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Alte Schwarz-Weiß-Fotos KI-gestützt koloriert
Vergangenheit wird farbig

Der Architekt Carsten Trojan zeigt im Sassenrother Bergbaumuseum KI-kolorierte Fotos des Westerwälder Fotografen Peter Weller.
  • Der Architekt Carsten Trojan zeigt im Sassenrother Bergbaumuseum KI-kolorierte Fotos des Westerwälder Fotografen Peter Weller.
  • Foto: Gaby Wertebach
  • hochgeladen von Peter Barden (Redakteur)

gum Sassenroth.  Landrat Peter Enders ließ es sich nicht nehmen, am Freitag anlässlich der Eröffnung der Sonderausstellung „Dimension Farbe“ des Herdorfer Architekten Carsten Trojan im Bergbaumuseum in Sassenroth die Begrüßung der Anwesenden zu übernehmen. Die Ausstellung zeigt die von Trojan kolorierten Fotos des berühmten Westerwälder Fotografen Peter Weller, die der Architekt mittels künstlicher Intelligenz, sogenannten KI-Algorithmen, koloriert hat.
Wichtige Zeitzeugnisse„Die Fotos sind ein Beleg für die großen politischen und wirtschaftlichen Umbrüche der damaligen Zeit“, so der Landrat. Er dankte allen, die an der Umsetzung der Ausstellung beteiligt waren: Museumsleiter Achim Heinz, Helmut Bruch als 1.

gum Sassenroth.  Landrat Peter Enders ließ es sich nicht nehmen, am Freitag anlässlich der Eröffnung der Sonderausstellung „Dimension Farbe“ des Herdorfer Architekten Carsten Trojan im Bergbaumuseum in Sassenroth die Begrüßung der Anwesenden zu übernehmen. Die Ausstellung zeigt die von Trojan kolorierten Fotos des berühmten Westerwälder Fotografen Peter Weller, die der Architekt mittels künstlicher Intelligenz, sogenannten KI-Algorithmen, koloriert hat.

Wichtige Zeitzeugnisse

„Die Fotos sind ein Beleg für die großen politischen und wirtschaftlichen Umbrüche der damaligen Zeit“, so der Landrat. Er dankte allen, die an der Umsetzung der Ausstellung beteiligt waren: Museumsleiter Achim Heinz, Helmut Bruch als 1. Vorsitzendem des Siegerländer Heimat- und Geschichtsvereins und Herdorfs Bürgermeister Uwe Erner.
Die Sonderausstellungen im Bergbaumuseum hätten schon eine langjährige Tradition, so Museumsleiter Heinz. Wenn man sich mit der Vergangenheit befasse, sei es eine tolle Sache, über Fotos zu verfügen. Das habe auch Peter Weller schon gewusst, der didaktisch alles arrangiert habe.
2007 wurden schon einmal Fotografien von Weller in Zusammenarbeit mit der Universität Siegen gezeigt: „Jetzt ist Peter Weller wieder da, und er hat die Farbe mitgebracht“.

Bilddokumentation von Peter Weller

Der 1868 in Hommelsberg im Westerwald geborene Fotograf und Unternehmer Peter Weller hat die wohl umfassendste Bilddokumentation des nördlichen Westerwalds und des Siegerlands geschaffen. Als er vor einem Jahr die KI-Algorithmen zum Kolorieren von Schwarzweiß- Bildern entdeckt und ausprobiert habe, sei ihm die Idee gekommen, das Verfahren auf die Fotografien von Peter Weller anzuwenden, da diese professionell erstellten Fotografien eine hohe technische Qualität hätten und die starken Kontraste sich für die Kolorierung sehr gut eigneten, erklärte Carsten Trojan.

Beeindruckende Einblicke

Um solch eine digitale Kolorierung durchzuführen, wird allerdings erst einmal eine digitalisierte Kopie des besten verfügbaren Schwarzweiß-Filmdrucks benötigt. Hier kommt der Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein ins Spiel, der sich um das Erbe des Fotografen gekümmert und dem Bergbaumuseum hochaufgelöste Scans der ursprünglichen Glasplatten zur Verfügung gestellt hat, mit denen Carsten Trojan arbeiten konnte. Das Ergebnis ist eine beeindruckende und manchmal emotionale Transformation von über 20 verschiedenen großformatigen Fotos, die aus einem anderen Jahrhundert stammen und einen ganz neuen Blick auf eine vergangene Ära geben.

Brillant koloriert

Trojan zeigt mit seinen Arbeiten ein ausgeprägtes Auge für Details, mit dem er es sich zur Aufgabe gemacht hat, den wichtigen historischen Fotos neues Leben einzuhauchen. Die mit viel Aufwand entstandenen, brillanten Kolorierungen beeindrucken und lassen erahnen, wieviel mühsames Arbeiten in jedem der Fotos steckt. Durch die Farben bekommen die historischen Aufnahmen von Peter Weller eine völlig neue Dimension. Die Arbeitswelt, die Menschen und die Landschaft vor über 100 Jahren verblüffen in ihrer Lebendigkeit den Betrachter beim Vergleich mit den originalen Schwarz-Weiß-Bildern. 20 weitere Fotos sind im Eingangsbereich auf einem Monitor zu sehen.
Bis zum 30. November kann die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Bergbaumuseums besucht werden.

Autor:

Gaby Wertebach (Freie Mitarbeiterin) aus Betzdorf

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