250 Tänzer im Apollo
Premiere für AkzepTanz mit "Zauberwald"

Carolin Borromeo Ferri hat sich mit ihren Tanzstudio AkzepTanz vor drei Jahren einen Traum erfüllt. Mit „Zauberwald“ folgt der nächste. Foto. sabe
  • Carolin Borromeo Ferri hat sich mit ihren Tanzstudio AkzepTanz vor drei Jahren einen Traum erfüllt. Mit „Zauberwald“ folgt der nächste. Foto. sabe
  • hochgeladen von Sarah Benscheidt (Volontärin)

sabe Geisweid. „Es ist ein schönes Aufgeregtsein, ich habe fast ein bisschen Angst davor, wenn es vorbei ist.“ Am Samstag, 1. Juni, und am Sonntag, 2. Juni, (jeweils um 19 Uhr) feiert Carolin Borromeo Ferri mit ihrer Tanzschule Akzep-Tanz eine Premiere. „Zauberwald“ heißt das Tanztheater-Stück, das 250 Tänzerinnen und Tänzer, also die gesamte Tanzschule, auf die Bühne des Siegener Apollo-Theaters bringen.

"Absolute Erfüllung"

Für Ferri ist  "Zauberwald" die erste Aufführung dieser Größe und wohl die Kulmination ihrer lebenslangen Passion vom Tanzen. „Getanzt habe ich, seit ich denken kann“, erzählt die ewig 25-Jährige (das Alter ist streng geheim, „man ist ja bekanntlich immer so jung, wie man sich fühlt“), im SZ-Interview. Den Schritt, mit AkzepTanz vor drei Jahren in die Selbständigkeit zu gehen, bezeichnet sie als „absolute Erfüllung.“ Projekte anzustoßen, kreative Choreographien mit Leben füllen zu dürfen, eben „ sich komplett frei zu entfalten“, das sei für sie das Schönste, was habe passieren können. „Ich bin ein sehr kreativer Kopf. Manchmal kriege ich Kopfschmerzen vor lauter Einfällen“, sagt sie und lacht, glücklich darüber, sich durch die Tanzschule einen Raum erschaffen zu haben, indem „alles endlich raus kann.“

"Zauberwald" als eigenes Sprachrohr

Das Projekt „Zauberwald“ bildet dabei ein ganz eigenes Sprachrohr. Ist das selbstgeschriebene Stück doch nicht nur eine Idee, „die seit mehr als zehn Jahren in meinem Kopf schlummert“, sondern überdies eine extraordinäre Fusion in jedweder Hinsicht. „Von zwei bis sechzig Jahren – alles tanzt mit.“ Die generationsübergreifende Zusammenarbeit gehört dabei genauso zum Konzept wie das Potpourri an tänzerischen Kategorien. Mal impulsiv und kraftvoll im Hip-Hop Style, mal elegant und ästhetisch als klassisches Ballett, dann wieder fetzig und wild im zeitgenössischen Tanz, wird die Geschichte von einem Jungen erzählt, der seine große Liebe sucht, die im Zauberwald entführt wurde. Vorbei an Feen, Kobolden, Hexen, Elfen, magischen Tieren, lebendigen Bäumen oder finsteren Gestalten aus der Dunkelheit nimmt das Abenteuer seinen Lauf und soll dabei vor allen Dingen eines nicht sein: ein wahlloses Aneinanderreihen von verschiedenen Tanzstilen.

Bunte Vielfalt im stimmigen Gesamtkonzept

„Ich bin ein Freund davon, Dinge zu vermischen. Das kreiert tolle neue Arrangements.“ Trotzdem – oder auch gerade deshalb – habe sie großen Wert darauf gelegt, dass sich die bunte Vielfalt in ein stimmiges Gesamtkonzept einpasse. Dabei sei sie stets im Dialog mit den Gruppen gewesen („was passt, was passt nicht“) und habe dadurch ein situationsbedingtes Ergebnis geschaffen, das sich auch durch eben diesen tänzerischen Diskurs auszeichnet. Sie selbst habe sich mit der Umsetzung dieses leichtfüßigen Phantasiemärchens nicht nur einen großen Wunsch erfüllt, sondern sei durch die selbstbestimmte Verwirklichung – sogar das Bühnenbild hat Ferri selbst entworfen und realisiert – auch künstlerisch gewachsen. „Ich habe immer autark gedacht und mich so lange reingehängt, bis es funktioniert hat – in diesem Stück steckt ganz viel von mir selbst.“

Autor:

Sarah Benscheidt (Volontärin) aus Bad Berleburg

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