Siegener Projekt auf Shortlist zum Deutschen Lesepreis
Schulbibliothek engagiert betrieben

Ute Schmidt ermuntert die Kinder ihrer Schule zum Lesen. Ihr Engagement würdigt die Stiftung Lesen schon jetzt.
  • Ute Schmidt ermuntert die Kinder ihrer Schule zum Lesen. Ihr Engagement würdigt die Stiftung Lesen schon jetzt.
  • Foto: Schule
  • hochgeladen von Claudia Irle-Utsch (Redakteurin)

sz/ciu Frankfurt/Mainz. 50 Projekte und Personen in fünf Kategorien umfasst die Shortlist des Deutschen Lesepreises 2020. Ausgewählt wurden sie aus rund 400 Bewerbungen, die aus dem gesamten Bundesgebiet, trotz der Corona-Krise, eingegangen sind. Nominiert ist in der Kategorie „Herausragendes individuelles Engagement“ auch ein Projekt aus Siegen: „Geschichten leben und lesen lassen“, eingereicht von Sandra Drößler, Lehrerin an der Realschule am Oberen Schloss.Der Anfang dieses Projekts beginnt mit einem Ende. Als die Realschule am Häusling geschlossen worden sei, so die Pädagogin auf SZ-Nachfrage, habe die Schule am Oberen Schloss die dortige Bibliothek gewissermaßen „geerbt“. Dieses Erbe sortiert, katalogisiert und archiviert hat dann Ute Schmidt, pädagogische Mitarbeiterin der Schule. Sie habe sich, heißt es in der Projektbeschreibung, „für die Rettung des gesamten Lesestoffes eingesetzt“. Es sei Ute Schmidt „ein besonderes Anliegen, mit den Kindern auf ihre persönliche Art durch spielerische und vertrauensvolle Wege die Welt der Bücher zu entdecken“. Besonders im Blick: manche Schüler mit Migrationshintergrund, verhaltensaufällig-schwererziehbare Kinder, Flüchtlingskinder, Förderkinder im Schwerpunkt Lese-Rechtschreibschwäche aus Lerngruppen mit „Deutsch“ als Zielsprache und allgemein alle Kinder, denen der traditionelle Zugang zum Buch fehlt.

Gebrauchte Güter erhalten!

Die Schulbibliothek kann ganztägig unter pädagogischer Betreuung genutzt werden – inklusive besonderer Aktionen (wie Lesewettbewerbe, Lesenächte, kreatives Schreiben …). Gefragt nach der – auch bundesweiten – Vorbildfunktion heißt es: „Das persönliche Engagement von Frau Schmidt appelliert an die Wegwerfgesellschaft, gebrauchte Güter zu erhalten und für nachfolgende Generationen nutzbar zu machen. Weiter möchte Frau Schmidt mit ihrem Projekt das Printmedium, gerade im Zeitalter der Digitalisierung, wieder aufleben lassen.“

Anschaffung auch von eBooks

Sollte sich das Projekt „Geschichten leben und lesen lassen“ bei der Jury durchsetzen und tatsächlich einen Preis gewinnen, möchte die Schule das ausgelobte Preisgeld für die Anschaffung weiterer Bücher, auch eBooks, einsetzen. Die Preisträgerinnen und -träger würden am 4. November digital verkündet, heißt es in einer Mitteilung der Stiftung Lesen.

Stiftung Lesen und Commerzbank-Stiftung

Der mit insgesamt 25 000 Euro dotierte Deutsche Lesepreis ist eine gemeinsame Initiative von Stiftung Lesen und Commerzbank-Stiftung und wird seit 2013 für vorbildhaftes Engagement in der Leseförderung verliehen. Er steht unter der Schirmherrschaft von Professorin Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien.

Leseförderung ist wichtig

Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen sagt: „Leseförderung ist essenziell, um allen Kindern in Deutschland Bildungschancen zu ermöglichen. Das gilt auch und vor allem für die vergangenen Monate, die aufgrund der Corona-Krise von Kita-, Schul-, Bibliotheks- und Einrichtungsschließungen geprägt waren. Wir freuen uns sehr, dass sich trotz der diesjährigen Herausforderungen rund 400 Personen und Einrichtungen um den Deutschen Lesepreis 2020 beworben haben. Die nominierten Projekte zeugen von einer großen Innovationskraft und dem Willen, Kinder und Jugendliche auch auf Distanz fürs Lesen zu begeistern.“

Lesen fördert Kreativität

Astrid Kießling-Taskin, Vorständin der Commerzbank-Stiftung, betont: „Die große Resonanz zeigt, dass Lesen gerade in einer solchen Zeit eine hohe Relevanz hat, ob wir in die Familien schauen oder in den sozialen Medien unterwegs sind. Es fördert die Kreativität und erweitert den eigenen Horizont. Wir als Mitinitiatoren sind stolz darauf, dass der Deutsche Lesepreis so erfolgreich ist. Hier wird deutlich, welche Wirkung mit einer nachhaltigen Förderung erreicht werden kann.“

Autor:

Redaktion Kultur

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