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Max von Thun im SZ-Interview
„Sohn Leo verändert meinen Alltag“

Auf einer Streuobstwiese wurde die Leiche eines Obstbauern gefunden. Die Kommissare Maris Bächle (Jessica Schwarz) und Konrad Diener (Max von Thun) nehmen die Ermittlungen auf.
  • Auf einer Streuobstwiese wurde die Leiche eines Obstbauern gefunden. Die Kommissare Maris Bächle (Jessica Schwarz) und Konrad Diener (Max von Thun) nehmen die Ermittlungen auf.
  • Foto: ZDF/Maria Wiesler
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la - Max von Thun und Jessica Schwarz ermitteln im zweiteiligen Mystery-Thriller „Waldgericht – Ein Schwarzwaldkrimi“ (ZDF).
la München.  „Wenn der Vater mit dem Sohne“ war der Titel eines Films mit dem legendären Heinz Rühmann, der das Publikum zu Tränen rührte. Vor allem als er seinem Ziehsohn, Oliver Grimm, das Gutenachtlied „La-Le-Lu, nur der Mann im Mond schaut zu …“ vorsang.
„Wenn der Vater mit dem Sohne“ könnte auch eine Facette des Münchner Schauspielers Max von Thun sein. Denn die Lieder zur Nacht, die er seinem heute sieben Jahre alten Sohn Leo als Kleinkind sang, waren die Initialzündung für sein erstes Kinderbuch „Der Sternenmann“.

la - Max von Thun und Jessica Schwarz ermitteln im zweiteiligen Mystery-Thriller „Waldgericht – Ein Schwarzwaldkrimi“ (ZDF).
la München.  „Wenn der Vater mit dem Sohne“ war der Titel eines Films mit dem legendären Heinz Rühmann, der das Publikum zu Tränen rührte. Vor allem als er seinem Ziehsohn, Oliver Grimm, das Gutenachtlied „La-Le-Lu, nur der Mann im Mond schaut zu …“ vorsang.
„Wenn der Vater mit dem Sohne“ könnte auch eine Facette des Münchner Schauspielers Max von Thun sein. Denn die Lieder zur Nacht, die er seinem heute sieben Jahre alten Sohn Leo als Kleinkind sang, waren die Initialzündung für sein erstes Kinderbuch „Der Sternenmann“. „Ich wollte“, sagt der Schauspieler, Musiker, Autor und Moderator im SZ-Interview, „wenn ich zu Dreharbeiten unterwegs war, ihm abends ganz nahe sein und das Ritual der Gutenachtlieder, die ich für ihn komponiert hatte, beibehalten.“

Sternenmann-Geschichten international erfolgreich

Die Geschichten von dem Sternenmann, der auf einem winzig kleinen Planeten, in einer weit entfernten Galaxie lebt, wurden ein Erfolg. Den Sternenmann gibt es mittlerweile in acht Ländern, darunter auch auf Taiwanesisch und Koreanisch. Gerade kam Nr. 3 „Der Sternenmann und das große Abenteuer“ (Ars Edition), wieder mit Zeichnungen von Marta und Pedro Balmaseda, auf den deutschen Buchmarkt.
 Und mit einem Co-Autor Romedio von Stein. Und das ist Sohn Leo. „Mein Sohn“, und da schwingt Vaterstolz mit, „gibt mir nicht nur die Inspiration für die Geschichten, sondern sie beflügeln seine Fantasie, und er erzählt mir eigene Geschichten, die er sich ausgedacht hat und die dann wieder in den Roman einfließen.“ Und auch bei der Produktion des Hörbuchs, das Max von Thun im eigenen kleinen Studio in seiner Wohnung aufnahm, war Leo aktiv, wenn es um die Geräusche ging. Max von Thun: „Es war ein sehr enges Vater-Sohn-Projekt.“ Und das wird fortgesetzt. Gerade arbeiten die beiden an einem neuen Roman.

Max von Thun: Kinder verändern das Leben 

Diese Nähe zu seinem Sohn kommt nicht von ungefähr. „Ich habe“, sagt der alleinerziehende Vater, der eigentlich Maximilian Romedio Johann-Ernst Thun-Hohenstein, adelshistorisch Graf von Thun und Hohenstein, heißt, „mir den Luxus als Freiberufler erlaubt, mir Zeit zu nehmen für meinen Sohn. Gerade in diesem jungen Kinderalter passieren so viele tolle Sachen, und ich wollte die auch erleben. Mein Sohn hat eine ganz neue Struktur in mein Leben gebracht. Diese alltäglichen Dinge, wie einkaufen, zur Schule bringen, Zeiten einhalten, die ich vorher immer vermieden habe, gehören jetzt zum Alltag. Ich finde es erschreckend, wenn Eltern sagen, in meinem Leben hat ein Kind nichts verändert. Das stimmt nicht. Kinder brauchen Zeit und Aufmerksamkeit. Noch heute liegen wir oft gemeinsam auf dem Bett oder dem Sofa, und ich lese ihm vor.“
Dazu kommt, auch: Max von Thun und seine Schwester Gioia kannten das abendliche Vorlesen von dem Vater, dem Schauspieler Friedrich von Thun. Er erfand für sie die Geschichte von Mary und Joe, zwei Kindern im Wilden Westen.

Ein Krimi zwischen Mythen und Privatfehden

Die Welt, in der Max von Thun an diesem Montag und am morgigen Dienstag (jeweils 20.15 Uhr, ZDF) eintaucht, ist eine ganz andere. Zusammen mit Kollegin Kommissarin Bächle (Jessica Schwarz) ermittelt Kommissar Diener (von Thun) zum zweiten Mal im Schwarzwald. Auf einer Streuobstwiese wird die Leiche eines Bauern entdeckt, drapiert wie eine Vogelscheuche, aber kopfüber vergraben. Die beiden vermuten ein persönliches Motiv; denn die Inszenierung des Mordes lässt auf die in der Region bekannte Legende von Erdgeistern schließen.
Doch kurz darauf verschwindet Konrads Sohn Emil aus dem Zeltlager. Nach erfolgreicher Suche kehrt der 14-Jährige nach zwei Tagen wieder nach Hause zurück. Aber völlig verändert …
Die Mischung aus mythischen Sagen und Legenden, vermischt mit privaten Lebensgeschichten der Protagonisten: Das hebt, so Max von Thun, den Schwarzwaldkrimi aus der Flut des TV-Genres heraus. Dazu kommt, für den Naturfreund ganz wichtig, die einzigartige Landschaft.
Bleibt zum Schluss die Frage an das Allround-Talent Max von Thun: „Was steht beruflich an?“ Mit seinem Sohn, der Rockfan ist, möchte er eine CD aufnehmen, und nach 15 Jahren wird er im März erstmals wieder auf der Theaterbühne in München stehen. Jörg Langendorf

Autor:

Jörg Langendorf aus Siegen

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