„Eine Stadt liest ein Buch“ mit Kinderbuchautorin Silke Lambeck im Apollo-Theater
Spaß am Lesen wecken und fördern

Silke Lambeck las zum Auftakt der elften Ausgabe von „Eine Stadt liest ein Buch“ aus ihrem Roman „Mein Freund Otto, das wilde Leben und ich“.
  • Silke Lambeck las zum Auftakt der elften Ausgabe von „Eine Stadt liest ein Buch“ aus ihrem Roman „Mein Freund Otto, das wilde Leben und ich“.
  • Foto: Peter Barden
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

pebe Siegen. „Eine ganz großartige Kinderbuchautorin“ könne er im Apollo-Theater begrüßen, freute sich gestern Vormittag Werner Hahn, Leiter des Jungen Apollo (JAp), als er die Berliner Journalistin und Kinderbuchautorin Silke Lambeck vorstellte. Sie las im Apollo-Theater zum Auftakt der elften Ausgabe von „Eine Stadt liest ein Buch“ vor rund 400 Schülerinnen und Schülern, die schon neugierig darauf warteten, dass Lambeck sie mit Otto und Matti, den beiden Hauptfiguren ihres Buchs „Mein Freund Otto, das wilde Leben und ich“ bekannt machte.

Lesekompetenz von Kindern erhöhen

Zuvor hatten die Organisatoren Projekt und Autorin im Pressegespräch vorgestellt. Bekannte Bürgerinnen und Bürger, so die Idee, lesen in den nächsten anderthalb Wochen an besonderen Orten einen ausgewählten Kinder und Jugendroman – in diesem Jahr eben das Buch von Silke Lambeck. Ziel des Projekts, an dem sich die Stadt, der Kinder- und Jugendtreff Fischbacherberg und die Universität beteiligen, ist es, Kindern früh Spaß am Lesen zu vermitteln und insgesamt ihre Lesekompetenz zu erhöhen, erklärte im Gespräch Initiatorin Dr. Jana Mikota (Germanistisches Seminar der Universität Siegen).

Buchexemplare bleiben „bei den Kindern“

„Freund Otto“ (das Buch ist für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2019 nominiert) habe ihr den Sommer vorigen Jahres versüßt, verriet Mikota schmunzelnd, so dass sie sich für die Auswahl dieser „wunderbaren Großstadtgeschichte“ eingesetzt habe. Siegens Bürgermeister Steffen Mues dankte den Sponsoren, die dafür gesorgt hätten, dass die Buchexemplare „bei den Kindern bleiben“ könnten. Er sei gespannt auf die Leseerlebnisse an den vielen besonderen und interessanten Orten.
Sechs Grundschulen, drei Gesamtschulen und ein Gymnasium nehmen in diesem Jahr an dem Projekt teil. Je eine Schule besucht einen Leseort: den Tresorraum der Sparkasse, das Apollo-Theater, das Siegerlandmuseum, die Feuerwehr, die Martinikirche, das Druckhaus der Siegener Zeitung (hier z. B. wird SZ-Chefredakteur Dieter Sobotka vorlesen), die Geisweider Moschee, das Landgericht und den historischen Ratssaal der Stadt.

Silke Lambeck: „Eine tolle Aktion“

Silke Lambeck freute sich sichtlich, in Siegen und vor so großem, jungem Publikum zu lesen und nannte das Lese-Projekt „eine tolle Aktion“. Nachdenklich stellte sie fest, dass es Kinder gebe, für die ihr Buch das erste eigene sei. „Das hat mich sehr berührt.“ Auf die Frage, wie sie sich dem kindgerechten Erzählen nähere, meinte die zweifache Mutter: „Wir haben alle die Kinderwelt immer noch in uns.“ Deshalb könne auch „jeder darauf zugreifen“. Auch Eltern merkten beim Vorlesen, dass sie „diesen kindlichen Blick immer noch haben können“.
Zu ihrer Arbeitsweise bemerkte sie, dass sie kein festes Exposée beim Schreiben im Kopf habe. Vielmehr folge sie einem Impuls und den Figuren, die sich daraus ergäben. Wenn sie auch nicht in pädagogischer Absicht versuche, Gegensichten aufzubauen, so wolle sie doch durchaus „Klischees brechen“.
Die Kinder im Theater jedenfalls hörten konzentriert, interessiert und vergnügt zu, als Silke Lambeck, im Rampenlicht an einem Tisch auf der großen, leeren Bühne sitzend, aus ihrem Buch vorlas – und das mit viel fesselnder Lesefreude, in die sie die Kinder durch Zwischenfragen immer wieder einbezog.

Autor:

Peter Barden (Redakteur) aus Siegen

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