Zurück aus dem „fürstlichen Exil“
Open-Air-Kino startet am 19. Juli am Oberen Schloss

Macher und Sponsoren des Siegener Open-Air-Kinos stellten am Freitag das Programm für 2019 vor – natürlich auf der Brunnenwiese am Oberen Schloss. Foto: zel
  • Macher und Sponsoren des Siegener Open-Air-Kinos stellten am Freitag das Programm für 2019 vor – natürlich auf der Brunnenwiese am Oberen Schloss. Foto: zel
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

zel Siegen. „Schön und gut“, das sagt sich so leicht. Arne Fries findet das Siegener Open-Air-Kino auf der Brunnenwiese am Oberen Schloss wirklich genau das: schön und gut. Nach einem Jahr im „fürstlichen Exil“, so der u. a. für Kultur zuständige Stadtrat, können sich die Besucher in diesem Jahr wieder auf der Wiese ausbreiten, Decken aufschlagen, picknicken – und dabei natürlich Filme schauen, die Spannung, Anspruch und Unterhaltung versprechen. Das Open-Air-Kino fand wegen der Sanierung von Stadtmauer und Siegerlandmuseum vergangenes Jahr im Schlosshof statt. Der Jahrhundertsommer war für Veranstalter Martin Horne „gigantisch“. Mit 5000 Besuchern vermeldet er beim Pressegespräch Rekord für den Spielort Hof am Oberen Schloss. (Für den Platz am Unteren Schloss waren es mal 7500 in nur zehn Tagen, das nur am Rande.)

Auftakt mit "Bohemian Rhapsody"

Aber jetzt: „Home, sweet home“, sagt Martin Horne. Das 22. Siegener Open-Air-Kino ist zurück auf der Brunnenwiese und bietet pro Abend Platz für 400 Besucher. Der Vorverkauf ist für einige Filme schon vor rund einem Monat gestartet, wie Horne informierte. Besonders gut läuft es schon für den Eröffnungsfilm „Bohemian Rhapsody“ (19. Juli) und „A Star Is Born“ (22. August). Das sind zwei von vier Musikfilmen, die dieses Jahr zu sehen sind – da sieht Martin Horne eindeutig einen Schwerpunkt. Tickets für alle Filme sind auf www.kinoheld.de verfügbar. Ein Dreier-Abo bietet freie Auswahl und ist unbegrenzt gültig, dieses ist aber nur an der Abendkasse erhältlich. Die Eintrittspreise seien stabil geblieben, sagte Horne, was auch den Sponsoren (Volksbank in Südwestfalen, Autohaus Walter Schneider, SVB) zu verdanken sei. Bei schlechtem Wetter geht es an den Ausweichspielort Lÿz, aber nur wenn das Kulturhaus nicht anderweitig belegt ist. Tagesaktuelle Wetterinfos wie auch das komplette Programm und Zusatzveranstaltungen findet man unter www.openairkino-siegen.de.

CVJM und Greenpeace sind dabei

Wie immer finden einige Sonderveranstaltungen im Rahmen des Open-Air-Kinos statt. In diesem Jahr kooperieren die Macher mit Greenpeace, wenn am 15. August der Naturfotograf Markus Mauthe seine neue Multimedia-Show „An den Rändern des Horizonts“ präsentiert. Es geht diesmal um die indigene Bevölkerung auf vier Kontinenten, wie Dirk Rosenthal von Greenpeace sagte. Außerdem zeigt der CVJM Siegerland aus Anlass des 175-jährigen Bestehens am 30. Juli den Film „The Soul In The Machine“ über den Gründer der Bewegung: Sir George Williams. „Nicht nur für CVJMler“ sei dieser auf einem Theaterstück basierende Film von Interesse, warb Timo Nöh als Vertreter der Organisation. „The Soul In The Machine“ läuft im englischen Original mit deutschen Untertiteln. Diese beiden Veranstaltungen sind kostenlos zu besuchen. Neben der „European Outdoor Film Tour“ (9. August) ist am 23. August erstmals auch die „Oceans Film Tour“ zu Gast. Fast schon Standard ist die Kleinkunst-Wanderbühne Kunst gegen Bares, die in diesem Jahr am 1. August beim Open-Air-Kino gastiert. Thema soll „Kino“ sein. Wer etwas beitragen kann, wendet sich an die Veranstalter unter www.kgb-siegen.de. Stichwort Wandern: Die Filmemacher Silke Schranz und Christian Wüstenberg kehren mit einer neuen Arbeit zurück. Vor zwei Jahren stellten sie im Siegener Open-Air-Kino „Südafrika – Der Kinofilm“ vor und standen dem Publikum Rede und Antwort. Am 18. August bringen sie ihr jüngstes „Baby“ mit nach Siegen: „Portugal – Der Wanderfilm“.

"Leberkäsjunkie" noch ganz frisch

Besonders glücklich ist Martin Horne darüber, dass er am 16. August den dann noch taufrischen Eberhofer-Krimi „Leberkäsjunkie“ nach dem Roman von Rita Falk zeigen kann, der „eigentlich“ sonst nur in Bayern zu sehen sei. „Lieb genervt“ habe er den Verleih – und so hat es geklappt. Horne verspricht einen bayerisch-olympischen Abend, an dem sich auch das Wirtshaus einbringen will. Kann schon sein, dass des schee und guad wird …

Autor:

Regine Wenzel (Redakteurin) aus Siegen

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