SZ

Anja und Gerit Kling erzählen von Höhen und Tiefen
Schauspiel-Schwestern schrieben Buch ohne Titel

Die Schwestern Anja („Wir sind das Volk“, l.) und Gerit Kling („Notruf Hafenkante“), haben gemeinsam mit zwei Co-Autoren ihre kurzweilige Biografie „Dann eben ohne Titel … wir konnten uns mal wieder nicht einigen“ herausgebracht.
  • Die Schwestern Anja („Wir sind das Volk“, l.) und Gerit Kling („Notruf Hafenkante“), haben gemeinsam mit zwei Co-Autoren ihre kurzweilige Biografie „Dann eben ohne Titel … wir konnten uns mal wieder nicht einigen“ herausgebracht.
  • Foto: Mirjam Knickriem
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

la Berlin. Sie gehören zu den bekanntesten deutschen Fernseh-Gesichtern: die Schwestern Anja und Gerit Kling. Jetzt haben sie mit den beiden Co-Autoren Olaf Köhne und Peter Käfferlein ihre Biografie „Dann eben ohne Titel … wir konnten uns mal wieder nicht einigen“ (Ariston, 256 Seiten, 20 Euro) herausgebracht. Es ist keine Nabelschau zweier erfolgreicher Schauspielerinnen geworden, vielmehr erzählen und erinnern sie sich mal kurzweilig, mal berührend, an Höhen und Tiefen ihres Zusammenlebens, das sie als Schwestern gemeistert haben.
Sie berichten von ihrer Flucht aus der DDR in den Westen, fünf Tage vor dem Fall der Mauer, von ihrem Privatleben und der Zeit, als sie mit ihren Familien unter einem Dach wohnten.

la Berlin. Sie gehören zu den bekanntesten deutschen Fernseh-Gesichtern: die Schwestern Anja und Gerit Kling. Jetzt haben sie mit den beiden Co-Autoren Olaf Köhne und Peter Käfferlein ihre Biografie „Dann eben ohne Titel … wir konnten uns mal wieder nicht einigen“ (Ariston, 256 Seiten, 20 Euro) herausgebracht. Es ist keine Nabelschau zweier erfolgreicher Schauspielerinnen geworden, vielmehr erzählen und erinnern sie sich mal kurzweilig, mal berührend, an Höhen und Tiefen ihres Zusammenlebens, das sie als Schwestern gemeistert haben.
Sie berichten von ihrer Flucht aus der DDR in den Westen, fünf Tage vor dem Fall der Mauer, von ihrem Privatleben und der Zeit, als sie mit ihren Familien unter einem Dach wohnten. Sie streifen ihr Berufsleben mit Licht- und Schattenseiten und machen aber auch deutlich, warum sie es als Schwestern geschafft haben, am Ende dann doch immer wieder zusammenzuhalten. Der Siegener Zeitung gab Gerit Kling ein Interview.
Als Sie die Idee zu Ihrem Buch hatten, haben Sie nicht befürchtet, einen zu tiefen Einblick in Ihr Privatleben zu gewähren?
Nein, überhaupt nicht. Als Schwestern haben wir so viel erlebt, durchlebt und auch gemeinsam durchgestanden. Wir sind ja in zwei Gesellschaftsordnungen großgeworden, haben 18 Jahre zusammen in einem Haus gelebt, und dann sind in 30 Berufsjahren auch unheimlich viele Geschichten zusammengekommen. Die Erlebnisse in unserem Buch sind nur ein Bruchteil dessen, was wir zu erzählen hätten. Fortsetzung möglich!
Was war denn die Grundmotivation für das Buch?
Die Grundmotivation für unser Buch war es zu zeigen, wie man gemeinsam durch dick und dünn geht, wie man als Familie Krisen bewältigt. Es geht hauptsächlich um unsere innigliche Schwesternschaft. Wir wurden auch sehr oft in unserem Leben gefragt, ob es so etwas wie Konkurrenz oder Neid zwischen uns gibt. Diese Fragen sind dann hoffentlich mit diesem Buch für immer beantwortet.

