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Mundharmonika-Virtuose Meurkens mit der Late Night Jazz Foundation zu Gast im Bruchwerk
Seltenes Hörvergnügen für alle Jazzer

Hendrik Meurkens und die Mundharmonika verzückten, zusammen mit den Mitgliedern der Late Night Jazz Foundation, im Bruchwerk die Zuhörer.
  • Hendrik Meurkens und die Mundharmonika verzückten, zusammen mit den Mitgliedern der Late Night Jazz Foundation, im Bruchwerk die Zuhörer.
  • Foto: Johanna Schirmacher
  • hochgeladen von Redaktion Kultur

Hendrik Meurkens spielte auf Einladung von Marco Bussi und Mario Mammone bereits zum zweiten Mal mit der Late Night Jazz Foundation! Diesmal im Bruchwerk-Theater.
jon Siegen. Man kennt sie vom Blues oder aus der Volksmusik. Aber auch Jazzer mögen sie: die Mundharmonika, im frühen 19. Jahrhundert aus der Maultrommel entwickelt. Zu höchsten Jazz-Weihen gelangte sie im 20. Jahrhundert durch den Belgier Toots Thielemans, der mit faszinierender Leichtigkeit und Eleganz mit der Mundharmonika Musikgeschichte schrieb. Ein überschaubarer Kreis von Fans der Late Night Jazz Foundation fand sich am Dienstagabend im noch relativ neuen Bruchwerk-Theater ein, um dem Mundharmonika-Virtuosen Hendrik Meurkens zu lauschen.

Hendrik Meurkens spielte auf Einladung von Marco Bussi und Mario Mammone bereits zum zweiten Mal mit der Late Night Jazz Foundation! Diesmal im Bruchwerk-Theater.
jon Siegen. Man kennt sie vom Blues oder aus der Volksmusik. Aber auch Jazzer mögen sie: die Mundharmonika, im frühen 19. Jahrhundert aus der Maultrommel entwickelt. Zu höchsten Jazz-Weihen gelangte sie im 20. Jahrhundert durch den Belgier Toots Thielemans, der mit faszinierender Leichtigkeit und Eleganz mit der Mundharmonika Musikgeschichte schrieb. Ein überschaubarer Kreis von Fans der Late Night Jazz Foundation fand sich am Dienstagabend im noch relativ neuen Bruchwerk-Theater ein, um dem Mundharmonika-Virtuosen Hendrik Meurkens zu lauschen. Marco Bussi und Mario Mammone hatten den Wahl-New-Yorker bereits zum zweiten Mal nach Siegen eingeladen.

Toller Sound im Bruchwerk

Der Bruchwerk-Sound war alles, nur nicht brüchig – der kleine Theaterraum bietet sich mit seiner überraschend guten Akustik als Standort für die Siegener Jazzer an. Meurkens’ Vibraphon musste leider zu Hause bleiben, da er sich bei einem Sturz am Knie verletzt hatte und nicht so lange stehen konnte. Umso lockerer vom Hocker spielte er mit der Band eine bunte Auswahl an Jazz-Standards und mehr oder weniger bekannten Titeln aus der brasilianischen Musikszene, aber auch Eigenkompositionen. Walfried „Wally“ Böcker als weiterer Gastmusiker am Kontrabass, Mario Mammone an der Gitarre und Marco Bussi am Schlagzeug begleiteten ihn gewohnt lässig und mit Spielfreude.

Copacabana-Feeling

 Von Beginn an spendeten die Zuhörer reichlich Zwischenapplaus für die kreativen Soli, wie sich das für einen lockeren Jazzabend gehört. Das rote Scheinwerferlicht suggerierte Sommerhitze, und man wähnte sich während der entspannten Bossa-Nova-Titel schon an der Copacabana. Das Quartett spielte aber auch flottere Brasil-Stücke, für die Meurkens den treffenden Begriff „tropischer Bebop“ erfand.
Hendrik Meurkens erläuterte anschaulich die Spielweise der Mundharmonika und brachte die Zuhörer mit seinen launigen Kommentaren zu den Stücken zum Schmunzeln. Mammones neue Gibson passte wunderbar zur Musik; bei den samtweichen Saitenklängen beim „Frame For The Blues“ mit den Mammone-typischen Akkorden schmolz man förmlich dahin. Das eigentlich als Ballade konzipierte „It Could Happen To You“ überraschte mit temporeichem Arrangement. Die Freiheit im Jazz macht’s möglich.

Eingespieltes Ensemble

Marco Bussi unterlegte die Musik mit seinem einfühlsamen Spiel auf dem Schlagzeug. Der Walking Bass von Wally Böcker bildete ein stabiles Fundament für den Rest der Combo, und immer wieder blitzte die Mundharmonika mit virtuos hingelegten Tonskalen auf. Der Tonumfang des kleinen Instruments umfasst immerhin drei Oktaven. Das Konzert endete mit der Zugabe „Mundell’s Mood“, einer Komposition von Hendrik Meurkens, worauf die Zuhörer nochmals reichlich Applaus spendeten.

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Redaktion Kultur

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