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Neue CD der Philharmonie Südwestfalen zum 100. Todestag von Saint-Saëns
Romantischer Klangzauber

In der Coronazeit hat die Philharmonie Südwestfalen ihre konzertfreie Zeit genutzt und auf Abstand geprobt und im Gläsersaal die CD mit Werken von Camille Saint-Saëns aufgenommen, die jetzt vorliegt.
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  • In der Coronazeit hat die Philharmonie Südwestfalen ihre konzertfreie Zeit genutzt und auf Abstand geprobt und im Gläsersaal die CD mit Werken von Camille Saint-Saëns aufgenommen, die jetzt vorliegt.
  • Foto: René Traut
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

lip Siegen. Bestens genutzt haben die Musikerinnen und Musiker der Philharmonie Südwestfalen unter ihrem Chefdirigenten Nabil Shehata die konzertfreie Coronazeit. Sie haben mehrere CDs aufgenommen, deren erste mit Werken von Camille Saint-Saëns (1835–1921) an diesem Freitag, 8. Oktober, erscheint. Erhältlich ist sie in diversen regionalen Buchhandlungen, in bekannten Onlineshops und bei der Philharmonie unter Tel. (0 27 33) 12 48 40.
Aufgenommen im GläsersaalDie beim Label Alpha-Classics unter der Aufnahme-Leitung von Phillip Schulz produzierte CD zeichnet sich durch brillante Durchhörbarkeit, große dynamische Bandbreite und tiefendimensionalen Raumklang (Gläsersaal der Siegerlandhalle!) aus.

lip Siegen. Bestens genutzt haben die Musikerinnen und Musiker der Philharmonie Südwestfalen unter ihrem Chefdirigenten Nabil Shehata die konzertfreie Coronazeit. Sie haben mehrere CDs aufgenommen, deren erste mit Werken von Camille Saint-Saëns (1835–1921) an diesem Freitag, 8. Oktober, erscheint. Erhältlich ist sie in diversen regionalen Buchhandlungen, in bekannten Onlineshops und bei der Philharmonie unter Tel. (0 27 33) 12 48 40.

Aufgenommen im Gläsersaal

Die beim Label Alpha-Classics unter der Aufnahme-Leitung von Phillip Schulz produzierte CD zeichnet sich durch brillante Durchhörbarkeit, große dynamische Bandbreite und tiefendimensionalen Raumklang (Gläsersaal der Siegerlandhalle!) aus. Nabil Shehata führt seine Musiker mit Präzision, klanglicher und artikulatorischer Delikatesse und dynamisch genauer Abstufung vom feinsten Pianissimo bis hin zum eruptiven, donnernden Fortissimo. Am eindrücklichsten aber ist die emotionale Durchdringung, das Vermitteln der herrlichen Gefühlswelten in Saint-Saëns’ Musik.

Das Cover der neuen CD - eine eindrucksvolle Neueinspielung.

Solistin ist die Cellistin Astrig Siranossian

Die französische Cellistin Astrig Siranossian ist eine ideale Besetzung für das bekannte 1. Cellokonzert von Camille Saint-Saëns (1872), ein sowohl virtuoses wie auch tiefsinniges Werk. Sie kann auf zahlreiche Preise, Auftritte in aller Welt unter berühmten Dirigenten wie Simon Rattle und Daniel Barenboim und mit Partnern wie Martha Argerich und Yoyo Ma zurückblicken. Sie spielt ein Ruggieri-Cello von 1676.
Mit Verve stürzen sich Solocello und Orchester ins mitreißende Klanggeschehen des ersten Satzes. Melancholisches Innehalten gibt der Solistin Raum für singende, blühend intensive Passagen. Zauberhaft duftig intonieren die mit Dämpfer spielenden Streicher ein Menuett aus alten Zeiten, edel vom Cello kontrastiert. Auch der letzte Satz erfreut mit einer Fülle von wunderbaren Melodien, meisterhaft vom Komponisten instrumental in Szene gesetzt und zu einem fulminanten Schluss aufgetürmt.

1. Symphonie mit 18 geschrieben

Eine herrliche Neuentdeckung wird für die meisten Hörer die 1. Symphonie in Es-Dur des 18-jährigen Saint-Saëns sein. Schon als 15-Jähriger hatte er sich an seine erste Symphonie gewagt, diese aber nicht veröffentlicht. Dass Mendelssohn, Bach und Beethoven seine Vorbilder sind, schimmert hier und da durch, aber bereits hier zeigt sich seine unerschöpfliche melodische Erfindungskraft, sein meisterliches Beherrschen der Instrumentation und sein satztechnisches Können. Ein grandioser Fugenschlusssatz beendet das jugendfrische, mit zahlreichen schönen Instrumenten-Soli geschmückte, mitreißende Werk.

Zuspruch von Berlioz, Gounod und Liszt

Bereits mit knapp drei Jahren begann der kleine Camille zu komponieren, ein hochbegabtes Kind. Dennoch hatte er in seinem langen Komponistenleben einige Misserfolge zu verkraften. Durch den Zuspruch von Hector Berlioz, Charles Gounod und Franz Liszt schöpfte er immer wieder Mut, so auch für die Komposition der Oper „Samson und Dalila“, die einzige, die von seinen zwölf Opern noch bekannt ist. Daraus stammt das „Bacchanale“, ein Siegestanz der Philister – angesichts des kraftlosen, geblendeten Helden Samson, der auf dem Marktplatz gedemütigt wird.
Elegische Oboenklänge entführen in die orientalische Welt, die sich als Schauplatz eines sich steigernden, wilden Tanzes zeigt. Holzbläser, Harfen, Streicher und Trompeten schwelgen in fremdartigen Melodien, bis das volle Orchester mit großem Schlagwerk sich marschierend bis zum Taumel steigert. Ein rasanter, wirkungsvoller Schluss einer überaus eindrucksvollen Neueinspielung!

Autor:

Redaktion Kultur

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