Mary Roos in der Siegerlandhalle
„So leb dein Leben“

Mary Roos verabschiedete sich am Sonntagabend im großen Saal der Siegerlandhalle am Ende ihrer „Abenteuer-Unvernunft“-Tour auch von der großen Showbühne - nach 61 Jahren. Das Publikum feierte die Entertainerin, die mit ihrem Sieben-Mann-Orchester und Background-Sängerinnen den Abend gestaltete, der Stationen ihres Lebens beleuchtete.
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  • Mary Roos verabschiedete sich am Sonntagabend im großen Saal der Siegerlandhalle am Ende ihrer „Abenteuer-Unvernunft“-Tour auch von der großen Showbühne - nach 61 Jahren. Das Publikum feierte die Entertainerin, die mit ihrem Sieben-Mann-Orchester und Background-Sängerinnen den Abend gestaltete, der Stationen ihres Lebens beleuchtete.
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la Siegen. Sie ist ein Profi durch und durch. Gestählt durch die Höhen und Tiefen einer 61-jährigen Karriere im nicht immer leichten deutschen Show-Geschäft: Mary Roos. Am Sonntagabend verabschiedete sich die Hamburgerin im großen Saal der Siegerlandhalle am Ende ihrer ersten und einzigen Solo-Tournee durch 28 Städte von ihrer Bühnenkarriere. Und selbst ihr, dem Profi, kamen die Tränen, als das Publikum bei „Zu schön, um wahr zu sein“ die Halle in ein Lichtermeer aus bunten Leuchtstäben tauchte und mit Mary Roos sang: „Kannst du vergessen und verzeih’n? Lässt du dich wirklich auf mich ein?“ Da versagte ihr kurz die Stimme, und die Entertainerin, die im schwarz-weißen Kleid im Stil des verstorbenen französischen Modeschöpfers André Courrèges auf der Bühne stand, konnte ihren Fans nur eines sagen: „Danke. Danke, dass Sie mir auch in Zeiten, in denen es nicht so erfolgreich verlief, immer die Treue gehalten haben.“

Fans lieben Mary Roos

Der Abend der „Abenteuer-Unvernunft“-Tournee war für die Grande Dame des deutschen Schlagers eine musikalische Reise durch die Vergangenheit – bebildert auf der riesigen Videoleinwand –, und was passte da besser als ihre Version des Sinatra-Songs „My Way“, der bei ihr hieß: „So leb dein Leben“? Eine Devise, die die Hamburgerin immer beherzigt hat. „Ich wollte“, sagt sie, „immer eine komische Alte werden. Ein bisschen verrückt und nicht ganz angepasst. Und genau das bin ich geworden.“ Für diese Ironie lieben ihre Fans sie. Und die Schlager-Ikone sieht den Jugendwahn der Branche und ihrer jungen Kolleginnen durchaus skeptisch, wenn sie mit Augenzwinkern musikalisch fragt „Frau Roos, wie lange woll‘n Sie das noch machen?“ aus der Erfolgsproduktion „Nutten, Koks und frische Erdbeeren“ mit ihrem Bühnenpartner, dem Kabarettisten Wolfgang Trepper.

Duett mit Mark Forster - mit Video-Einspieler

Was Mary Roos mit ihrem Sieben-Mann-Orchester und den beiden Background-Sängerinnen am Sonntagabend präsentierte, war kein Abklatsch einstiger Erfolge. Es gab ein Duett mit Mark Forster aus der TV-Show „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ per Videoeinspielung, Medleys aus den 70er-Jahren und natürlich ihre Eurovision-Song-Contest-Lieder „Nur die Liebe lässt uns leben“ und „Aufrecht gehen“. Produktionen aus ihren französischen Alben rundeten die Lebensreise ab, und die wundervolle Hommage an ihre Mutter, die als Kohlenfrau im Nachkriegs-Deutschland für die Familie sorgte, und natürlich an ihren Sohn Julian, aus ihrer Ehe mit Werner Böhm alias Gottlieb Wendehals, der als Projektleiter im Hintergrund der Tournee wirkte.

Tina York, Claudia Jung und Ireen Sheer

Derweil Schwester Tina York („Wir lassen uns das Singen nicht verbieten“) in der ersten Reihe saß und textsicher jeden Song mitsang. Noch zwei Kolleginnen und Freundinnen saßen mit Partner im Publikum: Claudia Jung („Es war nur eine Nacht“ und „Stumme Signale“) und Ireen Sheer („Goodbye Mama“ und „Xanadu“). Letztere konnte gleich mal einen Blick auf den Leonhard-Gläser-Saal werfen, in dem sie am 27. September die Deutschland-Tournee „Die große Schlager-Hitparade“ startet.

Johannes Oerding: "Einzigartig"

„Man soll die Feste feiern, wie sie fallen“, hat Mary Roos ihre Fans aufgefordert, die ihr den Abschied mit Blumen, Süßigkeiten, einem Teddybär und einem großen Bild ihres Sohnes „versüßten“. Bei Band und Crew bedankte sie sich ganz zum Schluss: „Es war eine wunderbare Zeit, die ich nie vergessen werde.“ Und ihrem Publikum gab sie noch einen Rat mit auf den Weg: „Sei du selbst, alles andere gibt es schon …“ Da passte die musikalische Zugabe, die ihr Songwriter und Kollege Johannes Oerding geschrieben hat: „Einzigartig“.

Mary Roos verabschiedete sich am Sonntagabend im großen Saal der Siegerlandhalle am Ende ihrer „Abenteuer-Unvernunft“-Tour auch von der großen Showbühne - nach 61 Jahren. Das Publikum feierte die Entertainerin, die mit ihrem Sieben-Mann-Orchester und Background-Sängerinnen den Abend gestaltete, der Stationen ihres Lebens beleuchtete.
Mary Roos sagte Adieu - bei einem umfeierten Auftritt in der Siegerlandhalle.
Autor:

Jörg Langendorf aus Siegen

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