"Ein Sommer auf Elba" im ZDF
Regula Grauwiller dreht mit ihrem Mann

Lorenzo (Robert Schupp) betreibt auf Elba einen Glamping-Park. Maja (Regula Grauwiller) ist ganz angetan von dem Ornithologen. In weiteren Rollen: Beatrice Richter und Michele Oliveri, Laura Schwickerath und Hendrik Heutmann (hinten, v.l.)
  • Lorenzo (Robert Schupp) betreibt auf Elba einen Glamping-Park. Maja (Regula Grauwiller) ist ganz angetan von dem Ornithologen. In weiteren Rollen: Beatrice Richter und Michele Oliveri, Laura Schwickerath und Hendrik Heutmann (hinten, v.l.)
  • Foto: ZDF/Christiane Pausch
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

la Mainz/Siegen. „Mit meinem Mann zu arbeiten war ein Geschenk. Wem soll man mehr vertrauen als dem eigenen Ehemann? Da konnte ich frei spielen, weil ich wusste, er passt auf mich auf!“ Ein schöneres Kompliment kann man sich unter Künstler-Ehepaaren nicht machen. Die Schweizerin Regula Grauwiller („Kurz und schmerzlos“ und „Teufel von Mailand“) spielt am Sonntag (20.15 Uhr) im 35. Film der ZDF-„Herzkino“-Reihe – „Ein Sommer auf Elba“ – die Rolle der Maja Dellbrück, die sich auf der Mittelmeer-Insel mit ihrem geschiedenen Mann Thorsten (Janek Rieke, „Der Kriminalist“) und den beiden Söhnen zum traditionellen Sommerurlaub trifft. Doch von Harmonie keine Spur, vielmehr lernt die Apothekenhelferin einen Mann – Lorenzo – kennen, der auf Elba gemeinsam mit seiner Tochter einen Glamping-Platz (Glamouröses Camping) führt. Lorenzo (Robert Schupp, „Tatort“ Dortmund) ist nicht nur ein formidabler Gastgeber, sondern auch ein kenntnisreicher Ornithologe. Und in den verliebt sich Maja.

Jophi Ries führt Regie

Während Regula Grauwiller, die mit der Familie in ihrem Geburtsort Liestal, Kanton Basel-Landschaft, wohnt, vor der Kamera agiert, stand ihr Mann – Jophi Ries – als Regisseur dahinter. Es war das erste Mal, dass das Ehepaar Grauwiller/Ries in der Kombination Schauspielerin/Regisseur zusammen arbeitete. Als Schauspiel-Ehepaar standen sie schon zusammen vor der Kamera, z. B. für die „Traumschiff“-Folge, die auf den Malediven spielte. „Es war“, sagt die sympathische Schweizerin und Mutter von drei fast erwachsenen Kindern, „ein Vergnügen, mit meinem Mann für die ,Traumschiff‘-Folge zu drehen.“

"Das Böse bietet mehr Facetten"

Doch wenn sie selbst wählen kann, würde sie sich nicht unbedingt für einen Liebesfilm oder einen Krimi entscheiden, sondern für eine dritte Film-Variante. „Das Genre ist mir egal“, sagt sie im SZ-Interview, „die Rolle interessiert mich. In den Sonntagabend-Filmen – ,Ein Sommer auf Elba‘ war nicht der erste Auftritt im ZDF-,Herzkino‘ – sind es ja meistens sympathische Menschen, die man da spielt, und die sind sehr nahe an einem dran. Für eine Schauspielerin ist es natürlich interessanter, eine Rolle zu spielen, die von einem weiter weg ist. Das Böse bietet noch mehr schauspielerische Facetten.“

Hoffen auf "Die Deutschlehrerin"

Im Herbst spielte sie ein weiteres Mal unter der Regie von Jophi Ries in dem Film „Die Luft zum Atmen“ eine kleine Rolle. Und sie hat noch zwei berufliche Wünsche. Einerseits: Dass die wegen der Corona-Pandemie im November geplante Premiere von „Die Deutschlehrerin“, nach dem Roman von Judith W. Taschler, an den Hamburger Kammerspielen mit Stefan Grubser (Luzerner „Tatort“-Kommissar Reto Flückinger) als Partner, doch noch stattfindet, und dass sie vielleicht eine Rolle angeboten bekommt, in der sie Cello spielen kann. „Mit dem Hamburger Engagement hatte ich mir einen Traum erfüllt, den ich seit der Schauspielschule an der Hochschule für Künste in Berlin träume. Dass Corona 30 Jahre später drei Tage vor der Premiere einen Strich durch die Rechnung macht, da hat man schon das Gefühl, es wird der Stecker gezogen.“

Mit Jasmin Tabatabai Musik gemacht

Beim Cello gerät sie leicht ins Schwärmen. Kein Wunder, vier Jahre trat sie gemeinsam mit Jasmin Tabatabai in der Berliner Combo Even Cowgirls Get The Blues auf. „Wir hatten über 100 Auftritte, es war einfach eine coole Zeit.“Die Zeit der Musik ist vorbei, jetzt, sagt die Schauspielerin mit dem typisch schweizerischen Vornamen Regula (die kleine Königin), liegt der Schwerpunkt auf der Schauspielerei. Als nächstes übernimmt sie eine Rolle in der vierten Staffel der Schweizer Serie „Wilder“ und wird sie erstmals in Berner Dialekt sprechen. Ein Dialekt, den ihre Mutter spricht.

An Urlaubs-Ferienhaus erinnert

Doch davor steht Sonntagabend erst einmal der filmische Ausflug nach Elba an, mit Motiven, die die Sehnsucht nach Urlaub schüren. „Mein Mann hat einen Blick dafür und einen hohen Qualitätsanspruch. Er möchte die Lust auf Elba wecken und das ,Herzkino‘-Format so füllen, dass man es mit Freude ansieht.“ Aber auch für die Familie Ries/Grauwiller wird der Film Erinnerungen wecken. „Bei der Motivsuche fand mein Mann kein Ferienhaus für die Filmszenen und erinnerte sich daran, dass wir schon einmal mit der Familie für den Urlaub ein Haus auf Elba gebucht hatten. Und genau das Haus wurde dann auch das Ferienhaus der Familie Dellbrück, deren Urlaub anders endet, als er geplant war.“

Autor:

Jörg Langendorf aus Siegen

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