Deutsch-israelische Jugendbegegnung: Grenzen überwinden (Video)
Projekt "Interspace" wirbt für Verständigung

Gemeinsam auf dem Weg, Grenzen zu überwinden: die Jugendlichen aus den Kreisen Emek Hefer und Siegen-Wittgenstein, die eine Woche lang unter professioneller Anleitung miteinander das Bühnenprojekt „Interspace“ erarbeiteten.
6Bilder
  • Gemeinsam auf dem Weg, Grenzen zu überwinden: die Jugendlichen aus den Kreisen Emek Hefer und Siegen-Wittgenstein, die eine Woche lang unter professioneller Anleitung miteinander das Bühnenprojekt „Interspace“ erarbeiteten.
  • Foto: Claudia Irle-Utsch
  • hochgeladen von Claudia Irle-Utsch (Redakteurin)

ciu Siegen. One, two, three … – und schon sind die Jugendlichen wieder mittendrin. In ihrem Song, in ihrem Spiel. In ihrer Welt. Und das ist eine, die sich wünschen lässt: mit Menschen, die miteinander auskommen, miteinander etwas gestalten, miteinander reden, tanzen, lachen und vielleicht auch weinen, die Mut haben, Verrücktes zu tun, die eigenen Begrenzungen zu überwinden.Im Zuge der Jugendbegegnung, die an diesem Freitag zu Ende geht, ist es je 17 Jugendlichen aus Israel und aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein gelungen, Barrieren ab- und Verständnis füreinander aufzubauen. Eine Woche haben sie gemeinsam verbracht und zusammen viel erlebt (u. a. im Aktiven Museum Südwestfalen, beim Klettern, im Dunkelcafé und beim Besuch der Gedenkstätte in Hadamar) und haben dieses Tun dann auch reflektiert. Das in einem besonderen Rahmen.

Gegenbesuch in Emek Hefer

Denn unter der Überschrift „Interspace“ galt und gilt es, (auch mit digitalen Mitteln) ein Bühnenprogramm zu erarbeiten, das in den Osterferien beim Gegenbesuch der Siegen-Wittgensteiner im Partnerkreis Emek Hefer aufführungsreif gemacht wird, um dann sowohl in Israel als auch in Deutschland (ein Termin, im Gebrüder-Busch-Theater Dahlbruch, ist fix, weitere in Berlin, Frankfurt oder Chemnitz sollen folgen) vor Publikum zu sehen sein soll.

„Wir starten als Fremde, und nun sind wir Freunde“

Erarbeitet worden ist bislang ein großes Ganzes, das sich aus darstellerischen Szenen (Schauspiel und Tanz) und Songs (selbst verfasste Texte und Musik) zusammenfügt. Hier greifen individuelle Erfahrungen und kollektiv Empfundenes ineinander – und beim Zuschauen und Zuhören wächst der Eindruck, dass die Jugendlichen zu einer (!) Gruppe gewachsen sind. Gebündelt wird dieser dynamische Prozess etwa in der gesprochenen Lied-Zeile „Wir starten als Fremde, und nun sind wir Freunde“.

Jugendliche mit Interesse an Bühnenkunst

Das ist auch das Resümee von Shahar (15) aus Bat Hefer und Clara (16) aus Dahlbruch, die das Erlebte („Wir verstehen uns so gut, obwohl wir aus unterschiedlichen Kulturen kommen“) gern verallgemeinern möchten: dass Menschen einfach friedlich zusammenleben. Einen Schritt auf dem Weg dorthin möchten die in diesem Jahr sieben Jugendbegegnungen des Kreisjugendrings Siegen-Wittgenstein (Koordination: Barbara Friedrich) und des Kreises Emek Hefer (Delegationsleitung: Mor Maor) sein. Wobei die aktuelle diesen stark künstlerischen Schwerpunkt trägt.

Die 14- bis 16-Jährigen aus Israel belegen an der „Ruppin School“ sämtlich die Fächer Drama & Dance oder Musik; die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland hatten sich auf eine entsprechende Ausschreibung hin beworben und brachten damit „special interest“ für Bühnenkunst mit.

Viele Beteiligte fördern das Projekt

Als Ermöglicher mit im Boot sind hinter den Kulissen das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Hilchenbach, der Verein MoMu und der Gebrüder-Busch-Kreis; Fördermittel kommen vom Kreis Siegen-Wittgenstein, aus dem Kinder- und Jugendförderplan des Bundes, aus Landesfonds und vom Kulturbüro. Die Jugendlichen aus Israel wurden von ihren Fachlehrkräften begleitet, als Coaches im Siegerland waren Britta Papp (Tanz), Lars Dettmer (Theater) und Hans Dieter Klug (Rockmobil) motivierend und begleitend dabei.

Zur Sicherheit: Polizei und Verfassungsschutz

Weil solch symbolhaftes Handeln von rechts durchaus gefährdet ist, sorgten Polizei und Verfassungsschutz (vermutlich intensiver noch auch wegen der Ereignisse in Halle) für die Sicherheit dieses Projekts.

Autor:

Claudia Irle-Utsch (Redakteurin) aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

Kommentare sind deaktiviert.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.