Probleme und große Verbundenheit

Wenn man Ihr Buch liest, wird ja deutlich, dass es nicht nur schwesterlichen Sonnenschein gab. Ganz im Gegensatz zu dem, wie Sie in den Medien bisher dargestellt wurden. Wollten Sie diesen Eindruck korrigieren?
Nein, ganz im Gegenteil. Wenn man dieses Buch liest, vermitteln wir dem Leser, glaube ich, einen genauen Eindruck von unserem Verhältnis zueinander, wir erzählen von den Problemen, aber vor allem von unserer großen Verbundenheit!
Wie muss man sich denn die Entstehung des Buches vorstellen? Haben Sie sich zusammengesetzt und gemeinsam beschlossen, welche Themen relevant sind, und dann mit den Co-Autoren durchgesprochen?
Wir haben uns viele Male zusammen getroffen und uns die Geschichten erzählt. Mal gemeinsam und manchmal jeder für sich. Olaf Köhne und Peter Käfferlein, unsere Co-Autoren, haben alles gesammelt, und am Ende dieses Prozesses wurde korrigiert, geändert, ergänzt, verworfen, neu sortiert und zusammengestellt.

Flucht aus der DDR kurz vor Mauerfall

Das Verlassen der DDR nimmt ja im Buch einen großen Raum ein. War diese Lebensphase wichtig für Sie und Ihre weitere künstlerische Entwicklung?
Natürlich hatte die Wende auch einen positiven Einfluss auf unsere künstlerische Entwicklung, da wir durch den Westen viel mehr Möglichkeiten bekommen haben, künstlerisch zu arbeiten. Wenn man sich aber entschließt, seine Heimat zu verlassen und damit auch die Menschen, die einem am nächsten stehen, ist das natürlich ein gewaltiger Einschnitt. Zum Zeitpunkt unserer Flucht wussten wir ja nicht, dass die Mauer nur fünf Tage später fallen würde. Als wir weggingen, taten wir das in dem Bewusstsein, dieser Abschied ist möglicherweise für immer. Das war hart.
Das Wohnen unter einem Dach mit Lebenspartnern und Kindern war ja nicht nur Freude pur. Würden Sie Schwestern, wie Sie es sind, zu dieser Lebensform raten, oder sollte man sich noch stärker abschotten?
Ich denke, alles im Leben hat seine Zeit. Die gemeinsamen 18 Jahre unter einem Dach waren lustig, spannend und hilfreich. Wir konnten unsere Kinder zusammen erziehen und dadurch beruflich sehr unterstützen. Aber ich gebe zu, dass durch unseren heutigen Abstand weniger Reibungsfläche entsteht. Wir können wieder unbeschwerter miteinander sein. Und trotzdem möchte ich die Zeit, die wir zusammen hatten, wirklich nicht missen.
Und wären diese Differenzen nicht gekommen, wenn Sie nicht in der Schauspiel-Branche arbeiteten?
Ich glaube, zwischen Geschwistern gibt es immer wieder mal Differenzen, das hat mit der Schauspielerei nicht wirklich etwas zu tun. Jeder, der Geschwister hat, wird das kennen und sich in vielen Situationen, die wir in dem Buch schildern, wiedererkennen. Jetzt gehen wir schon 50 Jahre Hand in Hand durchs Leben, und das wird hoffentlich immer so bleiben.

Autor:

Jörg Langendorf aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil
ThemenweltenAnzeige
Die Pizzeria da Pino in Geisweid wird 30 Jahre alt. Das Team freut sich über und mit seinen Gästen.
3 Bilder

Einladung an Gäste und Freunde nach Geisweid
Pizzeria da Pino feiert Geburtstag

In diesem Jahr wird die Pizzeria da Pino an der Röntgenstraße 9 in Geisweid 30 Jahre alt. Dieses Ereignis möchte das Team um Inhaber Giuseppe Giannetti und seine Ehefrau Maria am Sonntag, 19. September, ab 11.30 Uhr mit allen Kunden und Freunden, Partnern und Bekannten gemeinsam feiern. Einladung zum Sekt bei der Pizzeria da Pino„Wir sind einfach froh und dankbar, dass unsere Kunden und ihre Kinder und Enkelkinder uns so lange die Treue gehalten haben und immer noch halten. Daher ist unsere...

Kommentare

Kommentare sind deaktiviert.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen