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Urban Art Festival Siegen im Schlosspark
Skulpturen, Videos, Fotos, Klänge

Veränderte Wahrnehmung möglich – das Urban Art Festival führt nun auch in den Siegener Schlosspark. Studierende eröffnen „Temporäre Räume“, Klangkunst sorgt für einen akustisch-meditativen Rahmen, ermöglicht von Sponsoren aus der Region.
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  • Veränderte Wahrnehmung möglich – das Urban Art Festival führt nun auch in den Siegener Schlosspark. Studierende eröffnen „Temporäre Räume“, Klangkunst sorgt für einen akustisch-meditativen Rahmen, ermöglicht von Sponsoren aus der Region.
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ciu Siegen. Augen auf! Und die Ohren auch! Und dann öffnet sich mindestens das Herz gleich mit, sucht sich die Seele einen Raum – zum Nachsinnen, Nachhallen. Einen Ort, der solches ermöglichen kann, bietet das Urban Art Festival „out and about“ vom 9. bis 18. Juli im Siegener Schlosspark an. Studierende der Universität Siegen haben hier, auf der weiten Wiese mit ihren farbigen Blumen-Inseln, große, augenfällige Objekte platziert, die mit der Fläche korrespondieren.
Frank Schulte mit Klang-InstallationenWer entlang oder abseits der Wege flaniert, kann sich akustisch begleiten lassen. Denn der renommierte Klang- und Medienkünstler Frank Schulte (Köln) hat den Park mit Musik gewissermaßen illuminiert.

ciu Siegen. Augen auf! Und die Ohren auch! Und dann öffnet sich mindestens das Herz gleich mit, sucht sich die Seele einen Raum – zum Nachsinnen, Nachhallen. Einen Ort, der solches ermöglichen kann, bietet das Urban Art Festival „out and about“ vom 9. bis 18. Juli im Siegener Schlosspark an. Studierende der Universität Siegen haben hier, auf der weiten Wiese mit ihren farbigen Blumen-Inseln, große, augenfällige Objekte platziert, die mit der Fläche korrespondieren.

Frank Schulte mit Klang-Installationen

Wer entlang oder abseits der Wege flaniert, kann sich akustisch begleiten lassen. Denn der renommierte Klang- und Medienkünstler Frank Schulte (Köln) hat den Park mit Musik gewissermaßen illuminiert. Hörbar wird der vorwiegend elektronisch erzeugte Sound mit Hilfe der App „miniatures for mobiles“, kostenfrei downzuloaden, um sich dann durch den Park am Oberen Schloss musikalisch leiten oder auch treiben zu lassen. Sind mehrere Passanten auf diese Weise unterwegs, mischen sich Klänge, werden zu etwas Neuem und das immer wieder von Neuem. Ganz ohne digitales Hilfsmittel lässt sich der Klang-Zauber in dem verwunschenen Areal am Rande der Brunnenwiese erleben. „Wunschblätter“, vom Publikum gern auszufüllen und zwischen Glöckchen an Seilen in der Höhe platziert, lenken den Blick zum Himmel, wo sich „ein Raum, so weit und offen wie möglich“ (Schulte) auftut. Wenn an diesem Donnerstag zu einem Kunst-Spaziergang durch den Park (gewissermaßen als Vernissage) eingeladen wird, wird Frank Schulte selbst entlang seiner Installation führen. Schon mit dem ersten Schritt, das war am Mittwoch beim Presserundgang erfahrbar, wird ein achtsames Hören (durchaus zuweilen mit baulärmender Untermalung, die Schloss-Ummauerung wird saniert!) geschult. – Beim Hinein-Sehen in den Park bleibt der Blick vermutlich zunächst an dem hohen weißen Vorhang zwischen den Bäumen hängen. Lisa Pfeifer und Julian Iseli, Studierende der Architektur, führen die teiltransparente, duftige Fläche mit Kreide auf Wiese und Wegpflaster fort, teilen damit den Raum (auf), grenzen ihn – bei aller Durchlässigkeit – ab.

Prof. Johanna Schwarz seit Oktober an Uni Siegen

„[blan(k)]“ nennen die beiden ihre Arbeit, mit der sie die im Seminar gestellte Aufgabe, „temporäre Interventionen im öffentlichen Raum und mobile Architekturen zu kreieren“, augenfällig umgesetzt haben. Gegenüber ihren schalartigen Planen zeigen Mitstudierende Fotografien, in denen sie sich mit der Spannung zwischen öffentlichem und privatem Raum auseinandersetzen – zumal in Zeiten von Corona und vorgegebenen Abstands-Maßen ein echtes Thema, wie Prof. Johanna Schwarz unterstrich. Sie leitet seit Oktober an der Universität Siegen den neu geschaffenen Studienzweig „Kulturelle Bildung und künstlerische Strategien im öffentlichen Raum“. Und war gleich gezwungen, ihre Veranstaltungen ausnahmslos digital durchzuführen. Jetzt „Temporäre Räume“ real und für Publikum zu öffnen, sei wirklich schön, sagte Johanna Schwarz und ermutigte die Studierenden, ihre Beiträge dann auch selbst vorzustellen. Wie Karolin Guhlke, die ihre Video-Arbeit via QR-Code auf dem Smartphone sichtbar werden lässt. Oder Felicitas Pollmann und Vivien Schneider, die ein paraventartiges Leporello aus Holz geschaffen haben, umflossen von einer grünen Plane – beim Durch-Blick eröffnen sich je nach Standpunkt immer wieder neue Perspektiven. Der mobile Zeichenraum von Lare Shaswar-Jalal wird erst am Eröffnungstag dieses Urban-Art-Bausteins zu betreten sein – ein Raum wie ein Kokon, mit Sitz und Pult zum Schauen, Staunen, Festhalten.

„Temporäre Räume“: Kunstprojekt der Universität Siegen im Rahmen des Siegener Urban Art Festivals. Bis 18. Juli, Schlosspark Siegen,8 bis 21 Uhr. Eröffnung am Donnerstag, 9. Juli, 18 Uhr, mit einem Kunst-Spaziergang ab dem Pavillon (19 Uhr: Runde entlang der Klanginstallationen von Frank Schulte).

Autor:

Claudia Irle-Utsch (Redakteurin) aus Siegen

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