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„Wir haben alle das Land-Gen“
Simon Schwarz wieder in der "Eifelpraxis"

Was ist los? Dr. Chris Wegner (Simon Schwarz, r.) sucht das Gespräch mit Sören (Yuri Völsch).
  • Was ist los? Dr. Chris Wegner (Simon Schwarz, r.) sucht das Gespräch mit Sören (Yuri Völsch).
  • Foto: ARD Degeto/Hans-Joachim Pfeiffer
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

la Mainz. In der aktuellen Verfilmung des Rita-Falk-Bestsellers „Leberkäsjunkie“ ist er der Grantler Rudi Birkenberger, in der TV-Reihe „Die Eifelpraxis“ der sympathische Arzt Dr. Chris Wegner, der nach einem Unfall seit acht Jahren im Rollstuhl sitzt. Ein Schauspieler, zwei Erfolgsrollen des gebürtigen Wieners und Wahl-Berliners Simon Schwarz. So unterschiedlich die Rollen sind, haben beide doch etwas gemeinsam: Sie spielen auf dem Land mit seinen Typen und Figuren, die fast jeder kennt oder glaubt zu kennen.
Wird das was mit Vera Mundt?Und was noch wichtiger ist: Beide Formate sind Erfolgsgaranten. Um die fünf Millionen sahen durchschnittlich jede Episode der bisher sieben Folgen der „Eifelpraxis“. Mit „Herzenssachen“ (an diesem Freitag, 20.15 Uhr, im Ersten) wird Nr.

la Mainz. In der aktuellen Verfilmung des Rita-Falk-Bestsellers „Leberkäsjunkie“ ist er der Grantler Rudi Birkenberger, in der TV-Reihe „Die Eifelpraxis“ der sympathische Arzt Dr. Chris Wegner, der nach einem Unfall seit acht Jahren im Rollstuhl sitzt. Ein Schauspieler, zwei Erfolgsrollen des gebürtigen Wieners und Wahl-Berliners Simon Schwarz. So unterschiedlich die Rollen sind, haben beide doch etwas gemeinsam: Sie spielen auf dem Land mit seinen Typen und Figuren, die fast jeder kennt oder glaubt zu kennen.

Wird das was mit Vera Mundt?

Und was noch wichtiger ist: Beide Formate sind Erfolgsgaranten. Um die fünf Millionen sahen durchschnittlich jede Episode der bisher sieben Folgen der „Eifelpraxis“. Mit „Herzenssachen“ (an diesem Freitag, 20.15 Uhr, im Ersten) wird Nr. 8 ausgestrahlt, gefolgt von „Körper und Geist“ (nächsten Freitag). Eines ist schon jetzt sicher: Es wird weitergedreht, die Drehbücher werden entwickelt. Und wieder werden sich Versorgungsassistentin Vera Mundt (Rebecca Immanuel) und Dr. Chris Wegner gegenüberstehen, und die Frage bleibt offen, ob das was wird mit den beiden oder nicht. Ungeachtet dessen geht es in den beiden Folgen um Verzeihen.

Premieren-Tour mit "Leberkäsjunkie"

Die Verfilmungen der Bestseller von Rita Falk sind mittlerweile Kult und füllen die großen Säle der Kinos. Die ersten fünf Teile der virtuosen Ensemble-Filme sahen bisher fast vier Millionen. Simon Schwarz ist gerade von der 14-tägigen erfolgreichen Premieren-Tour von „Leberkäsjunkie“ zurück, als er sich mit der Siegener Zeitung unterhält. „Das macht“, sagt er, „schon ein wenig stolz und verschafft einem als Schauspieler eine gewisse Befriedigung. Besonders, da ich mittlerweile lieber vor der Kamera stehe als auf der Theaterbühne.“

Entschleunigung in hektischer Zeit

Der Wahl-Berliner, dessen österreichische Klangfarbe unüberhörbar ist, sieht durchaus Parallelen zwischen beiden Formaten. „Es ist diese unterschwellige Sehnsucht nach dem Land, und was noch wichtiger ist, in einer immer hektischeren Zeit entschleunigen sie.“ „Eifelpraxis“ wie die Eberhofer-Krimis haben die archaischen Dorfstrukturen. Dazu kommt: Diese Figuren kennt man, auch wenn sie ein wenig überzeichnet sind. „Vielleicht“, sinniert Schwarz auf seine so unaufgeregte Art, „haben wir alle das Land-Gen in uns.“

Auf dem Land wird es immer leerer

Dabei sieht er die Entwicklung durchaus kritisch. „Die ärztliche Versorgung auf dem Land ist nicht das einzige Problem. Man hat Bahnlinien und Schulen geschlossen, die Infrastruktur fehlt. Immer mehr junge Menschen ziehen in die Stadt, was zur Folge hat, dass Spekulanten und Vermieter jeden Preis für eine Wohnung verlangen können. Und auf dem Land, und das ist auch in Berlin so, wird es immer leerer und leerer.“Simon Schwarz sieht die Politik und die Gesellschaft gefragt. „Das können Kommunalpolitiker vor Ort nicht alleine stemmen, hier hat die Bundespolitik ein großes Problem verschlafen. Vielleicht auch, weil die Öffentlichkeit in der Vergangenheit zu wenig Druck gemacht hat.“

Strukturelle Probleme in der "Eifelpraxis"

Diese strukturellen Probleme, so ist es geplant, sollen auch in den nächsten Folgen der „Eifelpraxis“ thematisiert werden. Gedreht wird dann wieder in und um Monschau mit seinem mittelalterlichen Stadtbild und den malerischen Fachwerkhäusern. Allerdings wird nicht nur dort gedreht. Die „Eifelpraxis“ von Dr. Chris Wegner steht vor den Toren von Berlin. Simon Schwarz: „Das hat produktionstechnische Gründe. Der überwiegende Teil der Filmcrew kommt aus Berlin, da ist es schon aus logistischen Gründen leichter, im Berliner Umland zu drehen.“ Und ein finanzieller Aspekt dürfte wohl auch eine Rolle gespielt haben.

Simon Schwarz produziert Film

Film und Fernsehen dominieren augenblicklich bei Simon Schwarz. Dabei schließt er nicht aus, doch noch einmal auf die Bühne zurückzukehren, auch bei den Salzburger Festspielen, wo er zwei Jahre den Teufel spielte. „Man soll niemals nie sagen, auch andere Kollegen sind nach Salzburg zurückgekehrt, wenn das richtige Angebot vorliegt.“ Doch vorerst steht Salzburg nicht an, denn er hat eine neue berufliche Facette besetzt. Er wurde Produzent des Films „Zerschlag mein Herz“. „Ein Projekt von Beginn an mit zu entwickeln, hat mich schon immer interessiert. Es zu betreuen und dafür zu kämpfen.“ Den nächsten Film wird er nicht nur mit entwickeln, sondern auch darin mitspielen. Doch zunächst öffnet erst einmal die Praxis von Dr. Wegner, der seiner Assistentin endlich Rückendeckung für ihre besondere Art, sich um Menschen zu kümmern, gibt.

Autor:

Jörg Langendorf aus Siegen

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