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Apollo stellt „Siegen heißt gewinnen“ von Werner Hahn vor
Rasante Fußball-Revue

Geprobte Siegespose auf der Apollobühne als Vorbereitung aufs Leimbachstadion: Die Akteure und Macher von „Siegen heißt gewinnen“ von Werner Hahn (r.).
  • Geprobte Siegespose auf der Apollobühne als Vorbereitung aufs Leimbachstadion: Die Akteure und Macher von „Siegen heißt gewinnen“ von Werner Hahn (r.).
  • Foto: Peter Barden
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

pebe Siegen. Jung, rasant und voller Frauenpower: So kommt die Fußball-Revue „Siegen heißt gewinnen“ daher, die im Juli das Leimbachstadion zum Beben bringen soll – jedenfalls, wenn es nach dem Willen ihres Schöpfers Werner Hahn geht. Der Autor und Leiter des Jungen Apollo (JAp) stellte das Stück, das am Pfingstwochenende in einem Probenmarathon erarbeitet wurde, am Dienstag mit den Beteiligten vor. Wie bereits berichtet, soll „Siegen heißt gewinnen“ im Juli den Abschluss des Apollo-Freilicht-Festivals im Leimbachtal bilden.
TSV Siegen war "die Top-Mannschaft"Werner Hahn erinnerte daran, dass sich schon 2020 die DFB-Entscheidung , das Frauenfußball-Verbot aufzuheben, zum 50. Mal jährte.

pebe Siegen. Jung, rasant und voller Frauenpower: So kommt die Fußball-Revue „Siegen heißt gewinnen“ daher, die im Juli das Leimbachstadion zum Beben bringen soll – jedenfalls, wenn es nach dem Willen ihres Schöpfers Werner Hahn geht. Der Autor und Leiter des Jungen Apollo (JAp) stellte das Stück, das am Pfingstwochenende in einem Probenmarathon erarbeitet wurde, am Dienstag mit den Beteiligten vor. Wie bereits berichtet, soll „Siegen heißt gewinnen“ im Juli den Abschluss des Apollo-Freilicht-Festivals im Leimbachtal bilden.

TSV Siegen war "die Top-Mannschaft"

Werner Hahn erinnerte daran, dass sich schon 2020 die DFB-Entscheidung , das Frauenfußball-Verbot aufzuheben, zum 50. Mal jährte. Die Entscheidung habe auch eine tiefgreifende Auswirkung auf Siegen gehabt, denn von Mitte der 80er- bis Mitte der 90er-Jahre waren die Fußballfrauen des TSV Siegen „die Top-Mannschaft“, sechs Meistertitel inklusive.

Fiktives Theater um Neuser und Winkler

Das Stück setzt in der Fußball-Bundesligasaison 1993/94 ein. Die Fußballfrauen des TSV Siegen mit Trainer Gerd Neuser dominieren den deutschen Frauenfußball. Dann wird die Spielzeit zur Krisen- und Entscheidungszeit. Die Hauptfiguren dabei: Spielerin und später Betreuerin Lucy – die Figur ist angelehnt an die Person von „Emmi“ Gudrun Winkler – und Trainer Oskar, Gerd Neuser ähnlich, aber nicht so genannt, denn „es sollte kein Historienstück werden“, so Hahn, sondern ein „fiktives Theater rund um den Frauenfußball in Siegen“, wie es im Untertitel des Stücks heißt.

Zweites Stück: "Und es war Flutlicht"

Ursprünglich sollte die Geschichte als Revue mit 60 Schülerinnen der Gesamtschule Eiserfeld, der Sekundarschule Netphen und der Hauptschule Achenbach im vorigen Jahr im Apollo über die Bühne gehen, rekapitulierten Werner Hahn und Intendant Magnus Reitschuster, als Teil des gemeinsam geplanten Frauenfußball-Projekts. Corona machte alles anders. Aus einem Guss wurden zwei Stücke, und „beide werden wieder vereinigt beim Festival im Stadion“, so Reitschuster, der „seinen“ Stoff zur Komödie „Und es war Flutlicht“ verarbeitete (wir berichteten).

Ballettschulen Reindt und Meister sind dabei

Für Hahns Revue bedeutete die Verzögerung: Schülerinnen schlossen die Schule ab, gingen ins Studium. Mit einer verkleinerten Truppe, denn „mit 60 Leuten war ein gemeinsamer Probenbetrieb wegen der Hygienevorschriften nicht möglich“, solle das Stück nun neu laufen. Mit dabei sind Schülerinnen der Ballettschulen Reindt und Meister – „hochbegabte junge Frauen auf der Bühne“, konstatiert Hahn. Aber auch die Schülerinnen der drei genannten Schulen würden als „Fans“ eingebunden, sagt er, eingespielt über Video-Clips, die zuvor mit ihnen gedreht worden waren.

Andreas Kunz spielt den Trainer Oskar

Die Ballettschülerinnen selbst hätten keine Erfahrung mit Fußball, war aus ihren Reihen zu hören. Die Herausforderung des viel größeren Stadions nähmen sie aber alle gern an, denn es sei eine besondere Erfahrung, tatsächlich auf dem Spielfeld zu stehen. Als „Profi“ spielt der Schauspieler Andreas Kunz, dem Apollo seit Jahren verbunden, prägnant und ganz eigen den Trainer Oskar.
Hauptdarstellerin Marie Meyer (Lucy) meinte auf Nachfrage, sie könne die damalige Zeit, den Kampf der Fußballfrauen um Anerkennung auf Augenhöhe, gut nachvollziehen. Und sie erlebe ja auch heute leider noch, dass Frausein Nachteile mit sich bringen könne.

Pascal Hahn kümmert sich um die Musik

Die Choreografie – im großen Stadion noch einmal eine viel kniffligere Aufgabe – liegt in den Händen von Celine Reichwald (Ballettschule Reindt), die Musik steuert Hahns Sohn Pascal Hahn bei, der an der Musikhochschule Köln studiert. Pascal Hahn erläuterte zum Beispiel, wie für ihn ein „Fußballstück“ klingen müsse, mit rockiger Ästhetik, die in ein Stadion mit „gigantischer Atmosphäre“ passe.
Das Musikstück sei im März mit den Musikern in Köln vorproduziert worden, das habe es möglich gemacht, „special effects“ einzubauen, z. B. typische Klatsch-Rhythmen und Fan-Phrasen. Celine Reichwald berichtete, für sie sei „die Umsetzung von Fußball in Tanztheater“ eine große Herausforderung gewesen. Aber glücklicherweise sei ihr Mann fußballbegeistert und habe ihr so manche Fußballbewegung gezeigt.

Uraufführung wegen EM einen Tag später

Die Uraufführung wird übrigens nicht, wie bislang geplant, am 7. Juli stattfinden, teilten die Macher mit. Vielmehr wird sie – fußballgerecht – wegen des Halbfinal-Spiels der Europameisterschaft an diesem Tag erst am 8. Juli, gespielt, gefolgt von weiteren Aufführungen bis Mitte Juli. Auf der überdachten Tribüne zugelassen seien nach derzeitigen Bestimmungen 280 Gäste.

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Autor:

Peter Barden (Redakteur) aus Siegen

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