Diskussion im Bruchwerk-Theater
Vision einer Schauspielschule

Am Donnerstagabend diskutierten im Bruchwerk-Theater Siegen fachkundige Menschen auf dem Podium und im Plenum gemeinsam auch über Visionen in Sachen Theater.
  • Am Donnerstagabend diskutierten im Bruchwerk-Theater Siegen fachkundige Menschen auf dem Podium und im Plenum gemeinsam auch über Visionen in Sachen Theater.
  • Foto: Claudia Irle-Utsch
  • hochgeladen von Claudia Irle-Utsch (Redakteurin)

ciu Siegen. „Siegen bewegt sich und ist auf der Suche nach der eigenen Identität. Neue zukunftsweisende Projekte werden angestoßen, und die Stadt wird immer mehr zu einem Ort, an dem die Menschen gern verweilen.“ – Das ist die Beobachtung, bei der am Donnerstagabend die kulturpolitische Diskussion im Siegener Bruchwerk-Theater ansetzen sollte. Auf dem Podium sechs Männer mit Position und Potenzial, kulturpolitisch in der Region etwas in Gang zu setzen und zu halten: Bürgermeister Steffen Mues, Kulturdezernent Arne Fries, Kreiskulturbüro-Leiter Jens von Heyden, Werner Hahn, Kopf des Jungen Apollos Siegen (JAp), Herbert Landau, Vorsitzender des Apollo-Trägervereins, und Milan Pešl vom (immer noch recht) neuen Bruchwerk-Theater.

Wo hat die Bühnenkunst Spielräume?

Im Publikum: jede Menge Menschen vom Fach – wobei jene, die in irgendeiner Form Theater-affin sind, besonders gefragt waren, galt es doch vor allem, wie Moderator und „Bruchwerker“ David Penndorf betonte, gemeinsam auszuloten, wie es im Bereich der Bühnenkunst um Siegen und das Siegerland bestellt ist und wo es Spielräume geben könnte, diese Sparte noch stärker zu etablieren. Durch ein Mehr an Vernetzung, durch eine Förderung, die nicht nur das einzelne (eigene) Projekt im Blick hat, sondern langfristig auch die (gesamte) Struktur. Beides, das wurde im Verlauf des Gesprächs, in das sich rasch und mitunter kritisch auch das Plenum einmischte, deutlich, benötigt sowohl das „Establishment“ (so wandelt sich im Apollo augenblicklich die Mitgliederstruktur, das Theater braucht engagierte Mitstreiter/-innen) als auch die freie(re) Szene.

JAp-Leiter Werner Hahn: "Einfach machen!"

„Wir müssen voneinander wissen“, lautete der Appell von Peer Ball vom Verein Junges Theater Siegen. Weiter führte er aus, dass es in der Stadt wohl eine Kunst- und eine Musikschule gebe, auch (privat geführte) Ballettschulen, aber keine Schule für Schauspiel. „Eine Theaterschule – das wäre meine Vision.“ Eine Vorstellung, auf die sich gleich mehrere Theaterbegeisterte einlassen konnten. „Das ist ein schöner Gedanke“, sagte etwa Milan Pešl und verwies auf das ohnehin schon „große Repertoire an Workshops“ im Bruchwerk. Klaus Th. Vetter aus dem Apollo-Kuratorium sah hier durchaus Möglichkeiten, strukturfördernde Gelder zu generieren. Und JAp-Leiter Werner Hahn bemühte Georg Jellinks „normative Kraft des Faktischen“. Sei die Vision da, gelte es, „einfach zu machen“, daraus ergebe sich die Struktur und für die Politik schließlich auch die Chance des Ermöglichens.

Viele kulturelle Angebote sind etabliert

Dass die Vertreter aus Politik und Verwaltung und auch manche Stimmen aus dem Publikum herausstrichen, wie viel an Angeboten und auch Fördermöglichkeiten es bereits gibt (und das seit Jahren), gehörte auch in diese Runde. Die letztlich einig darin war, dass ein Gemeinwesen umso attraktiver ist, je mehr das Miteinander auch in künstlerischen Prozessen reflektiert werden kann.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen