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Onkel Fisch blicken im "Virtuellen Hut" zurück auf 2020
Rasante Live-Bühnenshow

Das Kölner Kabarett-Duo Adrian Engels (l.) und Markus Riedinger, besser bekannt als Onkel Fisch, hatte tatsächlich neben Corona auch noch andere Themen parat in seinem satirischen Jahresrückblick, der am zweiten Feiertag im Stream von "Der virtuelle Hut" lief.
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  • Das Kölner Kabarett-Duo Adrian Engels (l.) und Markus Riedinger, besser bekannt als Onkel Fisch, hatte tatsächlich neben Corona auch noch andere Themen parat in seinem satirischen Jahresrückblick, der am zweiten Feiertag im Stream von "Der virtuelle Hut" lief.
  • Foto: "Der virtuelle Hut"
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

jon Siegen. Am Jahresende häufen sie sich: die Jahresrückblicke. Jede Zeitung hat einen im Programm, manche sogar zwei (einer davon mit Humor garniert). Im Siegener Lÿz gastierte im Rahmen der „Virtueller-Hut“-Programmreihe beim Weihnachts-Special des Kreis-Kulturbüros das Kölner Kabarett-Duo Adrian Engels und Markus Riedinger, besser bekannt als Onkel Fisch. Am Abend des zweiten Weihnachtstages waren laut Martin Horne vom Verein "Der virtuelle Hut" live ca. 80 Zuschauer dabei. Die Gesamt-Zuschauerzahl, inklusive derer, die das Angebot im Nachhinein "on demand" gestreamt haben, beläuft sich auf ca. 512 (Stand Montag).

jon Siegen. Am Jahresende häufen sie sich: die Jahresrückblicke. Jede Zeitung hat einen im Programm, manche sogar zwei (einer davon mit Humor garniert). Im Siegener Lÿz gastierte im Rahmen der „Virtueller-Hut“-Programmreihe beim Weihnachts-Special des Kreis-Kulturbüros das Kölner Kabarett-Duo Adrian Engels und Markus Riedinger, besser bekannt als Onkel Fisch. Am Abend des zweiten Weihnachtstages waren laut Martin Horne vom Verein "Der virtuelle Hut" live ca. 80 Zuschauer dabei. Die Gesamt-Zuschauerzahl, inklusive derer, die das Angebot im Nachhinein "on demand" gestreamt haben, beläuft sich auf ca. 512 (Stand Montag). 

Fünf Minuten für jeden Monat

Man musste ganz schön auf Zack sein beim Zuhören, denn das Duo – bereits seit 1994 auf den Kabarettbühnen und in den Live-Medien unterwegs – gab jedem Monat des Jahres fünf Minuten. Und bei der Fülle an Ereignissen in der Welt wurde dicht gepackt. Dennoch gab es genug Raum für Gelächter und hintergründiges Schmunzeln. Aus den Nachrichten wurde „Das Nach-Richten“ – weckergesteuert.

Corona-Virus war erstmal nur Randnotiz

Den Opener machte eine Randnotiz über ein neuartiges Virus, das aber nur Fledermäuse betreffe und uns daher weiterhin nicht behelligen würde. So kann man sich irren. Das meistgenannte Wort des Jahres – wer kennt es nicht?! Die Corona-Meldungen hätten alles andere übertapeziert, so das Duo. Fast.

Harry & Meghan und dann der Brexit

Das zweitwichtigste Thema: Harry & Meghan und die Royals. Der Brexit. Auch so ein Thema, das nicht gerade ein Freundschaftsspiel zu werden versprach. Schön auch die kleinen Versprecher des Duos, die sofort zu neuen Gags inspirierten. „Zu Ende“ wurde „zu Äste“ wurde „zu Bäume“… – wer es nochmal nachschauen möchte, kann das gerne auf YouTube tun.

Und jetzt doch: "Coronawabohu"

Der Parforce-Ritt durch die Monate beleuchtete die Absage der Karnevalssession, die Kandidaten für die Kanzlerschaft („der Mann aus NRW im Anzug“), die AfD/FDP-Schote in Thüringen, Brüssel und die Aufnahme der Cayman-Inseln auf die schwarze Liste als Folge des Brexit mit dem Resultat, dass Flüchtlingen von dort vermutlich eher Aufnahme auf Malta gewährt würde als anderen, und dann das nun doch aufkommende „Coronawabohu“ mit allen Folgen.

"Social Distancing" - wie übersetzt man das?

Immer wieder wurden Situationen musikalisch in Szene gesetzt. So wurde die Vermutung, ob das Virus nun aus China oder sonst woher kam, auf die Melodie von „Biene Maja“ als „spielt eigentlich keine Rolle, von woher“ musiziert – mit Ukulelenbegleitung. Neue Wörter rund um das Virus entstanden, wie z. B. „Social Distancing“. Wie übersetzt man das? Gesellige Distanzierung?

"Black Lives Matter" - mehr denn je

Der Börsen-Crash infolge der Pandemie: Aktien für Klopapier gehen durch die Decke, und neu im Portfolio sind Nudel-Aktien. Der Onkel-Fisch-Scheinwerfer leuchtete weltweit herum. Die „Black-Lives-Matter“-Bewegung in den USA veranlasste zur Bemerkung, dass die Lage 155 Jahre nach Abschaffung der Sklaverei immer noch nicht geklärt zu sein scheint. Der Blick ging also auch weiter zurück als nur ein Jahr: So wurde den jüngeren Zuschauern erklärt, was Videotext ist, der vor 40 Jahren eingeführt wurde.

Es gab einen auf den Alu-Hut

Die Verschwörungstheorie-Szene bekam ordentlich einen auf den Alu-Hut ebenso wie verschiedene Mitglieder unserer Regierung. Die Börse und natürlich die Corona-Maßnahmen waren der rote Faden durchs Programm. Die Tour de France fand im Risikogebiet Frankreich statt, aber egal, die Radler infizieren sich ja eh seit Jahren – mit ihrem Eigenblut.

Mehr Zuschauer verdient

Viele weitere Themen des Jahres wurden durch den Onkel-Fisch-Wolf gedreht, was oft einen ganz neuen Blickwinkel eröffnete, allerdings auf einer ganz anderen Ebene als bei gewissen anderen verquer denkenden Bevölkerungsgruppen. Cultural Lives Matter. Auch in Siegen.

Das Kölner Kabarett-Duo Adrian Engels (l.) und Markus Riedinger, besser bekannt als Onkel Fisch, hatte tatsächlich neben Corona auch noch andere Themen parat in seinem satirischen Jahresrückblick, der am zweiten Feiertag im Stream von "Der virtuelle Hut" lief.
Der Onkel-Fisch-Scheinwerfer leuchtete weltweit herum im sonderbaren Jahr 2020. Aus den Nachrichten wurde „Das Nach-Richten“; jeder Monat bekam fünf Minuten Aufmerksamkeit.
Autor:

Johanna Schirmacher (Freie Mitarbeiterin)

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