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Viel Applaus für Sono Vocale in der Martinikirche Siegen
Perfekter Jahresausklang

Sono Vocale präsentierte ein grandioses Konzert in der Siegener Martinikirche zum Abschluss des Jahres.
  • Sono Vocale präsentierte ein grandioses Konzert in der Siegener Martinikirche zum Abschluss des Jahres.
  • Foto: Bärbel Althaus
  • hochgeladen von Peter Barden (Redakteur)

ba Siegen. Die lange Schlange vor dem Eingang ließ am Sonntag bereits erahnen, dass die Martinikirche in Siegen bis auf den letzten Platz besetzt sein würde. Nicht ohne Grund, denn bereits zum dritten Mal hatte sich der heimische Meisterchor Sono Vocale angekündigt, um gemeinsam mit Gästen ein exquisites Konzert zu geben.
„Sie erwartet ein großer Bogen an Musikalität“, versprach der 1. Vorsitzende, Wolfgang Leipold, dem erwartungsvollen Publikum. Ein Versprechen, das nicht nur hinsichtlich der Bandbreite des Repertoires, das „Klassik, Gospel, Pop und Jazz“ umfasste, sondern auch mit Blick auf die eingeladenen Künstler absolut gerechtfertigt schien.

ba Siegen. Die lange Schlange vor dem Eingang ließ am Sonntag bereits erahnen, dass die Martinikirche in Siegen bis auf den letzten Platz besetzt sein würde. Nicht ohne Grund, denn bereits zum dritten Mal hatte sich der heimische Meisterchor Sono Vocale angekündigt, um gemeinsam mit Gästen ein exquisites Konzert zu geben.
„Sie erwartet ein großer Bogen an Musikalität“, versprach der 1. Vorsitzende, Wolfgang Leipold, dem erwartungsvollen Publikum. Ein Versprechen, das nicht nur hinsichtlich der Bandbreite des Repertoires, das „Klassik, Gospel, Pop und Jazz“ umfasste, sondern auch mit Blick auf die eingeladenen Künstler absolut gerechtfertigt schien. War doch neben Hartmut Sperl, dem Piano-Mann, der sich unter anderem als langjähriger Leiter der Evau-Big-Band einen Namen gemacht hat, auch die in Siegen beliebte Sängerin Judith Adarkwah gekommen, um mit Soul in der Stimme und unvergleichlichem Esprit die Herzen der Zuschauer auch nach Weihnachten zu erwärmen.

Schwedische Sommerwiese im Winter-Siegen

Erwärmen wollte auch Chorleiterin Adelheid Fassbender ihr Publikum. Deshalb führte sie direkt mit dem ersten Beitrag von Sono Vocale, „Uti var hage“, die Zuhörer auf eine schwedische Sommerwiese. Ein Einstieg, der Sehnsüchte nach Sommer und Urlaub erweckte, die noch gesteigert wurden. Durfte man sich doch kurz darauf wünschen, „Über den Wolken“ zu schweben. „Achten Sie mal auf die wunderbare Lyrik“, freute sich Wolfgang Leipold über Reinhard Meys Wortkunst und gestand, dass „Luftaufsichtsbaracke“ sein „absolutes Lieblingswort“ in diesem Song sei.
Allerdings war die baldige Landung schon vorprogrammiert, da der musikalische Weg über John Dowlands „Come Again“ nach Österreich zu Anton Bruckner führte, der für die Einweihung der Votivkapelle im Mariä-Empfängnis-Dom in Linz „Locus iste“ komponiert hatte. Regenbogenbunt wurde der musikalische Bogen, den der Chor schlug, anschließend mit „Somewhere Over The Rainbow“, mit dem 1939 Judy Garland im „Zauberer von Oz“ bezauberte. Dieses „unfassbar häufig gecoverte“ Lied, so Leipold, das mit dem fülligen Hawaiianer Israel Kamakawiwo’ole und seiner kleinen Ukulele bis auf Platz eins der deutschen Charts emporschoss, durfte nun in einer jazzigen Version genossen werden und bot den perfekten Übergang zur gleichermaßen bezaubernden Judith Adarkwah und Jazz-Könner Hartmut Sperl.

Von Phil Collins bis Alicia Keys

Während seine Finger mit Leichtigkeit über die Tasten perlten, forderte Judith Adarkwah das Publikum auf, sich den „Kick On Route 66“ zu holen, huldigte „Georgia“ und präsentierte auf ganz spezielle Art ein von Hartmut Sperl zusammengestelltes Phil-Collins-Medley. Inspiriert habe sie vor allem Alicia Keys, erklärte Adarkwah, bei deren Song „If I Ain’t Got You“ sich einmal mehr zeigte, dass sie die Songs, die sie singt, auch fühlt. So fand auch Kacey Musgraves Ballade „Rainbow“ großen Anklang beim Publikum. Dabei sei Country nicht unbedingt ihre Sache, wie die Sängerin gestand, doch dieser aufmunternde Song habe sie besonders berührt.
Erwartungsgemäß fehlten in der einmaligen Atmosphäre der Martinikirche auch Gospelklänge nicht. Mit „Precious Lord“ von Thomas Dorsey und einem gemeinsam mit Sono Vocale gesungenen „Amazing Grace“ zeigte sich noch einmal, dass musikalische Kunst auf einem sehr hohen Level geboten wurde, zumal Sono Vocale zuvor mit „Calling My Children Home“ von Chanticleer einen Song von einem der wohl besten Männerchöre der Welt präsentiert hatte.
Den Schlusspunkt fand die musikalische Reise mit „Siyahamba“ in Südafrika, so dass es den rhythmisch klatschenden Zuhörern, die den Chor und seine Gäste mit viel Applaus belohnten, noch einmal warm ums Herz werden konnte. Bleibt zu hoffen, dass sich die „kleine Tradition“ dieses Konzerts weiter fortsetzen wird, um das Jahr perfekt ausklingen zu lassen.

Autor:

Bärbel Althaus (Freie Mitarbeiterin) aus Wilnsdorf

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