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Premiere von "Siegen heißt gewinnen"
Schwungvolle Fußballrevue

Der Kampf ums eigene Trikot ist herausfordernder als manches Spiel. Aber die Fußballerinnen des TSV Siegen geben in gewohnter Manier einfach alles.
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  • Der Kampf ums eigene Trikot ist herausfordernder als manches Spiel. Aber die Fußballerinnen des TSV Siegen geben in gewohnter Manier einfach alles.
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ba Siegen. „Es ist eine Freude, dass wir uns sehen nach so vielen Monaten an Entbehrungen“, begrüßte ein offensichtlich bestgelaunter Magnus Reitschuster rund 400 Zuschauer am Freitagabend beim Apollo-Freiluftfestival. Grund, sich zu freuen, hatte der Intendant und Festivalleiter allemal, denn zur Premiere der von Werner Hahn kreierten Fußballrevue „Siegen heißt gewinnen“ des Jungen Apollo (JAp) zeigte sich nicht nur die Kulisse im Leimbachstadion, sondern auch das Wetter von der allerbesten Seite.
Kampfgeist in der Pandemie So war alles perfekt bereitet für ein Projekt, das schon 2019 beschlossen worden war, ursprünglich 2020, passend zum 50.

ba Siegen. „Es ist eine Freude, dass wir uns sehen nach so vielen Monaten an Entbehrungen“, begrüßte ein offensichtlich bestgelaunter Magnus Reitschuster rund 400 Zuschauer am Freitagabend beim Apollo-Freiluftfestival. Grund, sich zu freuen, hatte der Intendant und Festivalleiter allemal, denn zur Premiere der von Werner Hahn kreierten Fußballrevue „Siegen heißt gewinnen“ des Jungen Apollo (JAp) zeigte sich nicht nur die Kulisse im Leimbachstadion, sondern auch das Wetter von der allerbesten Seite.

Kampfgeist in der Pandemie

So war alles perfekt bereitet für ein Projekt, das schon 2019 beschlossen worden war, ursprünglich 2020, passend zum 50. Jahrestag der DFB-Aufhebung des Frauenfußballverbots, präsentiert werden sollte, aber aufgrund diverser Corona-bedingter Lockdowns mehrfach verschoben werden musste.
Glücklicherweise verfügen sowohl der Gründer und Leiter des JAp, Werner Hahn als auch die Akteure der Revue über jenen Kampfgeist, der wohl jedem erfolgreichen Trainer-Team-Gespann zu eigen ist. So wurde, statt aufzugeben, einfach die Taktik geändert. War ursprünglich geplant, dass 60 Schülerinnen der Hauptschule Achenbach, der Gesamtschule Eiserfeld und der Sekundarschule Netphen die Darsteller das Geschehen live stimmlich anheizen sollten, wurden nun aufgrund der Hygienevorschriften die Fangesänge und Choreografien aufgezeichnet und auf einer LED-Leinwand im Stadion gezeigt. Denn eines war für alle trotz aller Widerstände an klar: „Wir siegen!“

"Wir siegen" zählt auch heute

Ein Motto, das nicht nur heute zählt, sondern, wie die Fußballrevue, die in der Fußball-Bundesligasaison 1993/94 startet, unmissverständlich zeigt, damals schon gelebt wurde. Zu einer Zeit, in der sich die Pokale im Trupbacher Vereinsheim stapelten, im realen Leben Gerd Neuser die Fußball-Damen des TSV Siegen trainierte, Gudrun „Emmi“ Winkler als Spielerin und spätere Betreuerin fungierte und ihre flinkbeinigen Kameradinnen den Konkurrentinnen auf dem Spielfeld Schweißperlen der Angst auf die Stirn trieben.

Trainer Oskar (Andreas Kunz, links) befindet sich mit seiner Damenmannschaft auf Erfolgskurs.
  • Trainer Oskar (Andreas Kunz, links) befindet sich mit seiner Damenmannschaft auf Erfolgskurs.
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In Werner Hahns Fußball-Fiktion übernehmen Schauspielprofi Andreas Kunz als Trainer und Manager Oskar, Marie Meyer als höchst engagierte Betreuerin Lucy sowie Schülerinnen der Ballettschulen Reindt und Meister als Ballballett beherrschende Spielerinnen vergleichbare Parts.

Rasanz, Power und Cleverness

Während sich das Spielerinnenkarussell auf dem Platz kräftig dreht, wird trainiert, lamentiert, gesungen und getanzt. Offensichtlich ist Oskar nicht nur eine One-Man-Show, sondern auch ein unschlagbares Allroundtalent. Lästige Fragen des insistierenden Reporters (Stimme: Wolfgang Leipold) managt er ebenso lässig wie notwendige Zuschüsse für Sprit oder die Suche nach Wohnungen oder Jobs. Ganz gleich,  womit seine „Mädels“ ihn behelligen – Oskar findet die Lösung!

Lucy (Marie Meyer) und ihre Mannschaft tanzen und kicken sich mit Anmut und Kampfgeist zum Erfolg.
  • Lucy (Marie Meyer) und ihre Mannschaft tanzen und kicken sich mit Anmut und Kampfgeist zum Erfolg.
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Und auch die Fußballerinnen geben alles für ihren Traum und ihren Trainer. Die Revue (Choreografie: Céline Reichwald; Musik: Pascal Hahn) überzeugt mit Rasanz und Power, Cleverness, aber auch einer Spur Sentimentalität. Wenn Lucy mit einem kleinen Mädchen (Malaika Mokiwa) allein auf dem Rasen sitzt und von ihrem Fußballtraum erzählt, wird es still im Stadion. Es scheint sich bereits anzukündigen, dass Titel und Karrieren vergänglich sind, und sich nicht alle Hoffnungen erfüllen werden. Das Leben spielt eben sein eigenes Spiel.

"Habt Spaß an euch!"

„Fußball ist die schönste Nebensache der Welt“, konstatiert Oskar, als er schließlich nach 16 Jahren den Trainerjob an den Nagel hängt und seinen Spielerinnen eine weitere, wichtige Lebensweisheit mit auf den Weg gibt: „Habt Spaß an euch!“ Spaß, den die Zuschauer im Leimbachstadion an dieser Aufführung offensichtlich hatten. Denn auch wenn die erfolgreiche Zeit des Siegener Frauenfußballs längst vergangen ist, wurden am Ende der Fußball-Revue die jungen Damen und ihr Trainer mit rhythmischem Klatschen und Jubel belohnt. So wie es in einem Fußballstadion sein sollte.
Weitere Vorstellungen von „Siegen heißt gewinnen“ sind noch für Montag und Dienstag, 12. und 13.Juli, jeweils 20.45 Uhr, geplant – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.

Autor:

Bärbel Althaus (Freie Mitarbeiterin) aus Wilnsdorf

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