: Vivian Schneider, Aglaia Konrad, Jürgen Königs und Mustafa Kizilcay.
  • Vor der Arbeit Katarina Dincics schauen Uschi Huber, Luisa Schmidt, Hannah Roth, Hanna Höchst, Sabrina Barbara Diehl, Katarina Dincic, Karolin Guhlke, Charlotte Braun, Ranja Assalhi und Jessica Leidel (v.l.) in die Kamera. Nicht dabei: Vivian Schneider, Aglaia Konrad, Jürgen Königs und Mustafa Kizilcay.
  • Foto: Olaf n. Schwanke
  • hochgeladen von Redaktion Kultur

ne Weidenau. Geburtstage möchten gefeiert werden: Seit 1991 nutzt das Department (ehemals: der Fachbereich) Kunst der hiesigen Universität das denkmalgeschützte Alte Brauhaus, den schönen tonnengewölbten Backsteinbau in der vorsichtig zu befahrenden Straße „Zum Wildgehege“ als Atelier und Werkstätte für Generationen kreativer Lehramtsstudierenden, und eben einmal im Jahr auch als inspirierende Location zeitgenössischer Fotografie.
Noch bis 28. November zu sehenWieder stellen für ein langes Wochenende Studierende mit dem Kunstschwerpunkt Fotografie – begleitet von ihrer Professorin Uschi Huber, aber in eigenverantwortlicher Organisation und Kuratierung – ihre aktuellen Arbeiten zur Diskussion.

ne Weidenau. Geburtstage möchten gefeiert werden: Seit 1991 nutzt das Department (ehemals: der Fachbereich) Kunst der hiesigen Universität das denkmalgeschützte Alte Brauhaus, den schönen tonnengewölbten Backsteinbau in der vorsichtig zu befahrenden Straße „Zum Wildgehege“ als Atelier und Werkstätte für Generationen kreativer Lehramtsstudierenden, und eben einmal im Jahr auch als inspirierende Location zeitgenössischer Fotografie.

Noch bis 28. November zu sehen

Wieder stellen für ein langes Wochenende Studierende mit dem Kunstschwerpunkt Fotografie – begleitet von ihrer Professorin Uschi Huber, aber in eigenverantwortlicher Organisation und Kuratierung – ihre aktuellen Arbeiten zur Diskussion. Letztes Jahr verlegte man das Event in die Virtualität des weltweiten Netzes, jetzt können noch bis zum 28. November jeweils von 15 bis 18 Uhr Arbeiten von neun Studierenden und fünf per Jury bestimmten Gästen in der Ebene 0 des Brauhauses erlebt werden, nach den zur Zeit üblichen Eingangskontrollen.

Katalog-Fotoschachtel mit Drucken

Wieder sehr zu empfehlen, und nicht nur für passionierte Gegenwartsfotokunstsammler/-innen, ist die von Vivien Schneider konzipierte und auf 100 Exemplare limitierte Katalogbuch-Fotoschachtel-Edition, die Ausdrucke ausgestellter Arbeiten birgt, in kurzen Texten erläutert und in Beziehungen setzt.

Brutalismus als Foto-Montage

Und mit einer ab heute installierten Fotoarbeit der in Belgien lebenden Gastkünstlerin Aglaia Konrad auf der Plakatwerbefläche gegenüber St. Joseph, unmittelbar an der Ecke Zum Wildgehege/Weidenauer Straße, tritt eine Arbeit auch in den öffentlichen Raum – und wird dort noch bis zum Nikolaustag zu sehen sein.
Die an brutalistischer Architektur der 60er- bis 80er-Jahre interessierte Künstlerin zeigt darauf beeindruckende Beton–trassen in leichter Untersicht.
Gastkünstler Jürgen Königs, ehemaliger Professor für Fotografie und Mitinitiator der Ausstellungsreihe, zeigt eine Arbeit aus einer Serie mit Fotogrammen, einer alten, monotypistischen Fototechnik ohne Apparat, aber natürlich digital überarbeitet, wie denn „klassische“ manuelle, belichtete Fotoarbeiten eher nicht von zeitgenössischem Interesse scheinen.

Bilder ohne Menschen

Gezeigt werden vor allem Digitalprints montierter Motivik, die Bausteine des Bildes entweder selbst fotografiert oder im Netz gefunden: Montage, Assemblage, Konzepte des Ephemeren, des Ausschnitts, der inszenierten oder schlicht dokumentierten Abwesenheit des Menschen, dessen gelegentlich (selbst-)zerstörerischen oder den Lebensraum vermüllenden Hinterlassenschaften einer aus den Fugen zu geratenden Zivilisation.
Menschen sind nicht zu sehen, keine Porträts, keine Begegnungen, keine Körper im Raum, vielleicht ja ein Symptom der Zeit der verordneten Isolationen und Einsamkeiten. Die gezeigte Kunst allerdings ist schön – und noch bis zum Sonntagabend zu sehen. Also schnell hingehen und schauen.

Autor:

Olaf Neopan Schwanke (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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