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Fachwerk, Kapellenschulen, Portraits
Thomas Kellner fotografiert in der Region

Die  Kapellenschule in Obersetzen gehört natürlich auch zu den Gebäuden in Thomas Kellners fotografischer Bearbeitung der regionaltypischen Architektur.
  • Die Kapellenschule in Obersetzen gehört natürlich auch zu den Gebäuden in Thomas Kellners fotografischer Bearbeitung der regionaltypischen Architektur.
  • Foto: privat
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gmz Siegen. Weihnachtsdekoration kann er nicht gebrauchen. Grauen Himmel schon, aber keinen Regen. Beide, Weihnachtsdeko und Regen, machen dem Fotografen Thomas Kellner derzeit oft einen Strich durch die Rechnung, wenn er die Aufnahmen seiner geplanten Foto-Serie zu den Siegerländer Kapellenschulen fortsetzen bzw. auf die Zielgerade in Richtung Projektabschluss bringen will. Nach den Siegerländer Fachwerkhäusern im Geist der Becher-Aufnahmen ist das die zweite regional basierte Fotoserie.
Dass er sich in den vergangenen beiden Jahren vornehmlich regionale Projekte vorgenommen hat, ist unter anderem Corona geschuldet.

gmz Siegen. Weihnachtsdekoration kann er nicht gebrauchen. Grauen Himmel schon, aber keinen Regen. Beide, Weihnachtsdeko und Regen, machen dem Fotografen Thomas Kellner derzeit oft einen Strich durch die Rechnung, wenn er die Aufnahmen seiner geplanten Foto-Serie zu den Siegerländer Kapellenschulen fortsetzen bzw. auf die Zielgerade in Richtung Projektabschluss bringen will. Nach den Siegerländer Fachwerkhäusern im Geist der Becher-Aufnahmen ist das die zweite regional basierte Fotoserie.
Dass er sich in den vergangenen beiden Jahren vornehmlich regionale Projekte vorgenommen hat, ist unter anderem Corona geschuldet. Da wegen der Reisebeschränkungen, wie er im SZ-Gespräch sagt, seine internationalen Vorhaben in Südafrika und Kuba aufgeben musste, wusste er, dass jetzt Siegerland und Nachbargebiete dran sein müssten. Schließlich sind seine Vorhaben immer zeitaufwendig, und verdienen muss er ja auch … Die von Bernd und Hilla Becher fotografierten Siegerländer Fachwerkhäuser, denen die beiden zu geradezu ikonischem Status verholfen haben, hat Thomas Kellner schon vor einiger Zeit für ein Projekt im Museum für Gegenwartskunst Siegen fotografiert.

Frei nach Bernd und Hilla Becher

Also hatte er, wie es sagt, eine Grundlage, von der aus er weitergearbeitet hat. Digital bearbeitet, also „fast schwarz-weiß“, wie die Originale, hat er sie unter anderem zu Tableaus arrangiert, ganz im Becher-Stil. Allerdings drängt die „konzentrierte Anhäufung“ der modernisierten und überformten Gebäude dem Betrachter doch viele Fragen nach architektonischen Konzepten auf …

Fachwerkhäuser ein Hit im Netz

Mit diesen Bildern hat sich Thomas Kellner am Wettbewerb „Fresh“ beteiligt (wir berichteten), den die New Yorker Klompching Gallery, bekannt für ihre experimentellen Fotokunst-Ausstellungen, regelmäßig auflegt. Er kam mit seinem Beitrag unter die 20 Finalisten für die Online-Ausstellung und war dann auch einer der fünf Teilnehmer der analogen Schau. Obwohl Kellner alle Kontakte mobilisiert hat, um Likes für die Instagram-Abstimmung zu sammeln (von seinen sämtlichen Xing-Kontakten bis zum Sportfreunde-Geschäftsführer mit seinem großen Verteiler – ein „enormer Kommunikationsaufwand“, betont Kellner), wurde seine Arbeit am Ende beim Publikumspreis knapp geschlagen. Aber immerhin: „Die Fachwerkhäuser“, sagt Kellner, „sind medial von Siegen bis New York durchmarschiert!“

Kapellenschulen werden fotografisch "zerlegt"

Mit den Kapellenschulen kehrt der Siegener Fotokünstler wieder zu seinen Wurzeln zurück. Zumindest teilweise. Er fotografiert sie in schwarz-weiß, aber „zerlegt“ sie in bekannter und immer wieder eindrücklicher Weise, stellt Kontaktabzüge her. Diese Arbeit, für die er, wie er in einer Mitteilung schreibt, zwei Stipendien erhalten hat und die enorm viel Recherche erfordert (wo überall gibt es Kapellenschulen?), hofft er in Kürze fertigzustellen, wenn Weihnachtsdeko und Regen mitspielen. Im November, so der Zeitplan, stellt er die Arbeiten in der Art Galerie Siegen mit Katalog vor.

Es folgen: Sander-Portraits

Nach „Genius Loci“, den Fachwerkhäusern und den Kapellenschulen, die für Bechers zwar nie ein Fotothema waren, ihm aber schon länger im Kopf herumschwirrten, will sich Thomas Kellner ab Frühjahr mit einem weiteren Foto-Vorbild der Region auseinandersetzen. Er plant, (Digital-)Portraits à la Sander zu machen. Die Serie soll zum 60. Todestag des Herdorfer Fotografen fertiggestellt sein, im Jahr 2024. Man darf gespannt sein.

Autor:

Dr. Gunhild Müller-Zimmermann (Redakteurin) aus Siegen

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