Preisgekrönte Vokal-Legenden
Onair beim Sommerfestival

Onair – das sind Patrick Oliver, Jennifer Kothe, André Bachmann, Marta Helmin und Kristofer Benn (v. l.) – heizten dem restlos begeisterten Publikum im Schlosshof mit eigenen Interpretationen legendärer Hits mächtig ein.
  • Onair – das sind Patrick Oliver, Jennifer Kothe, André Bachmann, Marta Helmin und Kristofer Benn (v. l.) – heizten dem restlos begeisterten Publikum im Schlosshof mit eigenen Interpretationen legendärer Hits mächtig ein.
  • Foto: Anna Maria Weber
  • hochgeladen von Anna Maria Weber (Freie Mitarbeiterin)

anwe Siegen. Als ob die Siegener-Sommerfestival-Macher es schon vorher genau geahnt hätten: Gerade erst hatten Onair den begehrten 1. Preis, den „Grand Prix“ beim Moscow Spring A Cappella Festival, dem weltweit größten Wettbewerb seiner Art, abgeräumt (den 195 andere Formationen aus 26 Ländern auch gern gewonnen hätten), da war das Quintett schon in Siegen und präsentierte erstmals sein neues Programm: „Vocal Legends“ mit Welthits von Pink Floyd bis Linkin Park. André Bachmann (Tenor), Kristofer Benn (Bass), Marta Helmin (Sopran), Jennifer Kothe (Sopran) und Patrick Oliver (Bariton und Beatbox), allesamt studierte Musiker, zeigten, warum sie zur Weltliga des A-cappella-Gesangs gezählt werden. Sie brachten dem Publikum in der guten Open-Air-Stube im Schlosshof mit unzähligen Hits mächtig die Vokal-Töne bei, jedoch in ihrer so ganz anderen, individuellen Interpretation, mit denen sie ihre tiefe Verehrung für die großen Stimmen der Rock- und Popgeschichte ausdrückten, mit Songs, die sie begeisterten und ihnen vieles bedeuteten, nicht nur beim Knutschen oder in der Disco.

Musik von Coldplay oder Stevie Wonder

Gut, dass das Publikum erschienen war, da sie normalerweise mit einem 50-köpfigen russischen Männerchor singen würden: Diesen wussten die zahllosen Zuschauer natürlich schon beim Intro-Song, „Radio Gaga“ von Queen, mit dem Onair im altehrwürdigen Schlosshof „auf Sendung“ gingen, und „Adventure Of A Lifetime“ von Coldplay mitklatschend und mitsingend bestens zu ersetzen. Nach Stevie Wonders „Superstition“ trafen sie mit Linkin Parks „Numb“ und „Father To Son“ von Phil Collins, gesungen von Onairs „Buffzekatze“ Patrick Oliver, der als „Schlagzeuger“ der Band endlich auch mal singen durfte, voll ins Herz. Apropos a cappella: Ein ganz klein wenig Technik durfte es in Form einer Loop-Station und des Ableton-Sequenzers am Mischpult trotzdem sein, um den satten A-cappella-Sound des Quintetts in die Ohren der überaus zahlreich erschienenen Zuhörer zu transportieren. Die Loop-Maschine ließen sie dann bei „American Boy“ von Estelle eindrucksvoll zum Einsatz kommen, bevor sie mit „Nothing Compares To You“ und dem legendären, von Martina Helmin gesungenen Kracher „Stairway To Heaven“ die Pause mit einem Gewinnspiel einläuteten.

Toll auch der "Earth Song"

Die explosive und innovative Mischung der Songs wurde zudem bestens in Szene gesetzt durch eine ausgeklügelte Lichtshow und genau auf die Songs abgestimmte Choreografie (mit immer wieder wechselndem Leadgesang), die das Konzert auch zu einem echten Augenschmaus werden ließen. Ob im zweiten Teil bei Michael Jacksons „Earth Song“, Grönemeyers „Stück vom Himmel“ oder dem im Swing-Stil von Kristofer Benn gesungenen und so ganz neu daherkommenden Pink-Floyd-Stück „Wish You Were Here“. Ach, und da war ja auch das „Schlagzeugsolo“ von Patrick Oliver, der es beatboxend so täuschend echt hinlegte, als würde livehaftig jemand die Drums traktieren. Phänomenal!

Mit Rio Reiser in die Nacht

Zum guten Schluss wurde nochmal der Discofloor eröffnet, und das restlos begeisterte Publikum feierte Onair zu Kings of Leons „Use Somebody“ und Rihannas „Please Don’t Stop The Music“ erneut so richtig ab, bevor es andächtig lauschend und ganz ohne Mikro mit Rio Reisers „Für immer und dich“ restlos glücklich und zufrieden in die Nacht entlassen wurde.

Autor:

Anna Maria Weber (Freie Mitarbeiterin) aus Siegen

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