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Timo Latsch und Jonas Hoffmeister: „Mein Spiel“
Podcast mit Hansch, Réthy & Co

Präsentieren den Podcast „Mein Spiel“: Timo Latsch (l.) und Jonas Hoffmeister.
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ciu Siegen/Köln. „Tor! Toor! Tooor!“ – Wenn Fußball-Reporter und -Reporterinnen so jubeln, dann zerreißt es das Fußballfan-Herz mitunter. Entweder vor Glück. Oder vor Leid. Es gibt unglaubliche Momente, hochemotionale Minuten, Treffer für die Ewigkeit, vergebene Elfmeter, Schiedrichter-Entscheide mit dramatischen Folgen, Kunstschüsse und Fehlpässe, Rempeleien, Rote Karten. Was auf dem Platz entscheidend ist, fasst die Live-Reportage in Bilder und Worte. Und auch in diesem Metier gibt es das Unvergessliche, das – natürlich – untrennbar mit dem jeweiligen Spiel vom Runden, das ins Eckige muss, verbunden ist. Nun rollt der Ball augenblicklich nicht.

ciu Siegen/Köln. „Tor! Toor! Tooor!“ – Wenn Fußball-Reporter und -Reporterinnen so jubeln, dann zerreißt es das Fußballfan-Herz mitunter. Entweder vor Glück. Oder vor Leid. Es gibt unglaubliche Momente, hochemotionale Minuten, Treffer für die Ewigkeit, vergebene Elfmeter, Schiedrichter-Entscheide mit dramatischen Folgen, Kunstschüsse und Fehlpässe, Rempeleien, Rote Karten. Was auf dem Platz entscheidend ist, fasst die Live-Reportage in Bilder und Worte. Und auch in diesem Metier gibt es das Unvergessliche, das – natürlich – untrennbar mit dem jeweiligen Spiel vom Runden, das ins Eckige muss, verbunden ist. Nun rollt der Ball augenblicklich nicht.

"Mein Spiel": Podcast für Fußballfans

Eine Not für Clubs und Fans, aus der die Mediengruppe RTL eine Tugend macht: mit dem Podcast „Das Spiel“ (u. a. abrufbar bei Audio Now), 30- bis 45-minütigen Hörstücken, in denen mit Timo Latsch und Jonas Hoffmeister gleich zwei aus dem Siegerland stammende Sportjournalisten im Gespräch mit prominenten Fußball-Kommentatoren sind. Jeden Mittwoch bringen die beiden eine neue Ausgabe heraus, hatten für die nun aktuelle Folge am Dienstagnachmittag die Reporterlegende Werner Hansch (81) zu Gast, eigens von Dortmund ins Kölner Sender-Zuhause chauffiert und auch wieder zurück, um mit ihm (auch) über den UEFA-Cup-Sieg der „Eurofighter“ des FC Schalke 04 zu sprechen. Das war 1997, und die Entscheidung gegen „Inter“ fiel beim Rückspiel in Mailand. An jenem 21. Mai berichtete der Gosenbacher Timo Latsch, heute 43, für Radio Siegen vom „Public Viewing“ des Schalke-Fanclubs Oberes Johannland. Für ihn durchaus ein besonderer Moment, doch „sein Spiel“, sagt er am SZ-Telefon, wäre dann doch jenes am 4. Juni 2005 gewesen, das zum Aufstieg der Sportfreunde Siegen in die 2. Bundesliga führte.

Micky Beisenherz als Überraschungsgast

Zum Konzept des Podcasts gehört immer auch das Zuspielen eines Überraschungsgastes. Im Fall von Werner Hansch hat der in Fellinghausen aufgewachsene Jonas Hoffmeister den Hörfunk- und TV-Moderator Micky Beisenherz interviewt. Der kommt wie Hansch aus Recklinghausen (und kann diesen 1A parodieren), hat aber als Borussia-Dortmund-Anhänger eine möglicherweise andere Sicht auf den einstigen Erfolg der „Knappen“. Hat er nicht, sagt Jonas Hoffmeister. Micky habe sich damals riesig für das Ruhrgebiet gefreut. Zumal der BVB 1997 gleichfalls allen Grund zum Jubeln hatte: Der Club gewann die Champions League. Waren das Zeiten!

Im Wohnzimmer von Béla Réthy

Trefflich lässt es sich über Fußball plaudern. Angeregt, engagiert, im Fall von „Mein Spiel“ auch reflektiert. Denn es sind hier nicht die Fans, die sich die Köpfe heiß diskutieren, sondern jene, die (möglichst) objektiv berichten sollen und wollen. Und das macht, wie das Nachhören des Gesprächs mit Béla Réthy in dessen Wiesbadener Wohnzimmer zum Beispiel zeigt, einen Unterschied. Zu erleben sind fußballerische Schlüsselmomente aus der Helikopter-Perspektive, daneben gibt es auch den Blick hinter manche Kulisse.

Timo Latsch: Anpfiff wäre "wichtiges Zeichen"

Auf der Gästeliste von Latsch/Hoffmeister stehen bzw. standen neben Hansch und Réthy außerdem Claudia Neumann, Manni Breuckmann, Marcel Reif, Marco Hagemann, Frank Buschmann und Tom Bartels. Deutlich wird im Grunde in jedem Gespräch, wie sehr die Welt den Fußball braucht. Womöglich „nach Corona“ ein bisschen geläuterter, geerdeter. Timo Latsch: „Ich hoffe, dass die DFL (die Deutsche Fußball Liga) und die Vereine lernen, auch was das Thema Nachhaltigkeit angeht.“ Aus seiner Sicht könnte ein mittelfristiger „Anpfiff“ durchaus ein „wichtiges Zeichen“ sein – „auf dem Weg zurück zur Normalität“.

Autor:

Claudia Irle-Utsch (Redakteurin) aus Siegen

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