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Die „Suche nach der Ruhe in mir“: Horst Lichters Buch erschein am 3. Mai
Publikumsliebling ist mit seinem "Leben zufrieden“

Horst Lichter begibt sich in seinem neuen Buch, das am Montag, 3. Mai, erscheint, auf die Suche nach der Ruhe.
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  • Horst Lichter begibt sich in seinem neuen Buch, das am Montag, 3. Mai, erscheint, auf die Suche nach der Ruhe.
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la - Toleranz und gute Erziehung sind  ihm wichtig, sagt Horst Lichter im SZ-Interview.
la Köln.  „Von den meisten Menschen, den Medien, und allen, die mich zu kennen glauben, „werde ich oft als ,der fröhlich fidele Onkel Hotte‘, ,die rheinische Gute-Laune-Maschine‘ oder ,der feine Kerl mit dem lustig aufgedrehten Schnurrbart und dem knuffeligen Dackelblick hinter der goldenen Nickelbrille‘ bezeichnet“, schreibt Horst Lichter, Deutschlands beliebtester Geschichtenerzähler, Moderator und Bestsellerautor, der im ZDF mit seiner Sendung „Bares für Rares“ Traum-Zuschauerquoten einfährt.
Wenn man mit dem Rheinländer spricht, denn erlebt man einen ganz anderen Horst Lichter. Einen Mann, der überlegt, bevor er antwortet.

la - Toleranz und gute Erziehung sind  ihm wichtig, sagt Horst Lichter im SZ-Interview.
la Köln.  „Von den meisten Menschen, den Medien, und allen, die mich zu kennen glauben, „werde ich oft als ,der fröhlich fidele Onkel Hotte‘, ,die rheinische Gute-Laune-Maschine‘ oder ,der feine Kerl mit dem lustig aufgedrehten Schnurrbart und dem knuffeligen Dackelblick hinter der goldenen Nickelbrille‘ bezeichnet“, schreibt Horst Lichter, Deutschlands beliebtester Geschichtenerzähler, Moderator und Bestsellerautor, der im ZDF mit seiner Sendung „Bares für Rares“ Traum-Zuschauerquoten einfährt.
Wenn man mit dem Rheinländer spricht, denn erlebt man einen ganz anderen Horst Lichter. Einen Mann, der überlegt, bevor er antwortet. Der ruhig und sachlich vorträgt, was er denkt, und klar sagt, worüber er auch nachdenkt. Der seine Situation in einer hektischen Branche ganz schonungslos reflektiert, der in seinem Leben schon Licht und Schatten gesehen hat, und der zu dem Schluss kommt: „Ich bin mit meinem Leben zufrieden!“

Horst Lichter schreibt: "Ich bin dann mal still"

Jetzt hat er mit seinem Co-Autor Till Hoheneder ein Buch geschrieben: „Ich bin dann mal still – Meine Suche nach der Ruhe in mir“. Er hat sich in einem Schweigekloster einquartiert, einen Zen-Kurs belegt und sich auf eine Reise in die Stille und zu sich selbst begeben.

"Ich bin dann mal still" heißt Horst Lichters neues Buch.
  • "Ich bin dann mal still" heißt Horst Lichters neues Buch.
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So ganz der richtige Ort war für ihn das Schweigekloster nicht. Daraus macht er auch keinen Hehl. Und doch hat er im Kloster etwas hinzugelernt. Horst Lichter zur Siegener Zeitung: „Toleranz zu üben. Was für mich nicht gut ist, ist für den anderen Teilnehmer genau das Richtige.“ So versteht er auch sein Buch. Kein Ratgeber für das Leben, sondern ganz freimütig lässt er seinen Gedanken freien Lauf. Horst Lichter: „Ich möchte mich nicht falsch verstanden wissen. Ich möchte niemandem empfehlen, wie er sein Leben zu leben hat. Ich selbst habe in meinem Leben sehr viel erlebt, wodurch sich immer wieder etwas geändert hat. So bin ich dahin gekommen, wo ich heute bin. Und dafür bin ich demütig und dankbar.“ „Und“, das unterstreicht er, ohne Wenn und Aber, „ich bin zufrieden, ohne eingebildet zu sein.“

Horst Lichter: "Bin kein Mensch für den roten Teppich"

Bei allem Erfolg: Für ihn ist es schon ein großer Unterschied, ob man sagt, „ich bin ein toller Hecht“, oder „ich mag mich heute“. Wenn Horst Lichter, der klar sagt, dass er „kein Mann für den „roten Teppich“ ist, sondern lieber mit seinen Freunden und Motorradkumpels mal eine Bratwurst isst, eine Zeitmaschine hätte, würde er etwas ändern? „Ich kann“, sagt der Rheinländer, nach langer Überlegung, „für mich sagen, ich würde nichts ändern. Ich bin zufrieden mit dem, was ich tue.“
Was würde er dem damals 16-jährigen Horst sagen? „Alles wird gut.“ Er würde auch keine Tipps und Ratschläge geben, denn, so der Autor „dann käme ja heute ein anderer Horst heraus. Und ich weiß nicht, ob ich den mögen würde.“

Öffentlichkeit ist Teil seines Lebens

Mit der Tatsache, eine Person des öffentlichen Lebens zu sein, kann Horst Lichter umgehen. „Wenn man das nicht will, dann soll man seinen Kopp nicht in die Kamera halten.“ Autogramme, Selfies: für den Rheinländer kein Problem. Doch es gibt auch Grenzen. „Wenn ich mit meiner Frau zum Essen gehe, vielleicht gerade die Gabel im Mund habe, und dann kommt einer, fragt, ob ich mal ein Foto mit ihm mache und meiner Frau, ohne sich vorzustellen, auch noch die Kamera in die Hand drückt, dann ist die Grenze erreicht.“ Lichter hält das für mangelnde Erziehung.
Doch den Glauben an das Gute hat er nicht verloren. „Oft kommen Kinder, fragen höflich, und für die würde ich den Zug verpassen.“ Eine gute Erziehung ist ihm wichtig und die, damit geht das Gespräch wieder zurück auf seine Klosterzeit, schließt auch Toleranz mit ein.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Co-Autor

Mit Till Hoheneder hat er jetzt schon sein zweites Buch geschrieben nach „Keine Zeit für Arschlöcher“. Die beiden Männer könnten unterschiedlicher nicht sein. Doch die Zusammenarbeit ist von einem tiefen gegenseitigen Vertrauen geprägt. „Er ist ein großartiger Autor, ein ehemals großer Comedian, der eine Gabe hat: Er kann zuhören. Wir haben viele Stunden zusammengesessen. Wir haben gelacht, gestaunt, Kontroversen ausdiskutiert, und wenn es mal traurig wurde, auch geweint.“ „Ich bin“, sagt Horst Lichter, ein ehrlicher, offener, harmoniesüchtiger, manchmal etwas gutgläubiger Mensch. Und da ist die Vertrauensbasis wichtig.“
„Ich bin dann mal still“ ist ein amüsantes und ernstes Buch zugleich. Und so  mag man nach dem Interview eines hoffen, dass sich der letzte Satz in der Lebensbeichte nicht bewahrheitet: „Ich bin dann mal still“. Jörg Langendorf

Horst Lichter begibt sich in seinem neuen Buch, das am Montag, 3. Mai, erscheint, auf die Suche nach der Ruhe.
"Ich bin dann mal still" heißt Horst Lichters neues Buch.
Autor:

Jörg Langendorf aus Siegen

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